Jean-Pierre Laurens

Jean-Pierre Laurens (* 16. März 1875 in Paris; † 2. April 1933 in Fontenay-aux-Roses, Département Hauts-de-Seine) war ein französischer Maler, der vorwiegend als Porträt- und Genremaler tätig war.[1]

Leben

Jean-Pierre Laurens entstammte einer Künstlerfamilie. Er war der Sohn des Malers Jean-Paul Laurens und der Bruder von Paul-Albert Laurens. Seine erste künstlerische Ausbildung erhielt er im Atelier seines Vaters. Anschließend studierte er an der École des Beaux-Arts in Paris bei Léon Bonnat. Ab 1899 stellte Jean-Pierre Laurens regelmäßig Werke im Salon der Société des Artistes Français aus, wo er mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit einem Reisestipendium im Jahr 1900. 1912 heiratete er Yvonne Diéterle und wurde somit Schwiegersohn des Architekten und Dekorationskünstlers Georges-Pierre Diéterle. 1930 wurde er in die Académie des Beaux-Arts gewählt. Darüber hinaus war er Ritter der Ehrenlegion. Jean-Pierre Laurens starb 1933 in Fontenay-aux-Roses.[1]

Werk

Jean-Pierre Laurens spezialisierte sich vor allem auf Genreszenen und Porträts. Zu seinen bekannten Werken zählen die Genreszene La fin de journée sowie mehrere Porträts, darunter das Bildnis Madame Charles Péguy aus dem Jahr 1908 und das Porträt seiner Ehefrau aus dem Jahr 1921. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine an der französischen akademischen Tradition orientierte Malweise aus. Für den Hochaltar der Pfarrkirche Saint-Germier in Fourquevaux, der gemeinsam mit seinem Bruder und seinem Vater entstand, schuf Laurens eine Darstellung des heiligen Petrus. Dieses Gemälde steht stilistisch in der Nachfolge des Werks seines Vaters. Werke von Jean-Pierre Laurens befinden sich heute unter anderem in Paris, Toulouse und Bukarest.[1]

Literatur

  • Ulrich Thieme, Felix Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Band 22, E. A. Seemann, Leipzig, 1928.
  • Marie-Josée Salmon, Jean Galiègue: De Thomas Couture à M. Denis – Le XIXe siècle, Band 1, Conseil Général de l’Oise, 1994.
  • Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 8: Koort – Maekava. Paris, 2006.
Commons: Jean-Pierre Laurens – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 8: Koort – Maekava. Paris 2006.