Gelbkappen-Spechtpapagei

Gelbkappen-Spechtpapagei

Gelbkappen-Spechtpapagei
(Micropsitta keiensis chloroxantha)

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Papageien (Psittaciformes)
Familie: Altweltpapageien (Psittaculidae)
Unterfamilie: Psittaculinae
Gattung: Spechtpapageien (Micropsitta)
Art: Gelbkappen-Spechtpapagei
Wissenschaftlicher Name
Micropsitta keiensis
(Salvadori, 1876)

Der Gelbkappen-Spechtpapagei (Micropsitta keiensis) ist eine Papageienart, die auf der Vogelkop-Halbinsel im Westen von Neuguinea, auf den vorgelagerten Inseln Misool, Salawati und Waigeo, im Süden von Neuguinea sowie auf den Aru-Inseln und den Kei-Inseln vorkommt.

Merkmale

Der Gelbkappen-Spechtpapagei erreicht eine Größe von neun Zentimetern und ein Gewicht von 11 bis 14 Gramm und gehört damit zu den kleinsten Papageienarten. Das Gefieder ist hauptsächlich grün. Die Kopfoberseite ist gelb und geht nach hinten in Grün über. Das Gesicht ist ockerfarben. Die Geschlechter unterscheiden sich nur wenig und auch die Unterschiede zwischen ausgewachsenen Exemplaren und Jungvögeln sind gering. Die Unterart Micropsitta keiensis viridipectus ist eventuell etwas dunkler als die Nominatform und die Unterart M. k. chloroxantha hat eine orange-rote Mittellinie an der unteren Brust und am Bauch. Der Ruf ist ein schrilles „tsit“ oder „tsee“, außerdem gibt es kurze Phasen mit verschiedenen Tönen, z. B. „tsee-see-seet“.[1]

Männchen
Weibchen

Lebensraum und Lebensweise

Der Gelbkappen-Spechtpapagei bewohnt verschiedene Wälder im Tiefland- und Hügelland, Kokosnussplantagen, Mangroven, Nipapalmenwälder und baumbestandene Flächen in Dörfern. Meist hält er sich im Unterholz auf. Genaueres über die Lebensweise und das Verhalten der Vögel ist nicht bekannt. Die Nahrung besteht vor allem aus Flechten und Pilzen, die von der Rinde von Bäumen abgefressen werden. Der Mageninhalt besteht größtenteils aus einer nicht identifizierbaren Paste. Samen wurden nicht gefunden. Die Brutzeit dauert vermutlich von September bis März. Die Nester werden in den Bauten von Baumtermiten errichtet. In einem Nest befanden sich 6 Erwachsene sowie 2 Nestlinge, da das Nest auch von Jungtieren aus früheren Bruten als Schlafplatz genutzt wurde.[1]

Systematik

Der Gelbkappen-Spechtpapagei wurde 1876 durch den italienischen Ornithologen Tommaso Salvadori unter der Bezeichnung Nasiterna keiensis erstmals wissenschaftlich beschrieben.[2] Nah verwandt sind der Braunstirn-Spechtpapagei (M. pusio), der im Norden und Osten von Neuguinea vorkommt, und der Geelvinkspechtpapagei (M. geelvinkiana), der auf drei Inseln nördlich der Geelvinkbucht lebt.[1]

Es gibt drei Unterarten:[1]

Bestand und Gefährdung

Obwohl die Population ziemlich klein ist, stuft die IUCN den Gelbkappen-Spechtpapagei in die Kategorie „nicht gefährdet“ (least concern) ein. Das Verbreitungsgebiet ist relativ groß und obwohl die Population offenbar rückläufig ist, scheint der Rückgang nicht so schnell vonstattenzugehen, dass die Art gefährdet ist.[3]

Einzelnachweise

  1. a b c d N. Collar und P. F. D. Boesman (2020). Yellow-capped Pygmy-Parrot (Micropsitta keiensis), Version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Hrsg.). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. doi: 10.2173/bow.ycppar1.01
  2. Tommaso Salvadori (1876): Descrizione di cinquantotto nuove specie di uccelli, ed osservazioni intorno ad altre poco note, della Nuova Guinea e di altre Isole Papuane, raccolte del Dr. Odoardo Beccari e dai cacciatore del Sig. A.A. Bruijn. Annali del Museo civico di storia naturale di Genova 7(56/61): 896–976.
  3. Micropsitta keiensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 30. Dezember 2025.