Gefecht von Gudsø

Gefecht von Gudsø
Teil von: Schleswig-Holsteinische Erhebung
Datum 7. Mai 1849
Ort Gudsø, Dänemark
Ausgang Sieg der Schleswig-Holsteinischen Truppen
Konfliktparteien

Deutscher Bund
Schleswig-Holstein

Danemark Dänemark

Befehlshaber

Karl von Prittwitz
Eduard von Bonin

Danemark Frederik Rudbek Henrik von Bülow
Danemark Olaf Rye
Danemark Carl Frederik Moltke
Danemark Friderich Adolph Schleppegrell

Truppenstärke

drei Brigaden

drei Bataillone
vier Geschütze

Verluste

leicht

>10 Gefallene

Das Gefecht bei Gudsø wurde am 7. Mai 1849 zwischen der schleswig-holsteinischen Armee unter Eduard von Bonin und der dänischen Armee unter Frederik Rudbek Henrik von Bülow in Ostjütland ausgetragen. Die Schleswig-Holsteiner siegten, und die dänische Armee musste sich weiter in Richtung Vejle und Fredericia zurückziehen. Die Schlacht war Teil der Schleswig-Holsteinischen Erhebung, der politischen und militärischen Auseinandersetzung der deutschen Nationalbewegung in den Herzogtümern Schleswig und Holstein mit dem Königreich Dänemark[1][2], die Dänemark trotz der Unterstützung der Schleswig-Holsteiner durch weitere deutsche Bundesstaaten schließlich für sich entschied.

Hintergrund

Nachdem die Dänen am 23. April 1849 die Schlacht von Kolding verloren hatten, zog sich General Bülow mit den Brigaden Moltkes und Schleppegrells nach Fredericia zurück. General Rye und seine Truppen lagen derweil auf dem Straßendamm Richtung Vejle bei dem Dorf Lilballe, etwas nördlich von Kolding. Als die preußischen Truppen scheinbar untätig blieben, beschloss General Bülow am 3. Mai, westlich des Elbotals Stellung zu beziehen und die feindlichen Vortrupps an der Weggabelung anzugreifen, wo die Landstraßen von Kolding kommend nach Fredericia und Snoghøj abzweigen. Es gelang den Dänen, den Feind dort zurückzudrängen. Anschließend wurde eine Vorpostenlinie von der Straße bei Gudsø über Eltang bis Lilballe errichtet, und damit eine Verbindung zu Ryes Korps hergestellt.

Das Gefecht

General Prittwitz bereitete nun einen Angriff auf beide dänische Brigaden vor, der am Morgen des 7. Mai stattfinden sollte. General Bonin wurde mit seinen drei Brigaden nach Gudsø geschickt, wo er auf die dänischen Stellungen traf. Major N. G. La Cour verteidigte die dänische Stellung mit drei Bataillonen und vier Geschützen in einem erbitterten und harten Kampf. Als La Cour sah, dass seine Truppen nördlich von ihm über das Elbotal zurückgedrängt wurden, musste auch er sich zurückziehen. Dabei ließ er das 9. Bataillon und Teile des 8. Bataillons sowie die vier Geschütze am Straßendamm von Gudsø zurück. Leutnant Faber unternahm bei dem Angriff auf die dänischen Außenposten einen gewagten Gegenangriff, wurde verwundet und gefangen genommen. Er starb am 28. Mai in Kolding an seinen Verletzungen. Die deutschen Bundestruppen setzten derweil ihre Angriffe fort.

Aufgrund des überlegenen feindlichen Drucks mussten sich die Dänen schließlich in die Festung Fredericia zurückziehen. Ein Teil von Moltkes und Schleppegrells Brigaden wurde anschließend von Fredericia weiter nach Fünen beordert, der Rest blieb in der Festung.

Nachwirkungen

Das Gefecht bei Gudsø kann als typisches Rückzugsgefecht gelten, in dem sich die dänische Seite der gegnerischen Übermacht entzog, um ihre strategische Ausgangslage zu verbessern.

Drei der am 7. Mai Gefallenen wurden auf dem Friedhof von Sdr. Vilstrup (oder St. Vilstrup) begraben, wo ihnen ein Denkmal errichtet wurde. Ein weiteres Denkmal für zwei an demselben Tag Gefallene steht auf dem Hügel bei Gudsø.

Einzelnachweise

  1. Manfred Jessen-Klingenberg: Erhebung. In: Schleswig-Holstein von A bis Z. Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte, abgerufen am 17. November 2018.
  2. Treårskrigen. Grænseforeningen, abgerufen am 28. Februar 2015 (dänisch).