Hatolia Vila (Suco)
| Hatolia Vila (Suco) | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Fläche | 18,62 km²[1] | |
| Einwohnerzahl | 2.377 (2022)[2] | |
| Chefe de Suco | Manuel Soares (Wahl 2023) | |
| Aldeias | Einwohner (2015)[1] | |
| Aimeraulo | 418 | |
| Hatu Batu | 499 | |
| Hohopu | 457 | |
| Simohei | 1675 | |
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Hatolia Vila (Hatólia, Hatolia, Hatu Lia, Hatu-Lia) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Hatulia (Gemeinde Ermera).
Geographie
| Hatolia Vila (Suco) | ||
|---|---|---|
| Orte | Position[3] | Höhe |
| Aimeraulo | 8° 48′ 54″ S, 125° 19′ 34″ O | 628 m |
| Diaro | 8° 48′ 35″ S, 125° 20′ 8″ O | 961 m |
| Fatunapa | 8° 48′ 53″ S, 125° 20′ 47″ O | 1095 m |
| Hohopu | 8° 48′ 44″ S, 125° 19′ 24″ O | 628 m |
| Narlolo | 8° 49′ 4″ S, 125° 20′ 50″ O | 1155 m |
| Orema | 8° 49′ 2″ S, 125° 19′ 47″ O | 708 m |
| Talo | 8° 48′ 28″ S, 125° 21′ 8″ O | 1211 m |
| Name unbekannt (1) | 8° 48′ 50″ S, 125° 20′ 25″ O | 951 m |
| Name unbekannt (2) | 8° 48′ 42″ S, 125° 19′ 55″ O | 832 m |
| Name unbekannt (3) | 8° 48′ 35″ S, 125° 19′ 44″ O | 819 m |
| Name unbekannt (4) | 8° 48′ 45″ S, 125° 19′ 39″ O | 714 m |
| Name unbekannt (5) | 8° 49′ 35″ S, 125° 19′ 38″ O | 731 m |
| Name unbekannt (6) | 8° 49′ 41″ S, 125° 20′ 5″ O | 755 m |
| Name unbekannt (7) | 8° 49′ 49″ S, 125° 20′ 9″ O | 769 m |
| Name unbekannt (8) | 8° 49′ 31″ S, 125° 20′ 26″ O | 882 m |
| Name unbekannt (9) | 8° 49′ 45″ S, 125° 20′ 54″ O | 877 m |
| Name unbekannt (10) | 8° 49′ 34″ S, 125° 18′ 54″ O | 408 m |
Der Suco Hatolia Vila liegt südlich des Zentrums des Verwaltungsamts. Im Norden grenzt Hatolia Vila an die Sucos Ailelo und Manusae, im Westen an Manusaes Exklave Lugulaulau, im Südwesten an den Suco Samara und im Osten an die Sucos Coilate-Letelo und Coilate-Leten.[4] Die Südostgrenze entlang fließt der Aiboro. In ihn mündet der Motur, der aus Hatolia Vila kommend den südlichen Teil der Grenze zu Samara definiert. Im Nordwesten entspringt der Celere und einige seiner Zuflüsse. Auch diese folgen teilweise den Sucogrenzen. Sie alle sind Nebenflüsse des Marobos.[4][5]
Zu den Bergen im Suco gehören der Foho Teuro (1340 m, Lage), der Foho Talo (1220 m, Lage) und der Foho Hatu Batu (971 m, Lage).[4][6]
Hatolia Vila hat eine Fläche von 18,62 km².[1] und teilt sich in die vier Aldeias Aimeraulo, Hatu Batu (Hatobatu), Hohopu, Simohei (Simo Hei).[4][7]
Hatolia Vila, das administrative Zentrum des Verwaltungsamtes liegt direkt an der Nordgrenze zum Suco Hatolia Vila. Allerdings befinden sich die wichtigen Einrichtungen des Ortes alle im Suco Ailelo. Ein Arm des Celeres trennt Hatolia Vila vom Dorf Hohopu. Ebenfalls im Nordwesten liegen Aimeraulo und Orema, der administrative Sitz der Aldeia, in dem sich auch der Sitz des Sucos befindet. Im Osten liegen an der Grenze zu Manusae das Dorf Diaro sowie die Dörfer Fatunapa, Narlolo und Talo.[4][5]
Grundschulen gibt es in Talo und Orema.[4]
Einwohner
Im Suco Hatolia Vila leben 2.377 Einwohner (2022), davon sind 1.233 Männer und 1.144 Frauen. Im Suco gibt es 527 Haushalte.[2] Fast 78 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Über 13 % sprechen Mambai, über 7 % Kemak und eine kleine Minderheit Bunak.[8]
Geschichte
Ende der 1970er-Jahre internierte die indonesische Besatzungsmacht Tausende Osttimoresen in Lagern, sogenannten Transit Camps. Das Transit Camp von Hatolia Vila befand sich etwas außerhalb in Modolaran. Zu essen bekamen die Internierten nur etwas Mais, gesalzenen Fisch und Salz. Der Fisch verursachte Durchfall, an dem vor allem Kinder und alte Menschen starben. Etwa 7000 Menschen lebten im Lager, von dem sie sich nicht weiter als 100 Meter entfernen durften. Um das Lager herum befanden sich acht Militärposten. Nur gelegentlich durften die Internierten in Begleitung der Soldaten nach Leimea-Craic oder Samara um nach essbaren Wurzeln zu suchen. Vor allem unter den Insassen aus anderen Teilen Osttimors, wie zum Beispiel Zumalai, gab es viele Tote. Erst Ende 1979 brachte das Internationale Rote Kreuz Nahrungsmittel und medizinische Versorgung in das Lager. 1980 wurde den Internierten mehr Freiheiten gewährt. Dann wurden sie nach Leimea-Craic verlegt und schließlich ließ man sie in ihre Heimat zurückkehren.[9]
Während der Unruhen von 1999 operierten zwischen dem 27. Januar und September in Hatulia die pro-indonesischen Milizen Darah Merah, Aitarak und Pancasila zusammen mit dem indonesischen Militär gegen Befürworter der Unabhängigkeit Osttimors. Im April 1999 begann die Welle der Gewalt. In diesem Monat erhielt Darah Merah von der Distriktskommandatur (Kodim) der indonesischen Armee moderne Schusswaffen und zwei Militärfahrzeuge. 200 Darah Merah-Milizionäre griffen daraufhin CNRT-Mitglieder in Hatulia an. Es kam zu einem Gefecht in dessen Verlauf ein Milizionär und zwei CNRT-Mitglieder ums Leben kamen.[9]
Politik
Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Duarte Martins zum Chefe de Suco gewählt.[10] Bei den Wahlen 2009 gewann José Boavida Gusmão[11] und 2016 Manuel Soares.[12] Bei den Wahlen 2023 wurde Manuel Soares wiedergewählt.[13]
Persönlichkeiten
- João Soares Martins (* 1968), Mediziner und Politiker
Weblinks
- Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Hatolia Vila ( vom 15. November 2019 im Internet Archive) (tetum; PDF-Datei; 8,08 MB)
- Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Hatolia Vila ( vom 17. November 2022 im Internet Archive) (tetum; PDF)
- Seeds of Life: Suco information sheets Hatulia (tetum)
Einzelnachweise
- ↑ a b c Direcção-Geral de Estatística: Ergebnisse der Volkszählung von 2015 ( vom 23. September 2019 im Internet Archive), abgerufen am 23. November 2016.
- ↑ a b Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022.
- ↑ Atlanten der zwölf Gemeinden und der Sonderverwaltungsregion Osttimors, Stand 2019 ( vom 17. Januar 2021 im Internet Archive) (Direcção-Geral de Estatística DGE).
- ↑ a b c d e f Direcção-Geral de Estatística: Atlas der Gemeinde Ermera ( vom 14. August 2022 im Internet Archive)
- ↑ a b Timor-Leste GIS-Portal ( vom 30. Juni 2007 im Internet Archive)
- ↑ PeakVisor: Foho Ailelo, abgerufen am 29. Dezember 2025.
- ↑ Jornal da Républica mit dem Diploma Ministerial n.° 199/09 ( vom 3. Februar 2010 im Internet Archive) (portugiesisch; PDF; 323 kB)
- ↑ Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Hatolia Vila (tetum; PDF-Datei; 8,08 MB)
- ↑ a b CAVR Chega Files: Part 7.3: Forced Displacement and Famine ( vom 28. November 2015 im Internet Archive) (PDF-Datei; 1,22 MB)
- ↑ Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2004/2005 - Resultados ( vom 4. August 2010 im Internet Archive)
- ↑ Secretariado Técnico de Administração Eleitoral STAE: Eleições para Liderança Comunitária 2009 - Resultados ( vom 4. August 2010 im Internet Archive)
- ↑ Lista Naran Xefe Suku Eleito 2016, 2. Dezember 2016. ( vom 14. August 2021 im Internet Archive)
- ↑ Gemeinde Ermera: POSTO ADMINISTRATIVO HATOLIA A, abgerufen am 23. Dezember 2025.