Geelvinkspechtpapagei
| Geelvinkspechtpapagei | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
Geelvinkspechtpapagei (M. g. geelvinkiana) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Micropsitta geelvinkiana | ||||||||||||
| (Schlegel, 1871) |
Der Geelvinkspechtpapagei (Micropsitta geelvinkiana) ist eine Papageienart, die auf den nordwestlich von Neuguinea gelegenen Inseln Biak-Supiori und Numfor vorkommt.
Merkmale
Der Geelvinkspechtpapagei erreicht eine Größe von neun Zentimetern und ein Gewicht von 13 bis 17 Gramm und gehört damit zu den kleinsten Papageienarten. Das Gefieder ist hauptsächlich grün. Die Kopfoberseite und das Gesicht der Männchen sind dunkel braunblau (M. g. geelvinkiana) bzw. braun (M. g. misoriensis) gefärbt, mit einem gelben Bogen am hinteren Bereich der Kopfoberseite, die Kehle ist blau. Die Mitte der Bauchseite und die Unterschwanzdecken sind orange-gelb gefärbt. Bei den Weibchen ist die Unterseite einfarbig grün, die farbigen Bereiche im Gesicht sind kleiner und der gelben Bogen am hinteren Bereich der Kopfoberseite fehlt. Bei Jungvögeln ist das Gesicht hellbraun gefärbt und der Bereich um die Augen ist weiß. Der Ruf ist ein schrilles „tsit“ oder „tsee“.[1]
Lebensraum und Lebensweise
Der Geelvinkspechtpapagei bewohnt Primär- und Sekundärwälder, nachwachsenden Wälder mit geringer Höhe, Waldränder und angrenzende Gärten bis in Höhen von 150 Metern über dem Meeresspiegel. Die Höhenverbreitung reicht bis 150 Meter. Die Nahrung besteht aus Flechten, Pilzen und Samen. Genaueres über die Lebensweise und das Verhalten der Vögel ist nicht bekannt. Im Juni wurde ein Nestbau sowie ein Nest mit zwei Jungvögeln beobachtet. Das Nest wurde in einem Baumtermitenbau errichtet.[1]
Systematik
Der Geelvinkspechtpapagei wurde 1871 durch den deutschen Ornithologen Hermann Schlegel erstmals wissenschaftlich beschrieben und nach der an der nordwestlichen Küste von Neuguinea gelegenen Geelvinkbaai benannt, an deren Ausgang die beiden Inseln liegen. Nah verwandt sind der Braunstirn-Spechtpapagei (M. pusio), der im Norden und Osten von Neuguinea vorkommt und der Gelbkappen-Spechtpapagei (M. keiensis) von der Vogelkop-Halbinsel und aus dem Süden von Neuguinea.[1]
Es gibt zwei Unterarten:[1]
- Micropsitta geelvinkiana geelvinkiana, auf Numfor.
- Micropsitta geelvinkiana misoriensis (Biakpapagei), auf Biak-Supiori.
Bestand und Gefährdung
Obwohl die Population ziemlich klein ist, stuft die IUCN den Geelvinkspechtpapagei in die Kategorie „nicht gefährdet“ (least concern) ein. Der Entwaldungsgrad auf den Inseln ist relativ klein und die Fähigkeit der Tiere, auch degradierten Lebensraum zu tolerieren, lässt vermuten, dass es keinen signifikanten Populationsrückgang gibt.[2]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d N. Collar und P. F. D. Boesman (2020). Geelvink Pygmy-Parrot (Micropsitta geelvinkiana), Version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana, Hrsg.). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. doi: 10.2173/bow.geppar1.01
- ↑ Micropsitta geelvinkiana in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2022. Eingestellt von: BirdLife International, 2022. Abgerufen am 29. Dezember 2025.