Seminar auf dem Wawel

Das Seminar auf dem Wawel (polnisch Seminarium na Wawelu) ist ein gotischer Gebäudekomplex auf dem Krakauer Wawelhügel, das an die nördlich Wehrmauer der Burganlage gebaut wurde. Es diente als Priesterseminar, als Kaserne und als Museum.

Beschreibung

Das Gebäude besteht aus drei ursprünglich selbstständigen Gebäuden aus dem 15. Jahrhundert, dem Haus der Königin Sophie Holszańska, dem Haus von Hińcza von Rogów sowie dem Pińczów-Haus, das dem Bruder des Kardinals Zbigniew Oleśnicki gehörte. Kardinal Bernard Maciejowski gründete hier 1602 ein Priesterseminar und Bischof Konstanty Felicjan Szaniawski ließ von Kacper Bażanka die drei Gebäude baulich verbinden. 1801 wurde das Gebäude von den Habsburgern zu einer Kaserne umgebaut. Es wurde von 1848 bis 1905 als solche von der österreichisch-ungarischen Armee genutzt. Ab 1913 befand sich in dem Gebäude das Ethnographische Museum, das 1939 von den Nationalsozialisten geschlossen wurde. Derzeit dient es als Büro- und Ausstellungsort der Verwaltung des Wawel-Schlosses.

Literatur

  • Zbigniew Pianowski: Wawel obronny. Zarys przemian fortyfikacji grodu i zamku krakowskiego w. IX–XIX. Band. 8. Kraków: 1991, Serie: Biblioteka Wawelska.
  • Jacek Purchla: Jak powstał nowoczesny Kraków. Studia nad rozwojem budowlanym miasta w okresie autonomii galicyjskiej. Biblioteka Krakowska nr 120, Wydawnictwo Literackie, Kraków 1979, ISBN 83-08-00148-3
Commons: Seminar auf dem Wawel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 3′ 15,8″ N, 19° 56′ 2,8″ O