Holtensen (Hameln)
Holtensen Stadt Hameln
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| Koordinaten: | 52° 9′ N, 9° 23′ O |
| Höhe: | 177 m |
| Einwohner: | 1059 (30. Juni 2022)[1] |
| Eingemeindung: | 1. Januar 1973 |
| Postleitzahl: | 31787 |
| Vorwahl: | 05151 |
Holtensen liegt 5,6 km nördlich der Kernstadt von Hameln und gehört neben den Dörfern Unsen und Welliehausen zu der Ortschaft Sünteltal. 1973 wurde die ursprünglich eigenständige Gemeinde im Rahmen der Gemeindereform in die Stadt Hameln eingemeindet.
Geografie
Der Ort liegt im Naturpark Weserbergland Schaumburg-Hameln auf 177 m ü. NHN. Er grenzt im Norden an das Süntelgebirge (442 m ü. NHN), im Westen an den Lenge(n)berg (277 m ü. NHN), im Osten an das Naturschutzgebiet Schweineberg (265 m NHN) und im Süden an das Gröninger Feld.
Geschichte
Vom Frühmittelalter bis zum Spätmittelalter
Nach der Siedlungsforschung sind Orte mit den Endungen „-hausen“ und „-husen“ (abgeschliffen zu „-sen“), wie Holtensen, in der zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends n. Chr. am Süntel in zweitrangiger Siedlungslage angelegt worden.[2] Eine genaue Zeitangabe für die Ortsgründung ist aufgrund der Quellenlage nicht möglich. Manfred Willeke bezeichnet Holtensen als einen im 7./8. Jahrhundert gegründeten Ort.[3] Kurt Wagner vermutet den Zeitpunkt der Dorfgründung dagegen um das Jahr 900 n. Chr.[4] Die Entstehung des Ortsnamens geht vermutlich auf Theodericus de Hovlthusen (Theoderich von Holthusen) zurück, dessen Stammsitz in Holtensen lag, der als Vertreter des altsächsischen Uradels im Hochmittelalter eine kleine Grafschaft Holtensen[5] mit sieben Parochien (Pfarreien) im altsächsisch-engernschen Tilithigau besaß, als Gerichtsherr die beiden Dingstühle zu Münder[6] und Diedersen innehatte und Gograf der Goe auf der Hamel war.[7] Urkundlich ist der Ort mit dem Personennamen Holthusen wohl erstmals um 1127/1140 belegt.[8]
Der erste urkundlich genannte Pfarrer in Holthusen war Sigebodes, sacerdos (Geistlicher).[9] 1180 besaß das Kloster Amelungsborn 30 Morgen Land in Holthusen als Schenkung des Edelherren Bodo von Homburg.[10]
Holtensen lag im Gerichtsbezirk bzw. Untergau Goe auf der Hamel des altsächsisch-engernschen Tilithigaues und gehörte während des Mittelalters und der frühen Neuzeit zum Archidiakonat Ohsen der Diözese Minden (das historische Bistum Minden wurde 1803 aufgelöst).[11]
Das Rittergut/der Edelhof der Adelsfamilie von Holthusen, das seit dem 7./8. Jahrhundert n. Chr.[12] als Urhof des Dorfes vermutlich zunächst im Eigenbesitz (Allodium) der Uradelsfamilie von Holthusen war (deren Enkel von Emme/Embere hießen) und vermutlich an das Bistum Minden verkauft oder abgetreten wurde,[13] war nach 1247 im Besitz des Edelherrn Hermann von Arnheim, 1304/1312 verlehnt vom Bischof Gottfried von Minden und im Besitz des Conrad von Arnheim sowie des Grafen Moritz von Spiegelberg und 1334 im Besitz der Familie von Bovenden als Lehnsleute der Herzöge von Braunschweig.[14] Ab 1399 gehörte es in den Lehnsbesitz der Familie von Post, die das Gut über 400 Jahre bis 1806 besaß. Walter von Post wurde urkundlich erstmals von Herzog Friedrich zu Braunschweig und Lüneburg mit Holthusen belehnt.[15][16]„Das Rittergut Holtensen kam 1826 an die Familie von Wangenheim, die es (wiederum) 1883 an den Landwirt Wasshausen aus Edesheim bei Northeim verkaufte.“ Da die Familie Wasshausen nicht adlig war, war es nun kein Rittergut mehr.[17][18] Seit 1917 besitzt die Familie Flörcke das Restgut.
Es gab vom 13. bis zum 16. Jahrhundert auch eine Reihe von Dorfbewohnern mit dem Herkunftsnamen „von/aus Holtensen“, die nicht dem Rittertum oder geistlichen Stand angehörten, sondern dem Bürgertum angehörten.
Von der Frühen Neuzeit bis zur Neueren Geschichte
Am 14. März 1507 schenkte der Hamelner Bürger Hermen Stalknecht dem Stift Fischbeck alle seine Güter zu Holtensen.[19]
Die Dörfer der Goe auf der Hamel, zu denen auch Holtensen zählte, gehörten von 1411 bis 1885 zum Amt Springe, mit Ausnahme der Zeit von 1537 bis 1586, in welcher der Ort zur Großvogtei Calenberg gehörte.[20] Das Amt Springe gehörte im 15. und 16. Jahrhundert zum Fürstentum Calenberg, das aus dem welfischen Herzogtum Braunschweig-Lüneburg entstanden war. Die Bauern des Ortes waren in der Frühen Neuzeit dem Dorfmeister in Vorwerk Dahle an der Deisterpforte zu Fuhrdiensten, Frondiensten und Abgaben verpflichtet.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) fiel im Jahr 1622 der bayerische Oberst von Falkenstein mit seinen Truppen in den Raum um Holtensen ein. Es fanden Plünderungen statt, u. a. wurden alle Kirchenschätze geraubt. Der Heerführer Tilly raubte mit seinen Truppen am 30. Juli 1625 alles in Holtensen, was noch übrig war, u. a. Vieh und Getreide. Die Holtenser brachten alles, was sie retten wollten, in die Wälder am Süntel und Schweineberg. Im Dreißigjährigen Krieg wurde im Jahr 1633 das Pfarrhaus durch einen Brand zerstört; kirchliche Urkunden und Akten gingen dabei verloren.[21] In und um Holtensen fanden mehrere Gefechte der feindlichen Parteien statt. Der Pastor Johannes Heinrich Callmeyer notierte später im Holtenser Kirchenbuch: „Zwischen 1650 und 1654 ‚starben in Holtensen nur 5 Personen, wodurch bezeuget wird, dass nur wenige Menschen noch in Holtensen wohnten‘“.[22]
Von 1692 bis 1807 gehörte Holtensen zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg.
Im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) wurden im Jahr 1757 französische Soldaten nach der Schlacht bei Hastenbeck in Holtensen einquartiert. In dieser Zeitstellung hatte Holtensen nach einem topographischen Verzeichnis von 1777 einen adligen Hof und 24 Feuerstellen.[23]
Ende des 18. Jahrhunderts entstanden die ersten Handwerksbetriebe im bis dahin rein gutsherrlich-bäuerlichen Dorf. Ärmere Dorffamilien verdienten sich in Heimarbeit mit der Weberei ihren Lebensunterhalt.
In den Koalitionskriegen rückte 1803 das napoleonische 94. Regiment gegen Hameln vor, besetzte die Stadt und quartierte seine französischen Soldaten auch in Holtensen ein. Im Jahr 1804 wurden russische Soldaten in Holtensen einquartiert, welche die Stadt Hameln belagerten, die zu dieser Zeit von den Franzosen besetzt war. Von 1807 bis 1813 gehörte Holtensen zum französischen Königreich Westphalen. Im Jahr 1808 mussten Holtenser Bauern bei der von Napoleon befohlenen Schleifung der Festung Hameln helfen. Und ab 1810 erhoben die Franzosen hohe Steuern, die für die Dorfbewohner hohe Lasten bedeuteten. Gegen Ende der französischen Fremdherrschaft quartierten sich Teile des Bülow'schen Korps, die in den Befreiungskriegen die Verfolgung der Franzosen aufnahmen, in Holtensen ein.[24] 1814 kam Holtensen zum Königreich Hannover.
1830 wurde die Ostermark[25] geteilt, die Verhandlungen zogen sich jedoch noch bis in das Jahr 1840 hin, als die Forstgenossenschaft Holtensen im Rahmen einer Generalteilung gegründet wurde. 1850 wurde die Gemeinde Holtensen dem Amt Hameln zugeordnet und verlor das freie Jagdrecht. Zwischen 1855 und 1865 fand im Zuge der Agrarreformen die Verkoppelung (Spezialteilung) der rund 1044 Morgen Wirtschaftsflächen in Holtensen statt.[26] 1865 hatte Holtensen 52 Feuerstellen. 1866 kam der Ort zur preußischen Provinz Hannover.
Im 19. Jahrhundert wurden im Süntel Kalksteinbrüche eröffnet, die Material zur Verbesserung des Wegenetzes lieferten. Im Zuge der Industrialisierung kam es zu sozialen Umbrüchen. Das Maurer- und Zimmererhandwerk wurde neben dem Gelegenheitsarbeiter bevorzugter Erwerbszweig.[27] Die Arbeiter mussten im täglichen Fußmarsch zu den Baustellen in andere Orten pendeln.
1884 kam Holtensen zum Kreis Hameln. Die Kreisstraße 1 von der Holtenser Warte nach Welliehausen wurde 1899 landstraßenmäßig ausgebaut. In den Jahren 1913/1914 erhielt Holtensen eine Stromversorgung. Am 1. April 1922 kam der Ort zum Landkreis Hameln-Pyrmont.
Im Ersten Weltkrieg fielen aus Holtensen 18 Soldaten.
1930 erhielt das Dorf eine Wasserleitung. 1935 gab es in Holtensen 81 Häuser.[28] In der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur wurden Gegner der Nationalsozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten aus Holtensen, verfolgt und häufig im Hamelner Gefängnis vorübergehend inhaftiert.
Im Zweiten Weltkrieg gab es im Ort Zwangsarbeiter, und Holtensen nahm Ausgebombte aus der Stadt Hannover und aus dem Saarland auf. Ein russische Zwangsarbeiter wurde zu Kriegsende in Holtensen von Wehrmachtssoldaten erschossen, nachdem er sich zur Aussichtslosigkeit des bewaffneten Kampfes der Wehrmacht gegen die anrückenden Alliierten geäußert hatte.[29][30] Im Frühling 1945 suchten über 1.000 Bürger der Stadt Hameln aus Furcht vor den herannahenden alliierten Truppen Schutz in Holtensen. 3 Feldküchen versorgten die Flüchtlinge im Ort. Im Zweiten Weltkrieg fielen aus Holtensen 26 Soldaten oder wurden vermisst.[31]
Neueste Geschichte
1945 hatte Holtensen 81 Feuerstellen.[32] 1946 stieg die Zahl der Dorfbewohner durch die Aufnahme der Kriegsflüchtlinge und Vertriebenen von knapp 400 (die 1945 nur für kurze Zeit in Holtensen lebenden schutzsuchenden Hamelner Bürger nicht mitgezählt) auf etwa 760.
Am 31. Dezember 1973 wurde die ehemalige selbständige Gemeinde Holtensen im Rahmen der Gebietsreform ein Ortsteil der Stadt Hameln.
Politik
Ortsbürgermeisterin ist Bettina Schultze (SPD).
Der Ortsrat Sünteltal hat neun Mitglieder.
Wappen
| Blasonierung: „Auf blauem Feld stehen drei achtzackige, diamantgeschnittene silberne Sterne.“ | |
Kultur, Bildung und Sehenswürdigkeiten
- Kirche
Die erste Kirche in Holtensen wurde Mitte des 12. Jahrhunderts errichtet. Der Westturm der Kirche wurde Mitte des 12. Jahrhunderts aus Bruchsteinmauerwerk mit Eckquadern realisiert, und auch das Tympanon des Südportals stammt aus jener frühen Zeit der ersten Kirche. Bischof Sigward von Minden (amt. 1120–1140) soll der Kirche im Dorf Holthusen bei Hameln („ecclesiae Villanae juxta opidum Hamelen, nomine Holthusen“) in den 1120er Jahren ein Reliquiar geschenkt haben.[33] Die Kirche bildete einen Teil des Besitzes der Herren von Bovenden, bevor Johann und Günter von Bovenden sie am 1. Oktober 1334 mitsamt allen zugehörigen Besitzungen in Holtensen und Unsen der Äbtissin und dem Konvent des Klosters Fischbeck als Lehen und Eigentum schenkten. Unter den Zeugen traten der Fischbecker Kanonikus Ludolf von Hannover und Hermann von Hardenberg auf, der ein Verwandter der Stifter und Archidiakon in Ohsen war. Seit dieser Schenkung untersteht die Kirche dem Patronat des Klosters Fischbeck, unterbrochen nur in den Jahren der französischen Fremdherrschaft von 1807 bis 1813, und ist dem Heiligen Ägidius geweiht. Im Jahr 1507 überließ der Holtenser Bürger Hermann Stalknecht alle seine Güter in Holtensen ebenfalls dem Stift Fischbeck. Ob diese schließlich der Patronatskirche zugesprochen wurden, ist unbekannt.
1540 wurde in Holtensen trotz des zu diesem Zeitpunkt noch katholischen Fischbecker Kirchenpatrons die Reformation durchgeführt. Von 1540 bis 1559 besuchten deshalb auch die Einwohner von Wehrbergen, die zum Kirchspiel Fischbeck gehörten und zum evangelisch-lutherischen Glauben übertraten, die Gottesdienste in der Holtenser Kirche und beerdigten die Verstorbenen auf dem Holtenser Friedhof. Ein Weg von Wehrbergen über den Lenge(n)berg nach Holtensen hieß deshalb der „Totenweg“. Seit 1559 ist auch das Fischbecker Stift ein evangelisches Damenstift.
1638 und 1797 wurde jeweils ein neues Pfarrhaus errichtet, 1816 wurde das Gemeindehaus mit Küsterwohnung gebaut.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde das mittelalterliche Kirchengebäude zunächst instandgesetzt und erweitert. Im Herbst 1907 wurde es schließlich bis auf den mittelalterlichen Kirchturm abgerissen. 1908 wurde die heutige Kirche gebaut, dabei erhielt der bestehende Kirchturm eine neue Turmspitze. Am 18. Oktober 1908 wurde die neue Kirche eingeweiht.
Im Jahr 2009 wurde die Pfarrstelle Holtensen in eine halbe Stelle umgewandelt.
- Kindertagesstätte
Von Januar 1994 bis 2010 war die St. Aegidius Kirchengemeinde Holtensen Trägerin des von der Stadt Hameln neu errichteten Kindergartens „Süntelzwerge“ in Holtensen. 2010 wurde der neu gegründete Ev.-luth. Kindertagesstättenverband im Kirchenkreis Hameln-Pyrmont Träger des Kindergartens.[34]
- Grundschule
Nach dem Dreißigjährigen Krieg gab es eine erste Schule bei der Kirche in Holtensen. 1650 wurden die Schulordnungen eingeführt. „Die Kinder sollten so weit gebracht werden, dass sie gedruckte Schrift lesen und den Katechismus mit Verstand beten können.“ Es gab einen Schulzwang regelmäßig im Winter, vom 6. bis zum 12. Lebensjahr.[35] 1693 wurde eine neue Schule auf dem Krugbrink in Holtensen gebaut.
In der französischen Besatzungszeit wurde im Jahr 1812 wieder ein neues Schulhaus bei der Kirche gebaut. Die betreffende Verfügung trägt die Unterschrift des Königs von Westphalen, Jérôme Bonaparte, des jüngsten Bruders Napoleon Bonapartes.
1958 wurde anstelle der beiden Schulen die Grundschule an der Diesterwegstraße in Holtensen (heute: Grundschule Sünteltal) fertiggestellt. Sie ist in der Geschichte Holtensens der vierte Schulneubau. 1974 wurde eine Erweiterung dieser Schule beschlossen. Die Grundschule wird von Kindern aus den drei Sünteldörfern Holtensen, Unsen und Welliehausen besucht. Weiterführende Schulen werden in Hameln besucht.
- Friedhof
Der alte kirchliche Friedhof in Holtensen lag unmittelbar an der Kirche. 1856 wurde der neue kirchliche Friedhof im Zentrum des Ortes angelegt. Er wurde in den Jahren 1934/35 und 1968 jeweils erweitert.
Vereine
- 1920 wurde in Holtensen eine Gemeinde-Pflegestation eingerichtet, und es gab eine Gemeindeschwester. Daraus entwickelte sich unter anderem der „DRK-Ortsverband Holtensen“.
- Holtensen hat einen Schützenverein.
- Holtensen hat eine Freiwillige Feuerwehr.
- 1953 wurde der „Sportverein Grün-Weiß-Süntel e. V.“ gegründet, der Mitglieder aus der Ortschaft Sünteltal hat. 1982 wurde im Verein eine Jugendsportgemeinschaft gegründet. Folgende Sparten gibt es im Verein: Badminton, Bodystyling, Bogensport, Eltern-Kind-Turnen, Fußball, Gymnastik, Kinderturnen, Jedermann-Sport, Seniorensport, Tanzen, Tischtennis, Volleyball und Wandern.
- Die „Reitgemeinschaft Holtensen“ wurde 1981 gegründet und hat ca. 60 Mitglieder.
- 1990 wurde der „Elternverein der Schule Sünteltal“ gegründet.
- Der „Förderverein Waldbad Sünteltal“ engagiert sich für das am östlichen Rand der Gemarkung Welliehausen am Waldrand des Süntel liegende Freibad. Es ist ausgestattet mit einem 25 Meter Schwimmerbecken, einem Nichtschwimmerbecken, einem Babybecken, einem Spielplatz, einer großen Liegewiese, einem Beachvolleyballplatz und einem Kiosk. Das Schwimmerbecken wurde in den Wintermonaten in den Jahren 2021 und 2024 jeweils mit einer beheizbaren Traglufthalle zum „wintertauglichen“ Hallenbad umgerüstet.
- 2001 wurde der Chor „Groovin' Valley“ gegründet, dem etwa 30 Sänger angehören. Das Repertoire geht von Gospel über Latin, Rock/Pop, Musical bis zu afrikanischen und indianischen Klängen.
- 2009 wurde der „Förderverein der Freunde und Förderer der St. Aegidien Kirchengemeinde Holtensen“ gegründet, aus dem die Nachbarschaftshilfe hervorging. Aktivitäten sind die Begleitung von Senioren und Kranken zu Arzt- und Behördengängen, ein Fahrdienst zu kirchlichen Veranstaltungen, die Betreuung lernschwacher Schüler. Im Förderverein gibt es eine Frauengruppe.
- 2014 wurde der „Heimatverein 'Sünteltaler'“ gegründet, der aus dem Projekt „Unser Dorf hat Zukunft“ hervorging.
- 2023 wurde der Verein „Bürgerhaus Sünteltal“ mit dem Ziel gegründet, „das ehemalige Gemeindehaus der Gemeinde Holtensen von der Stadt zu übernehmen und für die Dörfergemeinschaft Sünteltal zu erhalten.“[36]
- 2023 wurde der „Förderverein Kita 'Süntelzwerge'“ gegründet, der die Kindertagesstätte „Süntelzwerge“ der ev.-luth. Kirchengemeinde St. Aegidien unterstützt.
Literatur
- Helga Knoke: Wald und Siedlung im Süntel. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung. Rinteln 1968.
- Friedrich Katz: Chronik der Gemeinde Holtensen, 1972 (Fortsetzung der Dorfchronik von Kurt Wagner ab dem Jahr 1936)
- Adolf Krüger: Kirchenbücher Holtensen (Abschrift). Trauungen, Bestattungen, Taufen. Trauungen von 1646 bis 1891, Taufen von 1646 bis 1883, Bestattungen von 1646 bis 1891. Alphabetisch sortiert, Wehrbergen, 2003.
- N.N.: Festschrift zum 100-jährigen Wiederaufbau der St. Aegidienkirche Holtensen. Die Brücke, Juli 2008.
- Nikolaus Heutger: Das Stift Fischbeck in Geschichte und Kunst, in: Ders.: Niedersächsische Ordenshäuser und Stifte. Geschichte und Gegenwart. Vorträge und Forschungen, hrsg. von Viola Heutger, Berlin, 2009, S. 116-193, besonders S. 155 f.
- Kurt Wagner: Chronik der Gemeinde Holtensen, 1936, eine Quelle, die allerdings ideologisch gefärbt ist!
- Manfred Willeke: 175 Jahre Realverband Forstgenossenschaft Holtensen, Forstgenossenschaft Holtensen (Hrsg.), 1. Auflage. Hameln, 2019, ISBN 978-3-00-061843-7.
Einzelnachweise
- ↑ Nahverkehrsplan 2023 – 2027 / ANLAGE 1 – Einwohnerzahlen Ortsteile 2022. (PDF; 406 KB) Landkreis Hameln-Pyrmont, S. 2, abgerufen am 8. November 2024.
- ↑ Helga Knoke: Wald und Siedlung im Süntel. Eine siedlungsgeschichtliche Untersuchung. Rinteln 1968, S. 118.
- ↑ Manfred Willeke, 2019, S. 10, zitiert den deutschen Prähistoriker Friedrich Hohenschwert, 1995, S. 65–80.
- ↑ Kurt Wagner, 1936, S. 3.
- ↑ Carl Wilhelm Wippermann, Reg. Schaumburg, S. 13 erwähnt, dass ein „placitum comitis Theoderici de Holthusen in villa munere“ existierte, welches etwa 7 Parochien zwischen Münder und Hameln umfasst haben mag.
- ↑ Das Territorium der Grafschaft von Holthusen war nicht deckungsgleich mit dem Territorium der Goe auf der Hamel, da Münder in der Zeitstellung des Hochmittelalters außerhalb der Goe auf der Hamel lag und nicht alle Orte der Goe zur Grafschaft derer von Holthusen gehörten.
- ↑ Vgl. zur Ortsnamenforschung das Niedersächsische Ortsnamenbuch (NOB). Es ist ein langfristig angelegtes Projekt des Instituts für Historische Landesforschung an der Universität Göttingen.
- ↑ UB Hameln I, Nr. 19, sofern mit der Urkunde von 1184 über den Zehnten und Land in Holthusen bei Willeke, S. 12, nicht ein anderer Ort, wie z. B. Holzhausen bei Bad Pyrmont, gemeint war. HKLH verweist auf Dürre: Regesten Homburg, Hauptteil, Nr. 19, wonach Holtensen (Holzen) östlich von Eschershausen („Holthusen prope Eschershusen“) gemeint sei.
- ↑ Lit.: Sprenger, Geschichte von Hameln, zitiert von Kurt Wagner, 1936, S. 3.
- ↑ Manfred Willeke, 2019, S. 12.
- ↑ Jürgen Schlieckau: Die Geschichte der Dörfer Diedersen und Dadersen. Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden 2025, ISBN 978-3-95954-174-9, S. 25.
- ↑ Manfred Willeke, 2019, S. 118.
- ↑ Manfred Willeke, 2019, S. 10 und S. 95.
- ↑ Manfred Willeke, 2019, S. 95.
- ↑ Kurt Wagner, 1936, S. 4.
- ↑ Manfred Willeke, 2019, S. 19.
- ↑ Holtensen (Hameln). HKLH, abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ Manfred Willeke, 2019, S. 118.
- ↑ Manfred Willeke, 2019, S. 22, zit. H. Lathwesen, B. Poschmann: UB des Stifts Fischbeck, Teil I Nr. 281: „[...] all myn gud, dath ick tho Hol(t)esen hebbe in Hoven (Höfen) und lande alse by namen (der Bauern) Cordt Clawes Hoff, Johann Stokken, Johann Oppermann, Hobbeyn, Bartold Papen, Bernt Kock unde meyger Logengesken hus, myth aller (ge)rechticheyt, wo men de benomen mach in holte, in velde, in water, in weyde [...]“.
- ↑ Manfred Willeke, 2019, S. 23 und S. 31.
- ↑ Holtensen (Hameln). HKLH, abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ Kirchenbuchnotiz des Pastors Johannes Heinrich Callmeyer (amt. 1645–1677) im Holtenser Kirchenbuch, zitiert in https://kirchengemeindelexikon.de/einzelgemeinde/holtensen-hameln/, abgerufen am 24. Oktober 2025.
- ↑ Kurt Wagner, 1936, S. 8.
- ↑ Kurt Wagner, 1936, S. 9.
- ↑ Der Name „Ostermark“ leitet sich nach Manfred Willeke (2019, S. 134) von der geographischen Lage ab, da die Sünteler Holzmark am östlichsten von allen lag. Sie entstand im 6. bis 8. Jahrhundert n. Chr.
- ↑ Manfred Willeke, 2019, S. 56–62.
- ↑ Friedrich Katz, 1972, S. 19.
- ↑ Kurt Wagner, 1936, S. 13.
- ↑ Bernhard Gelderblom: Bericht über einen russischen Zwangsarbeiter, in: „Liebenswertes Sünteltal“, 2024.
- ↑ Jürgen Schlieckau: Die Geschichte der Dörfer Diedersen und Dadersen, Verlag Jörg Mitzkat, Holzminden, 2025, S. 53, ISBN 978-3-95954-174-9.
- ↑ Friedrich Katz, 1972, S. 22.
- ↑ Friedrich Katz, 1972, S. 24.
- ↑ Leibniz, Scriptores II, S. 175.
- ↑ Kirchliches Amtblatt (KABl.) 2010, S. 116 ff.
- ↑ Kurt Wagner, 1936, S. 7.
- ↑ Der Verein Bürgerhaus Sünteltal stellt sich vor. Ortsrat Sünteltal, abgerufen am 22. Oktober 2025.
Weblinks
- Holtensen im offiziellen Internetauftritt der Stadt Hameln
- Holtensen im Kirchengemeindelexikon