Kanton Schledehausen
| Königreich Westphalen | |
|---|---|
| Kanton Schledehausen | |
| Alternativname | Canton de Schledehausen |
| Departement | Departement der Weser |
| Distrikt | Distrikt Osnabrück |
| Hauptort des Kantons | Schledehausen |
| Einwohner | 5752 |
| Dörfer und Weiler | 19 |
Der Kanton Schledehausen war während der Franzosenzeit eine Verwaltungseinheit im Königreich Westphalen. Sein Hauptort war Schledehausen, das heute zur Gemeinde Bissendorf im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen gehört.
Geschichte
Das Gebiet des westphälischen Kantons Schledehausen gehörte bis zur Franzosenzeit zum Amt Iburg im Hochstift Osnabrück. Von 1807 bis 1810 bestand der Kanton im Distrikt Osnabrück des Departements der Weser im Königreich Westphalen. Er hatte im Jahr 1808 5752 Einwohner.[1]
Zum Kanton Schledehausen gehörten die folgenden Orte:[2]
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Nach der Annexion der Gebiete westlich der Weser durch das Kaiserreich Frankreich wurde der Kanton Schledehausen 1811 aufgelöst. Sein Gebiet fiel an die Kantone Osnabrück-Land und Ostercappeln im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems.[3] Nach der Niederlage Napoleons und dem Abzug der Franzosen fielen alle betroffenen Gebiete durch die Beschlüsse des Wiener Kongresses 1815 an das Königreich Hannover.
Einzelnachweise
- ↑ Johann Georg Hassel: Geographisch-statistischer Abriß des Königreichs Westphalen. Verlag des Landes-Industrie-Comptoirs, Weimar 1809 Volltext bei Google Books, S. 238
- ↑ Königliches Decret, wodurch die Eintheilung des Königreichs in acht Departements angeordnet wird. Verzeichniß der Departements, Districte, Cantons und Communen des Königreichs. In: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (Hrsg.): Projekt Westfälische Geschichte. 1807, S. 221 (lwl.org [PDF; 4,9 MB; abgerufen am 5. Dezember 2011]).
- ↑ Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 192 (google.de).