Glödnitztal
| Glödnitztal
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| Lage | Bezirk St. Veit an der Glan, Kärnten | |
| Gewässer | Glödnitzbach | |
| Gebirge | Gurktaler Alpen | |
| Geographische Lage | 46° 52′ 57″ N, 14° 6′ 55″ O | |
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| Typ | Sohlental | |
| Höhe | 730 bis 800 m | |
| Länge | 8 km | |
Das Glödnitztal ist ein Tal in den Gurktaler Alpen in der Gemeinde Glödnitz im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten, Österreich.
Lage
Das Glödnitztal ist ein nördliches Seitental des Gurktals. Es liegt zwischen den Östlichen Nockbergen im Westen und dem Mödringbergzug im Osten.
In weiterem Sinn besteht das Glödnitztal aus dem gesamten Einzugsgebiet des Glödnitzbachs, das 51,5 Quadratkilometer umfasst.[1] Nach Norden begrenzt der Hauptkamm der Gurktaler Alpen das Einzugsgebiet des Glödnitzbachs. Die Flattnitzer Höhe, der Übergang vom Gurktal zum Murtal, ist hier auf 1400 Meter tief eingeschnitten. Im Westen trennt der Schleichkogel (1502 m) die Einzugsgebiete von Glödnitztal und Griffenbach. Im Osten begrenzen die südlichen Ausläufer des Mödringbergs (1693 m) mit dem Lassenberg (1235 m) das Glödnitztal.
In engerem Sinn versteht man unter dem Glödnitztal den etwa 8 km langen und gut 500 bis 800 m breiten Bereich des Talbodens von Moos (in einer Höhe von etwa 800 m) bis Kleinglödnitz (etwa 730 m Höhe). Es ist das einzige Seitental des Gurktals mit einem derart breiten Talboden und wird als eigene Raumeinheit Kärntens verstanden. Mitten im Glödnitzal liegt Glödnitz, der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.
Geschichte
In der Zeit der römischen Herrschaft führte eine Straße von Virunum durch das Glödnitztal über die Flattnitzer Höhe nach Salzburg. Später wurde das Tal von Slawen besiedelt. Das zeigen beispielsweise die Namen Jauernig (Ahorngegend) oder Brenitz (Platz mit einer Befestigung). Um 740 zogen Baiern von Norden in das Tal und das Gebiet war über mehrere Jahrhunderte zweisprachig. Die Bedeutung als Alpenübergang zeigen auch der befestigte Edelmannssitz Görtschachhof und der Amthof in Glödnitz. In den Gurker Abgabenbüchern aus dem 13. Jahrhundert ist ersichtlich, dass neben Roggen, Weizen, Gerste und Hafer auch Wein angebaut wurde. In kleinem Umfang wurden auch nach Silber, Eisen und Blei geschürft. In der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts nahm die Bedeutung der Landwirtschaft ab und immer Menschen arbeiteten auswärts, so pendelten 2021 von den 362 Erwerbstätigen der Gemeinde Glödnitz 257 aus.[2][3]
Einzelnachweise
- ↑ Flächenverzeichnis der Österreichischen Flussgebiete, Draugebiet. (PDF) Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, 2011, S. 68, abgerufen am 18. Dezember 2023.
- ↑ Daten/Fakten. Gemeinde Glödnitz, abgerufen am 18. Dezember 2023 (österreichisches Deutsch).
- ↑ Erwerbstätige nach Entfernungskategorie des Berufspendelns. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 18. Dezember 2023.