G&SWR-Klasse 45

G&SWR-Klasse 45
G&SWR-Klasse 1
G&SWR Nr. 45
Nummerierung: Klasse 45:
G&SWR 45, 84, 90–91, 122, 184, 284, 101–102, 141–150
ab 1919: 11–28
LMS 16410–16427
ab 1926: 16910–16927[1.1]
Klasse 1:
G&SWR 1–10
LMS 16400–16409
ab 1926: 16900–16909
BR 56905[2.1]
Anzahl: Klasse 45: 18
Klasse 1: 10
Hersteller: NBL
Baujahr(e): Klasse 45: 1915–1917
Klasse 1: 1919
Ausmusterung: 1936–1948
Bauart: C1’ n2t
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Kuppelachsradstand: 4801 mm
Gesamtradstand: 6934 mm
Dienstmasse: 67,3 t
Anfahrzugkraft: 98 kN
Treibraddurchmesser: 5 ft (1524 mm)
Laufraddurchmesser: 4 ft (1219 mm)
Steuerungsart: Stephenson
Zylinderanzahl: 2
Zylinderdurchmesser: 18¼ in (464 mm)
Kolbenhub: 26 in (660 mm)
Kesselüberdruck: 180 psi (12,4 bar)
Anzahl der Heizrohre: 44
Heizrohrlänge: 3350 mm
Rostfläche: 2,1 m²
Strahlungsheizfläche: 11 m²
Verdampfungsheizfläche: 117,2 m²
Tender: — (Tenderlok)
Wasservorrat: 8,2 m³
Brennstoffvorrat: 3 t Kohle
Steuerung: Stephenson
Kupplungstyp: Schraubenkupplung
Haupteinsatz in Kohlefeldern in Ayrshire.
Zwei leicht unterschiedliche Serien von Drummond und Whitelegg. Technische Daten der ersten Serie. Quelle:[3]

Die Klassen 45 und 1 der schottischen Glasgow and South Western Railway (G&SWR) bildeten zusammen eine Baureihe von 28 Zweizylinder-Nassdampf-Tenderlokomotiven mit der Achsfolge C1’ für den Güterverkehr, die zwischen 1915 und 1919 unter den Chefkonstrukteuren Peter Drummond (18 Stück) und Robert Whitelegg (10 Stück) gebaut wurden. Die Lokomotiven waren vor allem für den Einsatz im Kohleverkehr in Ayrshire vorgesehen und gehörten zu den leistungsstärksten Tenderlokomotiven der G&SWR.

Geschichte

Drummond ließ von der North British Locomotive Company (NBL) in zwei Serien 18 Tenderlokomotiven bauen, die eine verkürzte Version der C2’-Tenderlokomotiven der HR-Klasse X der Highland Railway waren.[4] Whitelegg, der Nachfolger von Drummond, ließ 1919 nochmals zehn Lokomotiven bauen. Sie waren bis auf die Position des Lokführers baugleich zur ersten Lieferung. Bei den Lokomotiven von Drummond war die Position des Lokführers links, bei den Lokomotiven von Whitelegg rechts.

Alle Lokomotiven waren den Depots in Ayr und Hurlford zugewiesen, wo sie im Güterverkehr der Kohlenfelder in Ayrshire eingesetzt waren. Nach der Eisenbahngruppierung von 1923 wurden alle Lokomotiven von der London, Midland and Scottish Railway (LMS) übernommen, wo sie die Nummern 16400–16409 erhielten und der Leistungsklasse 3F zugeordnet wurden.[5]

Die LMS erweiterte das Einsatzgebiet der Lokomotiven. Sie setzte sie auch in Bahnhöfen außerhalb des ursprünglichen Einsatzgebietes ein. So gelangten Lokomotiven so weit südlich wie Toton im Nottinghamshire und so weit nördlich wie Blair Atholl. Bei der LMS-Umnummerierung von 1926 erhielten die Lokomotiven die Nummern 16900–16909. In den Jahren 1936 bis 1947 wurden alle Lokomotiven bis auf eine ausgemustert. Das letzte Exemplar gelangte noch zu den British Railways. Es war die ehemalige G&SWR Nr. 6, die noch die BR-Nummer 56905 erhielt, aber im bereits im April 1948 in Carlisle ausgemustert wurde.[6]

Einzelnachweise

  1. GSWR/LMS Drummond "45" Class 0-6-2T. In: BRDatabase. Abgerufen am 16. November 2025 (englisch).
    1. Fleet
  2. GSWR/LMS Whitelegg "1" Class 0-6-2T. In: BRDatabase. Abgerufen am 16. November 2025 (englisch).
    1. Fleet
  3. Class 45/1 (Locobase 20469). In: steamlocomotive.com. Wes Barris, abgerufen am 17. November 2025 (englisch).
  4. Glasgow & South Western Railway. In: SteamIndex. Abgerufen am 21. Dezember 2025 (englisch).
  5. Glasgow & South Western Railway. In: Travelandmixpix. Abgerufen am 21. Dezember 2025 (englisch).
  6. Glasgow and South Western Railway Nr. 6. In: BRDatabase. Abgerufen am 21. Dezember 2025 (englisch).