Jüdischer Friedhof Rossow (Wittstock/Dosse)

Der Jüdische Friedhof Rossow (Wittstock/Dosse) befindet sich in Rossow, einem Ortsteil der Stadt Wittstock/Dosse im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg. Der 217 m² große jüdische Friedhof liegt nordwestlich des Ortes zwischen der Landesstraße L 18 und der ehemaligen Bahnlinie in einem Kiefernwäldchen verborgen. Da er weder von einer Mauer noch von einer Hecke umgeben ist, ist er nur schwer erkennbar. Es sind nur noch spärliche Überreste erhalten: Einzelne Grabsteinfragmente sind überwuchert, ein Grabsteinfundament ragt hervor.

Geschichte des Friedhofes

Der jüdische Friedhof wurde Ende des 18. Jahrhunderts (um 1793) angelegt und bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts belegt. Bereits um 1920 wurde er als "verfallen" bezeichnet. Während um 1950 noch etwa 30 Gräber sichtbar gewesen sein sollen, waren 1989 nur noch Reste von zwei Grabsteinen vorhanden.

Nach Auflösung der jüdischen Gemeinde erwarb der Kaufmann Moritz zu Röbel den Friedhof 1856 als Privateigentum, »um für immer und ungestört dieses Begräbnisplatzes sicher zu sein«. Die erhoffte dauerhafte Sicherheit kam allerdings nicht zustande. Im Flurregister wurde das »grundbuchfreie Objekt« ohne jegliche Eigentümerangabe stets als »Judenkirchhof«, ab 1952 als »Israelitischer Friedhof in Rossow« festgehalten. Es gab keine Bedenken, den jüdischen Friedhof – angeblich als vormaliges Eigentum der Gemeinde Rossow – 1962 in »Volkseigentum« zu verwandeln.[1]

Einzelnachweise

  1. darin: Jüdischer Friedhof in Rossow auf chewrakadischa-blb.de

Koordinaten: 53° 3′ 4,8″ N, 12° 33′ 26,9″ O