Kleingressingen

Kleingressingen
Markt Ebrach
Koordinaten: 49° 50′ N, 10° 28′ O
Höhe: 387 m ü. NHN
Einwohner: 41 (25. Mai 1987)[1]
Postleitzahl: 96157
Vorwahl: 09553

Kleingressingen ist ein Gemeindeteil des Marktes Ebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Kleingressingen liegt in der Gemarkung Großgressingen.[3]

Geografie

Das Dorf liegt in einer noch erkennbaren Waldlichtung am linken Quellfluss der Mittelebrach. Im Norden ist der Weihergrund bei Ebrach, der unter Naturschutz steht. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Großgressingen (1,2 km östlich).[4]

Geschichte

Der Ort wurde im Jahre 1317 als „Grungresen“ erstmals urkundlich erwähnt. Im Ebracher Urbar des Jahres 1340 wurde der Ort „Gresen minor“ genannt. Die Bezeichnung als „Grüngresen“ zur Unterscheidung von „Dürrengresen“ (=Großgressingen) war damals auch üblich. Kleingressingen wurde als Walddorf angelegt.[5]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kleingressingen aus 8 Anwesen (1 Hof, 4 Güter, 3 Sölden) und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach.[6]

Im Jahre 1802 kam Kleingressingen an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Kleingressingen dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Großgressingen und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Großgressingen zugewiesen.[7] Am 1. Januar 1972 wurde Kleingressingen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Ebrach eingemeindet.[8]

Baudenkmäler

In Kleingressingen gibt es zwei Baudenkmäler:[9]

  • Haus Nr. 4: Bauernhaus
  • Pietà

Einwohnerentwicklung

Jahr 001818 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 67 70 75 76 56 57 82 58 48 41
Häuser[10] 10 12 10 9 11 10 11
Quelle [7] [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [1]

Religion

Kleingressingen ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach St. Peter und Paul (Oberschwarzach) gepfarrt,[6] seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei Mariä Himmelfahrt (Ebrach) zuständig.[11]

Literatur

Commons: Kleingressingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 289 (Digitalisat).
  2. Markt Ebrach, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 27. November 2025.
  3. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 27. November 2025.
  4. Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 27. November 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
  5. P. Schneider: Steigerwald, S. 155.
  6. a b H. Weiß: Bamberg, S. 137.
  7. a b H. Weiß: Bamberg, S. 244.
  8. Ebrach > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 27. November 2025.
  9. Denkmalliste für Ebrach (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
  10. Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
  11. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 838, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  12. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1009, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  13. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 955 (Digitalisat).
  14. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1000 (Digitalisat).
  15. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1021 (Digitalisat).
  16. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 875 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 644 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 146 (Digitalisat).