Lee M. Paschall

Lee McQuerter Paschall (* um 1922 in Sterling, Logan County, Colorado; † 17. Dezember 2006) war ein Generalleutnant der United States Air Force. Er war unter anderem Kommandeur der Defense Communications Agency.

Er besuchte die High School in Phoenix in Arizona und begann ein Studium an der University of Colorado. Gleichzeitig wurde er Mitglied der Colorado National Guard. Im September 1940 wurde er zu deren aktivem Dienst einberufen. Er diente in der 45. Infanteriedivision, die zu den Einheiten der im Zweiten Weltkrieg eingesetzten amerikanischen Nationalgarden gehörte. Über die Officer Candidate School gelangte er im Juni 1942 das Offizierskorps. In den folgenden Jahren war er als Kommunikationsoffizier in der 45. Infanteriedivision tätig. Diese war auf dem europäischen Kriegsschauplatz eingesetzt.

Im Jahr 1946 schied Lee Paschall vorübergehend aus dem aktiven Militärdienst aus. Stattdessen wurde er als Zivilist für die Lufteinheiten der Nationalgarde von Colorado tätig. Nach dem Ausbruch des Koreakriegs trat er im März 1951 in den aktiven Dienst der United States Air Force, in der er in der Folge bis zum Generalleutnant aufstieg. Er war zunächst Stabsoffizier bei der 159th Air Control and Warning Group. Dann wurde er auf die Tinker Air Force Base in Oklahoma versetzt. Bei der dort ansässigen 33. Luftdivision (33d Air Division) leitete er die Stabsabteilung für Grundausbildung (director of training).

Im weiteren Verlauf besuchte er das Air Command and Staff College, wo er den Communications-Electronics Officer Course absolvierte. Zwischen März 1952 und August 1953 war er mit der 1815th Airways and Air Communications Group im damals französischen Marokko stationiert, wo er deren Stabsabteilung für Operationen leitete. Es folgte ein Studium an der Air University auf der Maxwell Air Force Base in Alabama. Danach war er an einem Spezialprojekt der Air Force (U.S. Air Force Communications-Electronics Doctrine Research Project) beteiligt. Nach einem sechsmonatigen Sonderurlaub (Sabbatical) und einem anschließenden Studium an der University of Alabama wurde er im Juni 1958 zum NATO-Hauptquartier, das sich damals noch in Frankreich befand, versetzt. Dort leitete er bis zum Mai 1959 eine Unterabteilung im Nachrichtenwesen (chief, Signals Coordination Division).

Paschalls nächste Mission führte ihn auf die Ent Air Force Base in Colorado. Dort gehörte er dem Stab des damaligen Aerospace Defense Commands an. Dabei handelte es sich um einen von mehreren Vorläufern des späteren North American Aerospace Defense Commands. Zwischen Juni 1963 und Juli 1964 absolvierte er auf der Maxwell AFB das Air War College. Daran schloss sich ein Kurzstudium an der George Washington University an. Es folgte eine erste Versetzung zur damaligen Defense Communications Agency. Bis zum Juli 1967 bekleidete er in deren Stab unterschiedliche Aufgaben. Anschließend wurde er zum Air Force Communication Service versetzt, wo er die für Großbritannien zuständige Abteilung leitete (commander of the United Kingdom Communications Region, Air Force Communication Service).

Im August 1968 wurde er Stabsoffizier im Hauptquartier der Luftwaffe. Dort war er in der Stabsabteilung für Kontrolle und Kommunikation (Command Control and Communications) tätig. Ab Juli 1971 leitete er diese Abteilung.

Im Juli 1974 erhielt Lee Paschall als Nachfolger von Gordon T. Gould das Kommando über die Defense Communications Agency (DCA), die 1991 den Namen Defense Information Systems Agency erhielt. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Juli 1978, als er von Samuel L. Gravely abgelöst wurde. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.

Nach seiner Pensionierung war er unter anderem Leiter der Firma American Satellite Company. Er starb am 17. Dezember 2006 und wurde auf dem amerikanischen Nationalfriedhof Arlington beigesetzt.

Orden und Auszeichnungen

Lee Paschall erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen: