GWR-Klasse 9400
| GWR-Klasse 9400 | |
|---|---|
Nr. 9405, Baujahr 1947
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| Nummerierung: | 9400–9499 8400–8499 3400–3409 |
| Anzahl: | 210 |
| Hersteller: | Swindon Works (10) RSH (100) W. G. Bagnall (50) Yorkshire Engine (50) |
| Baujahr(e): | 1947–1956 |
| Ausmusterung: | 1959–1965 |
| Bauart: | C h2t (10), C n2t (200) |
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) |
| Dienstmasse: | 56,2 t |
| Anfahrzugkraft: | 100 kN |
| Treibraddurchmesser: | 1410 mm |
| Zylinderanzahl: | 2 |
| Zylinderdurchmesser: | 444 mm |
| Kolbenhub: | 610 mm |
| Kessel: | GWR Nr. 10 |
| Kesselüberdruck: | 200 psi (13,8 bar) |
| Rostfläche: | 1,62 m² |
| Wasservorrat: | 5,90 m³ |
| Brennstoffvorrat: | 3 t Kohle |
| Steuerung: | Stephenson |
Die Klasse 9400, auch Pannier Tank, war eine als Panniertanklokomotive ausgeführte britische Baureihe von Tenderlokomotiven der Great Western Railway (GWR) mit drei Kuppelachsen. Die zwischen 1947 und 1956 gebauten Maschinen gehörten zu den letzten Dampflokomotiven, die nach GWR‑Entwürfen entstanden. Die ersten zehn Lokomotiven wurden noch von der GWR fertiggestellt, die restlichen 200 wurden nach der Verstaatlichung von privaten Herstellern im Auftrag der British Railways gebaut.
Geschichte
Die Klasse 9400 ist eine von Frederick W. Hawksworth weiterentwickelte Variante der Panniertanklokomotiven der GWR. Sie ist eine modernisierte und leistungsstärkere Version der GWR-Klasse 5700. Deren Trieb- und Fahrwerk gehen auf Konstruktionen aus den 1870er Jahren zurück, der konische Kessel mit Belpaire-Feuerbüchse wurde von der GWR-Klasse 2251 übernommen,[1] die Konstruktion der Panniertanks stammte aus den 1930er Jahren.
Die ersten zehn Lokomotiven (Nr. 9400–9409) wurden 1947 in den Swindon Works gebaut und waren die letzten Dampflokomotiven, die die GWR vor der Verstaatlichung fertigstellte. Sie waren auch die einzigen Lokomotiven, die mit Überhitzer ausgerüstet waren. Nach 1948 bestellte British Railways weitere 200 Maschinen bei mehreren Herstellern, um den Bedarf an Rangier‑ und Bankdienstlokomotiven zu decken. Robert Stephenson & Hawthorns (RSH) baute 100 Lokomotiven in drei Lieferlosen, W. G. Bagnall und die Yorkshire Engine Company je 50.[2.1] Bei diesen Lokomotiven wurde der Überhitzer aus Kostengründen weggelassen.
Die Lokomotiven wurden hauptsächlich im schweren Rangierdienst und für den Güter- und Personenverkehr über kurze Strecken eingesetzt. Die Nummern 8400 bis 8406 waren in Bromsgrove stationiert für den Schiebedienst auf der Lickey-Rampe,[3] dem steilsten Streckenabschnitt im britischen Hauptstreckennetz. Die Steigung beträgt auf einer Länge von 3,2 km durchgehend 26,5 ‰.
Trotz ihrer modernen Konstruktion hatten viele Lokomotiven nur kurze Einsatzzeiten, da die Dieseltraktion ab Mitte der 1950er Jahre rasch zunahm. Die Ausmusterung begann 1959 und war 1965.[2.2]
Erhaltene Lokomotiven
Von den 210 gebauten Lokomotiven sind zwei erhalten geblieben:
| Nummer | Baujahr | Erhaltungszustand | Standort |
|---|---|---|---|
| 9400 | 1947 | ausgestellt | Museum of the Great Western Railway, Swindon |
| 9466 | 1951 | abgestellt, wartet auf Aufarbeitung | West Somerset Railway |
Weblinks
- 9400 tank class introduction. In: The Great Western Archive. Abgerufen am 29. Dezember 2025.
Einzelnachweise
- ↑ 9400 tank class introduction. In: The Great Western Archive. Abgerufen am 29. Dezember 2025.
- ↑ GWR Hawksworth "9400" Class 0-6-0PT. In: BRDatabase. Abgerufen am 16. November 2025 (englisch).
- ↑ 0-6-0 Steam Locomotives in Great Britain: Great Western – Class 94xx (Locobase 6334). In: steamlocomotive.com. Wes Barris, abgerufen am 17. November 2025 (englisch).