Elżbieta Rafalska

Elżbieta Rafalska (* 22. Juni 1955 in Wschowa als Elżbieta Kajzer) ist eine polnische Politikerin (AWS, PiS). Sie gehörte von 2005 bis 2007 dem Senat der Republik Polen an. Anschließend war sie von 2007 bis 2019 Abgeordnete des Sejm in der VI., VII. und VIII. Wahlperiode an. Sie war von 2015 bis 2019 Ministerin für Familie, Arbeit und Soziales. Von 2019 bis 2024 saß sie im Europaparlament.

Leben und Beruf

Rafalska spielte in ihrer Jugend Basketball bei Pogon Wschowa.[1] Sie studierte an der Außenstelle Gorzów Wielkopolski der Sporthochschule Posen. Sie war beruflich als Schulinstektorin tätig. 1998 absolvierte sie ein Aufbaustudium der Rehabilitationspädagogik an der Universität Stettin. Von 1998 bis 2002 leitete sie das Sozialamt zunächst der Woiwodschaft Gorzów und nach der Verwaltungsreform der neugebildeten Woiwodschaft Lebus. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Politik

Rafalska gehörte von 1994 bis 2005 dem Stadtrat von Gorzów Wielkopolski Dabei wurde sie bei den Selbstverwaltungswahlen 1998 für die Akcja Wyborcza Solidarność und 2002 für das Wahlkomitee „Razem dla Gorzowa“[2] gewählt. 2004 trat sie der Prawo i Sprawiedliwość (PiS) bei und wurde deren Fraktionsvorsitzende im Stadtrat. Zudem wurde sie Vorstandsmitglied der PiS in der Woiwodschaft Lebus.

Bei der Wahl 2005 wurde sie in den Senat der Republik Polen gewählt.[3] 2006 und 2007 war sie Staatssekretärin im Ministerium für Arbeit und Soziales. Bei der Parlamentswahl 2007 wurde sie in den Sejm gewählt.[4] Bei der Europawahl 2009 bewarb sie sich erfolglos um ein Mandat.[5] Nachdem sie bei der Parlamentswahl 2011 erneut in den Sejm gewählt worden war,[6] scheiterte wiederum ihre Kandidatur bei der Europawahl 2014.[7] Nach der Parlamentswahl 2015, bei der sie zum dritten Mal ein Sejmmandat errungen hatte,[8] wurde sie im November des Jahres zur Ministerin für Familie, Arbeit und Soziales im Kabinett Szydło ernannt[9] und behielt dieses Amt auch im nachfolgenden Kabinett Morawiecki I.[10] Nachdem sie bei der Europawahl 2019 im dritten Anlauf ein Mandat errungen hatte,[11] legte sie ihr Sejmmandat nieder[12] und schied auch aus dem Ministeramt aus. Bei der Europawahl 2024 wurde sie nicht wiedergewählt.[13]

Ehrungen

Commons: Elżbieta Rafalska – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. „RAFALSKA Elżbieta“ auf encyklopedia.wimbp.gorzow.pl, abgerufen am 19. November 2025.
  2. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. November 2025.
  3. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. November 2025.
  4. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. November 2025.
  5. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. November 2025.
  6. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. November 2025.
  7. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. November 2025.
  8. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. November 2025.
  9. „Prezydent powołał rząd“ auf www.prezydent.pl, abgerufen am 19. November 2025.
  10. „Ekipa Szydło w rządzie Morawieckiego. Jutro expose, głosowanie nad wotum zaufania w środę“ auf www.tvn24.pl, abgerufen am 19. November 2025.
  11. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. November 2025.
  12. Nachricht in Monitor Polski 2019, S. 487.
  13. Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 19. November 2025.
  14. „Elżbieta Rafalska odznaczona przez Węgrów. Minister otrzymała Krzyż Średni Orderu Węgierskiego“ auf www.tvp.info, abgerufen am 19. November 2025.
  15. „Odznaczenia państwowe dla wybitnie zasłużonych dla Rzeczypospolitej“ auf www.prezydent.pl, abgerufen am 19. November 2025.