Heinrich Schlake
Heinrich Schlake (* 1855; † 1925) war ein deutscher Veterinärmediziner und Generalveterinär mit dem Rang eines Generalmajors.
Leben
Heinrich Schlake war ab 1881 als Rossarzt eingesetzt. 1893 war er als Oberrossarzt (Beförderung 1888) technischer Vorstand der Militär-Lehrschmiede in Gottesaue beim Feldartillerie-Regiment Nr. 14.[1] Zum 15. Januar 1896 wurde er technischer Vorstand der Militär-Lehrschmiede in Königsberg.[2] 1900 erhielt er in dieser Position den Kronen-Orden 4. Klasse.[3] Im darauffolgenden Jahr wurde er in gleicher Position von Königsberg nach Frankfurt am Main versetzt.[4] Am 15. Dezember 1902 wurde er als technischer Vorstand der Militär-Lehrschmiede in Frankfurt am Main Korpsstabsveterinär.[5] Er kam zeitgleich in das Generalkommando des VI. Armee-Korps. In dieser Position wurde ihm 1908 der Rote Adlerorden 4. Klasse verliehen.[6] 1912 verließ er das Armee-Korps und wurde technischer Vorstand der Militär-Lehrschmiede in Berlin und zugleich wissenschaftlicher Berater an der Militär-Veterinär-Akademie.[7] Nachdem der Direktor der Militär-Veterinär-Akademie, Generalveterinär Franz Ludwig Hell, 1914 während einer Vorlesung verstorben war, wurde Schlake Direktor der Akademie, was er bis zur Auflösung 1919 blieb. 1918 erhielt er an der Tierärztlichen Hochschule Berlin eine Ehrenpromotion.[8]
Am 16. Januar 1925 wurde er auf dem Invalidenfriedhof in Berlin beigesetzt.[9]
Er war Mitglied der Versammlung Deutschen Naturforscher und Aerzte in Breslau, wo er u. a. Schriftführer war.[10]
Werke (Auswahl)
- Schlunddivertikel bei einem Pferd. In: Militär-Veterinär-Zeitschrift, 1890, S. 23–25.
- Ueber einen Fall von Tuberkulose. In: Zeitschrift für Veterinärkunde, Heft 8–9, 1895.
- Kronenrandspalten. Vorkommen, Ursachen und Behandlung derselben. In: Zeitschrift für Veterinärkunde, Band 1, 11. Heft, 1903, S. 476–495.
- gemeinsam mit Hubert Kösters: Lehrbuch des Hufbeschlages. 6. Auflage, Schlake, Berlin, 1914.
Literatur
- Albert Grammlich: Nachruf für Generalveterinär a. D. mit dem Rang eines Generalmajors Dr. med. vet. h. c. Heinrich Schlake. In: Zeitschrift für Veterinärkunde, Heft 2, 1925, S. 53–54.
Einzelnachweise
- ↑ Veterinär-Kalender: für d. Jahor ... 1893. Hirschwald, 1893, S. 95.
- ↑ Militär-Wochenblatt. Band 81, Nr. 12. E.S. Mittler, 1896, S. 327.
- ↑ Deutsche tierärztliche Wochenschrift. Band 8, Nr. 4. M. und H. Schaper., Januar 1900, S. 36.
- ↑ Zeitschrift für Tiermedizin. Band 5–6. G. Fischer, 1901, S. 76.
- ↑ Zeitschrift für Veterinärkunde: mit besonderer Berück-sichtigung der Hygiene. Band 1, Nr. 12. G. Koenig, Dezember 1903, S. 513.
- ↑ Deutsche tierärztliche Wochenschrift. Band 79, Nr. 40. M. und H. Schaper, 3. Oktober 1908, S. 584.
- ↑ Deutsche Rangliste umfassend das gesamte aktive Offizierkorps. Gerhard Stalling, 1913, S. 401.
- ↑ Berliner tierärztliche Wochenschrift. Band 34. Th. Chr. Fr. Enslin., 1918, S. 209.
- ↑ Berliner und Münchener tierärztliche Wochenschrift. Band 64. P. Parey, 1925, S. 64.
- ↑ Berliner und Münchener tierärztliche Wochenschrift. Band 12, Nr. 12. P. Parey, März 1904, S. 118.