Lazarett auf dem Wawel

Das Lazarett auf dem Wawel (polnisch Szpital na Wawelu oder Budynek szpitalny na Wawelu) war ein österreichisch-ungarisches Lazarett auf dem Krakauer Wawelhügel aus dem 19. Jahrhundert.

Beschreibung

Nachdem Krakau 1846 an die Habsburger Monarchie gekommen war, begannen die Österreicher damit, die Stadt als Festung auszubauen. Franz Joseph I. fasste bereits im Frühjahr 1850 einen entsprechenden Beschluss. Als erstes wurde der Wawel befestigt und zur Krakauer Zitadelle ausgebaut. Auf dem Wawel wurde eine Kaserne mit Lazarett eingerichtet. Das Lazarett wurde von 1853 bis 1856 nach den Entwürfen von Feliks Księżarski gebaut. Das österreichisch-ungarische Militär verließ den Wawel in den Jahren von 1905 bis 1911. 1945 überstand der Wawel einen sowjetischen Luftangriff, einige Bomben trafen jedoch das Lazarett. Sie SS verbrannt im Südflügel des Lazaretts das Archiv des Generalgouvernement, der Feuer fing, ausbrannte und zuletzt teilweise einstürzte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er abgetragen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude von dem Staatsrat der polnischen Regierung und ab 1991 von der Kanzlei des Präsidenten der Republik Polen genutzt. Derzeit dient es als Konferenz- und Ausstellungsort der Verwaltung des Wawel-Schlosses sowie als Unterkunft für dessen Mitarbeiter.

Literatur

  • Zbigniew Pianowski: Wawel obronny. Zarys przemian fortyfikacji grodu i zamku krakowskiego w. IX–XIX. Band. 8. Kraków: 1991, Serie: Biblioteka Wawelska.
  • Jacek Purchla Jak powstał nowoczesny Kraków. Studia nad rozwojem budowlanym miasta w okresie autonomii galicyjskiej (Biblioteka Krakowska nr 120), Wydawnictwo Literackie, Kraków 1979, ISBN 83-08-00148-3
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Koordinaten: 50° 3′ 11,9″ N, 19° 56′ 4,6″ O