Dogenporträts im Dogenpalast
Bei den 115 Dogenporträts im Dogenpalast, die auch Sprechende Porträts (ritratti parlanti) genannt werden, handelt es sich um Darstellungen der Dogen Venedigs der Zeit zwischen nach 800 und 1797. Sie entstanden zwischen dem 14. und dem frühen 19. Jahrhundert. Dabei wurden nicht alle Dogen porträtiert, sondern nur diejenigen, die im Dogenpalast residiert hatten und die vor den Augen der venezianischen Geschichtsschreibung Anerkennung als legitime Dogen gefunden hatten. Die älteren Porträts mussten nach einem Brand im Dogenpalast im Jahr 1577 ersetzt werden. Die Ausführung lag bei Domenico Tintoretto, der als letzten Dogen Nicolò Contarini malte; die übrigen Darstellungen stammen von fünfzehn verschiedenen Künstlern.
Als „sprechend“ werden sie bezeichnet, weil alle mit je einem Spruchband ausgestattet sind, überwiegend in der Ich-Form geschrieben. Diese fassen prägnant die Bedeutung des jeweiligen Herrschers, bzw. Repräsentanten Venedigs zusammen. Allerdings beinhalteten die letzten zehn Porträts wenig mehr als den Namen des Dogen. 76 von ihnen wurden ab dem 14. Jahrhundert im Saal des Großen Rates (Sala del Maggior Consiglio) und ab Mitte des 16. Jahrhunderts die übrigen Gemälde in der benachbarten Sala dello Scrutinio angebracht.
Serie ab dem 14. Jahrhundert
Dort wurde erstmals auf Wunsch des Dogen Marco Corner eine Serie angefertigt, wie Marin Sanudo berichtet.[1] Ähnlich berichtet der Verfasser einer Chronik, die Donato Contarini zugeschrieben wird.[2] Offenbar erfolgte die Ausführung recht zügig, denn 1366 wurde das Porträt des Marino Falier, das offenbar bereits vollendet war, wegen des Hochverrats von 1355 wieder übermalt.
Heute existiert im Dogenpalast nur noch eine einzige Reihe, nämlich die Nachfolgerin der im 14. Jahrhundert angeordneten Porträtserie. Die Vielzahl der Dogen, die dort in Bildform festgehalten werden sollten, sprengte bald den Platz im Saal des Großen Rates. Als 1545 in diesem Saal nur noch drei Plätze frei waren, beschloss man, die Serie in der angrenzenden Sala dell Scrutinio fortzuführen. Die Werke sollten neben Tizian die Brüder Giovanni und Gentile Bellini ausführen.
Zwei weitgehend verschollene Porträtserien im Dogenpalast
Offenbar war Corner nicht der erste, der Porträts seiner Amtsvorgänger anlegen ließ. So berichtet Marin Sanudo, dass ein Brand im Palast, der 1483 ausgebrochen war, die Bilder in einem besonderen Raum zerstört habe, der nach den Porträts den Namen ‚Saal der Dogen‘ trug: „una camera con tuti li Doxi depenti con li soi brievi, come è in Gran Conseio – et si chiamava la Camera d’i Doxi.“
Dieser ‚Saal der Dogen‘ mit seinen Gemälden analog zum Saal des Großen Rates barg nicht die einzige Serie von Dogenporträts. Francesco Sansovino erwähnt eine weitere Porträtserie in dem Gebäude, diesmal in der Sala del Consiglio dei XXV, im ‚Saal des Rates der XXV‘. Nach ihm hatte Lazaro Sebastiani die Porträts angefertigt. Laut Giulio Lorenzetti ist es wahrscheinlich, dass zwei Dogenporträts, die sich heute im Museo Correr befinden, und die Antonio Venier (1382–1400) und Michele Steno (1400–1413) darstellen, zu dieser Serie gehörten.[3]
Feuer von 1574 und 1577, Wiederherstellung
Nachdem 1574 ein Feuer die Säle der Pregadi (des Senats), des Collegio, des Anticollegio und der Cancelleria ducale ruiniert hatte, vernichtete ab dem 20. Dezember 1577 zwei Tage lang ein Feuer die Säle des Maggior Consiglio und dello Scrutinio. Daraufhin wurde beschlossen, die Säle möglichst exakt so wiederherzustellen, wie sie vor dem Brand ausgesehen hatten. Da es sich in den meisten Fällen nicht um Porträts handeln konnte, waren die lateinischen Spruchbänder von entscheidender propagandistischer Bedeutung.[4]
Den Auftrag dazu erhielt Jacopo Tintoretto und seine Werkstatt. Die Ausführung sollte bei Domenico Tintoretto liegen. Ohne jeden veristischen Anspruch wurde in einem höfischen Stil große Einheitlichkeit angestrebt. Im Zentrum stand der Transport der etatistischen Ideologie des Staates, ebenso wie die wenig individuelle Darstellung der Dogen als bloße Repräsentanten der Republik Venedig.
Diejenigen Dogen, die später den Staat repräsentierten, malten andere Künstler, nämlich Pietro Muttoni (ca. 1605–1678), Joseph Heintz (1600–1678), Girolamo Forabosco (1605–1679), Pietro Liberi (1605–1687), Antonio Zanchi (1631–1722), Andrea Celesti (1637–1712), Sebastiano Bombelli (1635–1719), Louis Dorigny (1654–1742), Gregorio Lazzarini (1655–1730), Antonio Balestra (1666–1740), Girolamo Brusaferro (1679–1745), Francesco Fontebasso (1709–1769), Jacopo Guarana (1720–1808) und Girolamo Prepiani (1780–1820).[5]
Die Porträts im Saal des Großen Rates beginnen mit Beatus (Beato Antenoreo) – lange für seinen Bruder Obelerio erklärt –, der für die Umsiedlung der Hauptstadt des Dukats von Metamaucum nach Rialto gesorgt haben soll. Sie enden mit Francesco Venier (1554–1556). Die insgesamt 76 Porträts wurden immer paarweise angelegt, wobei man ausschließlich der zeitlichen Abfolge der zu dieser Zeit anerkannten Dogen folgte – die Paarungen sind also rein zufällig.
Die übrigen 39 Porträts entstanden in der Sala dello Scrutinio, beginnend mit Lorenzo Priuli (1556–1559) und endend mit den beiden letzten Dogen Paolo Renier (1779–1789) und – angefertigt bereits unter den Österreichern – Ludovico Manin (1789–1797).
Spruchbänder: Selbstbild des Staates und seiner Geschichte
Während sich die insgesamt 115 Porträts weder stilistisch noch als Individuen allzu sehr unterscheiden, stellen die Spruchbänder, die sie umflattern, die wesentlichen Aspekte der venezianischen Geschichte ab etwa 810 dar. Allerdings bieten die jüngsten Porträts kaum mehr derartige Hinweise.
Der einzige Doge, der nicht auf den ersten Blick zu identifizieren ist, ist gleich der erste in der Reihe. Heute lautet der Text seines Spruchbandes: „Fratris ob invidiam rex Pipinvs in Rivo altvm venit defendi patriam sibi gratificatvs“. Der Auffassung, dass es sich um den Mitdogen und Bruder des Obelerius, eben jenen Beatus handelt, waren bereits Marin Sanudo und Francesco Sansovino. Damit habe daran erinnert werden sollen, dass es der ältere Bruder Obelerius war, der es mit den Franken hielt, während es unter der Führung des mittleren der drei Brüder, nämlich Beatus, gelang, die Invasion unter dem Befehl des Sohnes Kaiser Karls des Großen abzuwehren, nämlich die König Pippins. Dies geschah im Zusammenhang mit dem Umzug des Herrschaftssitzes nach Rialto, und damit gleichsam der Gründung Venedigs. Pippin war es gelungen, wichtige Inseln in der Lagune zu erobern, darunter die alte Hauptstadt Metamaucum, jedoch soll er an Rialto gescheitert sein. Ähnlich wie die Eroberung Roms durch die Kelten, dessen Kapitol den Belagerern standhielt, so habe auch Rialto erfolgreich Widerstand geleistet. Venedig, so die Deutung, gelang es aus eigener Kraft nicht nur die byzantinischen Kaiser zu besiegen, wie spätestens 1204 unter Enrico Dandolo, sondern bereits vier Jahrhunderte zuvor auch den fränkischen Kaiser.
Leibniz war nicht der Erste, der die eigenartige sprachliche Form erkannte, und der sie als „barbarum quidem et obscurum, sed ob antiquitatem non spernendum“ erkannte. Die grammatikalische Unsicherheit des Schreibers zeigt sich nicht nur beim Spruchband des Beatus, sondern auch bei den Spruchbändern anderer Dogen, bis zu denjenigen der Renaissance, die ein klares, korrektes Latein aufweisen, vielfach in Form von Hexametern oder Distichen. Marin Sanudo, der die Spruchbänder vielfach zitiert, greift mehrfach grammatikalisch korrigierend ein, während das Spruchband des Andrea Dandolo besonders elegant formuliert: „Alta trivm probitas mihi qvarto svggerit instar qvi de Dandvlea prole fvere dvces“ – ein Verweis auf die Tatsache, dass die Dandolo allein vier Dogen gestellt hatten. Möglicherweise geht dieser Text auf den Großkanzler Benintendi de’ Ravegnani zurück, der auch das Geschichtswerk des Dandolo fortsetzte, vielleicht auf Francesco Petrarca selbst, der mit dem Dogen befreundet war.
Porträts, Texte ihrer Spruchbänder
Die Transkriptionen und die Übersetzungen ins Italienische stammen aus Paolo Mastandrea, Sebastiano Pedrocco: i Doge nei ritratti parlanti di Palazzo Ducale a Venezia.[6]
| Darstellung | Name des Dogen | Regierungszeit | Spruchbandtext |
|---|---|---|---|
| Beatus und Agnello Particiaco | um 804–810 und 809–827 | FRATRIS OB INVIDIAM REX PIPINUS IN RIVOALTUM VENIT DEFENDI PATRIAM SIBI GRATIFICATUS
Per l’odio di [mio] fratello, re Pipino mosse verso Rialto. Io difesi la patria, dando a lui soddisfazione TECTA PALATINA COMMUNIS PRIMULA FUNDO ÆDIFICO SANCTUM ZACHARIAMQVE ILARIUMQUE Fondo il primo palazzo del Comune, edifico San Zaccaria e Sant’Ilario | |
| Giustiniano Particiaco | 827–829 | CORPORIS ALTA DATUR MIHI SANCTI GRATIA MARCI
A me è concessa l’elevata grazia del corpo di San Marco | |
| Giovanni I. Particiaco | 829–837 | SUB ME SANCTI MARCI ECCLESIA CONDITUR IBIQUE CORPUS DEPONITUR. PRIMICERIUS ORDINATUR, SANCTI IULIANI ECCLESIA ERIGITUR, TANDEM CLERICUS DIEM CLAUSI
Sotto il mio dogado si fonda la chiesa di San Marco e lì ne viene deposto il corpo; è istituita la carica di primicerio; si erige la chiesa di San Giuliano. Alla fine terminai i miei giorni da chierico | |
| Pietro Tradonico | 836–864 | IN DALMATAS ET SARRACENOS MARE SUPERUM INFESTANTES CLASSEM INSTRUXI. APUD ÆDEM DIVI ZACHARIÆ INTEREMPTUS OCCUBUI
Schierai la flotta contro i Dalmati e i Saraceni che infestavano l’Adriatico superiore, caddi ucciso presso la chiesa di San Zaccaria | |
| Orso I. Particiaco | 864–881 | FURENTES DALMATAS COMPESCUI SARACENOSQVE ITALIAM VASTANTES APUD TARENTUM FELICITER PROFLIGAVI
Repressi i Dalmati bellicosi e presso Taranto affrontai con successo i Saraceni che devastavano l’Italia | |
| Giovanni II. Particiaco[7] | 881–887 | COMACLENSEM URBEM SENATUI VENETO INFENSAM VICTRICIBUS ARMIS / NOSTRIS SUBEGIMUS
Sottomettemmo con le nostre armi vittoriose la città di Comacchio, ostile al Senato Veneto | |
| Pietro I. Candiano | 887 | DUM ADVERSUS NARENTANOS MANUS FORTITER CONSEREREM INTER MICANTIA ARMA PATRIÆ PIETATE VIRILITER CECIDI
Mentre combattevo valorosamente contro i Narentani tra lo scintillìo delle armi caddi eroicamente, per amor di patria | |
| Giovanni II. Particiaco | 881–887 | CONSENSU PATRUM POPULIQUE ITERUM ELECTUS DUX MENSIBUS SEX DIEBUS TRESDECIM PERACTIS, INVALESCENTE MORBO, DUCATU DENUO ME ABDICAVI
Con il consenso dei senatori e del popolo fui di nuovo eletto doge; trascorsi sei mesi e tredici giorni, progredendo la malattia, di nuovo rinunziai al dogado | |
| Pietro Tribuno | 887–912 | AB INGENTIBVS UNDIQUE BELLIS PATRIAM INGENTI CLASSE TUTATUS SUM
Con un’imponente flotta protessi la patria da grandi guerre e da ogni dove | |
| Orso II. Particiaco | 912–932 | QUOAD DECUIT IUSTITIAM ET PACEM COLUI TANDEM CONCEPTO VOTO IN MONASTERIO SANCTI FELICIS DIEM CLAUSI
Finché riuscii a farlo con onore, coltivai la giustizia e la pace; infine, presi i voti, conclusi i miei giorni nel monastero di San Felice | |
| Pietro II. Candiano | 932–939 | COMACLUM EXPUGNAVI IVSTINOPOLIM CENSUARIAM FECI
Espugnai Comacchio, resi tributaria Capodistria | |
| Pietro Particiaco/Badoer | 939–942 | MULTA BERENGARIUS MIHI PRIVILEGIA FECIT. IS QUOQUE MONETAM CUDERE POSSE DEDIT
Berengario mi concesse molti privilegi*. Egli diede anche la possibilità di coniare moneta | |
| Pietro III. Candiano | 942–959 | SUB ME RELIQIÆ SANCTI IOANNIS BRAGORÆ ECCLESIÆ DEPONUNTUR OBII PAULO POST SUBSTITUTUM FILIUM
Sotto di me furono deposte le reliquie di San Giovanni nella chiesa della Bragora. Morii poco dopo essere stato sostituito dal figlio. | |
| Pietro IV. Candiano | 959–976 | A POPULO SPRETUS DUX ELIGOR OCCIDOR FERRO
Disprezzato dal popolo, sono eletto doge e sono ucciso con le armi. | |
| Pietro Orseolo | 976–978 | HOSPITALE SANCTI MARCI PRIOR ÆDIFICAVI DEINDE MONACUS FACTUS MIRACULA PLURIMA EGI
Ho dapprima eretto l’ospizio di San Marco, poi, divenuto monaco, ho compiuto moltissimi miracoli. | |
| Vitale Candiano | 978–979 | CIVES DISCORDES SEDO MORIOR MONACATUS
Placo i cittadini oppositori, muoio in veste di monaco. | |
| Tribuno Memmo | 979–991 | REGIS AB INSIDIIS DEFENDENS IMPERIALIS, / OTTHONIS PATRIAM PONDERA MU[L]TA TULI
Sopportai molti fardelli nel difendere la patria dalle insidie del re ed imperatore Ottone | |
| Pietro II. Orseolo | 991–1009 | SUBIUGO DALMATIAM COMMUNIS COMMODITATE / SPONTE BONA MULTI COLLA DEDERE IUGO
Sottometto la Dalmazia nell’interesse del Comune, molti spontaneamente si arresero in modo pacifico. | |
| Ottone Orseolo | 1009–1026 | MARTE GRADUM REDIMENS QUEM VI PATRIARCHA TENEBAT / URBIS AQUILEIÆ DEMUM DE SEDE REPELLOR
Liberando con la guerra Grado, che il patriarca della città di Aquileia occupava con la forza, sono infine scacciato dal trono | |
| Pietro Centranigo/Barbolano | 1026–1032 | PRÆCESSORE MEO PRIVATO SCEPTRA GUBERNO
Dopo che il mio predecessore fu privato del governo, tengo io il comando | |
| Orso Orseolo | 1031/1032 | HOTTONEM FRATREM SUPPLET PATRIARCHA GRADENSIS / DONEC AB EXILIO DEFUNCTUM COMPERIT ESSE
Patriarca di Grado, sostituisce il fratello Ottone finché scopre che è morto in esilio | |
| Domenico Orseolo | 1032 | VIVUS AB HAEREDE REXI UNA LUCE DUCATUM
Unico superstite della stirpe, governai il ducato per un solo giorno | |
| Domenico Flabanico | 1032–1043 | SUB ME SALUBRE DECRETUM FIT NE QUIS CONSORTEM SEU SUCCESSOREM IN DUCATU SIBI VIVENS FACIAT
Durante il mio governo è promulgato il salutare decreto per cui nessuno, in vita, possa eleggere il proprio coreggente o successore nel ducato. | |
| Domenico I. Contarini | 1043–1071 | BELLO CONVICTAM IADRAM CASTIGO REBELLEM
Con la guerra punisco la ribelle e colpevole Zara | |
| Domenico Silvo | 1071–1084 | OBSESSUM REPULI GUISCARDUM MARTE ROBERTUM / DYRRACHII HINC DOMINUM ME VOCAT PRAESUL ALEXIS
Respinsi con le armi Roberto il Guiscardo che assediava Durazzo e per questo l’imperatore Alessio mi riconosce signore | |
| Vitale Falier | 1084–1096 | CLARE FIT OCCULTUM CORPUS MIHI SANCTI MARCI
Mi apparve in modo chiaro il corpo nascosto di San Marco | |
| Vitale Michiel I. | 1096–1102 | PISANAM CLASSEM SACRÆ TELLURIS UT HOSTES / PRÆPOSITUM CHAYFAM ÆGYPTI IURE REPULSI
Respinsi a buon diritto la flotta dei Pisani come nemici della Terrasanta e occupai Haifa in Egitto. | |
| Ordelaffo Falier | 1102–1118 | ADDO CROATIAM TITULO IUNGOQUE DUCALI
Aggiungo al dominio la Croazia e la collego al titolo ducale | |
| Domenico Michiel | 1118–1130 | TIRUM CUM SYRIA TIBI CHRISTE REDEMI
In onor tuo, Cristo, riscattai di persona Tiro con la Siria. | |
| Pietro Polani | 1130–1148 | FANUM SUB ME TRIBUTARIUM EFFICITUR, MONASTERIA SANCTORUM CLEMENTIS ET IACOBI DE PALUDE CONSTRUUNTUR
Sotto di me Fano è resa tributaria; sono eretti i monasteri dei santi Clemente e Giacomo in Paludo. | |
| Domenico Morosini | 1148–1156 | SUB ME ADMIRANDI OPERIS CAMPANILE SANCTI MARCI CONSTRUITUR ET UNIVERSÆ ISTRIÆ TRIBUTA RENOVANTUR
Sotto di me si edifica il campanile di San Marco, opera meravigliosa, e si rinnovano i tributi di tutta l’Istria | |
| Vitale Michiel II. | 1156–1172 | IMPERIUM VASTO TRIREMIBUS UNDIQUE MISSIS / URBIS AQUILEIÆ PATRIARCHAM TRADO TRIBUTIS
Devasto l’impero con le triremi inviate da ogni parte; assoggetto ai tributi il patriarca della città di Aquileia | |
| Sebastiano Ziani | 1172–1178 | DUCATUM TITULIS DOTAVI INGENTIBUS ATQUE / PAPA LIBER MINIS FIT FEDERICE TUIS
Dotai il ducato di grandi titoli d’onore e il papa è reso libero dalle tue minacce, o Federico | |
| Orio Mastropiero | 1178–1192 | DUCATUM LINQUO MONACHUS VIVO MORIORQVE
Lascio il ducato; vivo e muoio da monaco | |
| Enrico Dandolo | 1192–1205 | HENRICO DUCI EST TITULUS QUARTÆ PARTIS ET DIMIDIÆ, TOTIUS IMPERII ROMANIÆ DOMINATORIS
Il doge Enrico ebbe il titolo di signore della quarta parte e mezza di tutto l’impero di Romania | |
| Pietro Ziani | 1205–1229 | BELLIPOTENS TANDEM MIHI SUBDITUR INSULA CRETÆ
Sottomisi finalmente la bellicosa isola di Creta. | |
| Jacopo Tiepolo | 1229–1249 | ARMIS RECUPERO IADRAM LEGESQUE REFORMO
Riconquisto Zara con le armi e riformo le leggi. | |
| Marino Morosini | 1249–1252 | PRIMICERIUM BACULO MITRAQUE ORNAVI
Dotai il primicerio di bastone pastorale e di mitra | |
| Renier Zen | 1253–1268 | EX ACRI PULSOS GENUENSES DAT MARE VICTOS
Il mare consacra la sconfitta dei Genovesi già respinti da Acri. | |
| Lorenzo Tiepolo | 1268–1275 | CLAUSTRA MARINA TUENS PROFLIGO BONONIENSES
Proteggendo i confini sul mare, sconfiggo i Bolognesi. | |
| Jacopo Contarini | 1275–1280 | FIT IUSTINOPOLIS VENETORUM SUBDITA FRENIS
Capodistria è sottoposta al dominio dei Veneziani. | |
| Giovanni Dandolo | 1280–1289 | INSULA PIRANIUM SUBDUNTUR. CUDO DUCATUM
Vengono assoggettate Isola d’Istria e Pirano. Faccio coniare il ducato | |
| Pietro Gradenigo | 1289–1311 | A FACIENDO SALEM PADUANOS MARTE REPULSI / URBEM PURGAVI PROPULSIS SEDITIOSIS
Con la guerra dissuasi i Padovani dal produrre sale. Liberai la città cacciando i sobillatori. | |
| Marino Zorzi | 1311–1312 | TEMPORE MEO REXI IADRAM ET REBELLANTEM PERDOMUI
Nel mio tempo governai Zara e ne domai la ribellione. | |
| Giovanni Soranzo | 1312–1328 | TRAGURIUM SPALATUM ET SIBINICUM SUBIUGAVI
Sottomisi Trau, Spalato e Sebenico. | |
| Francesco Dandolo | 1328–1339 | MARCHIA TOTA DIU MECUM BELLANDO SUBACTA / TARVISIUM TANDEM SUB MEA IURA DEDI
Assoggettata tutta la Marca in una guerra da me a lungo combattuta, portai infine Treviso sotto la mia giurisdizione | |
| Bartolomeo Gradenigo | 1339–1342 | PACIFICE REXI PUBLICUMQUE ET MENTE PROTEXI
Governai pacificamente lo Stato e lo difesi in modo assennato | |
| Andrea Dandolo | 1343–1354 | ALTA TRIUM PROBITAS MIHI QUARTO SUGGERIT INSTAR, / QUI DE DANDULEA PROLE FUERE DUCES
La grande onestà che aveva accompagnato già tre dogi della famiglia Dandolo, mi accreditò al posto di quarto. | |
| Marino Falier | 1354–1355 | HIC EST LOCUS MARINI FALETRO DECAPITATI PRO CRIMINIBUS
Questo luogo è di Marin Falier che per i suoi crimini fu decapitato | |
| Giovanni Gradenigo | 1355–1356 | MEMORIA ET IURIS PERITIA CLARUI CUM IANUENSIBUS UTILE FŒDUS INII
Mi distinsi per la profonda conoscenza e l’esperienza giuridica. Strinsi un utile patto con i genovesi. | |
| Giovanni Dolfin | 1356–1361 | TARVISIUM OBSIDIONE LIBERUM FECI PACE CUM HUNGARIS FACTA
Liberai Treviso dall’assedio, stipulai la pace con gli Ungari | |
| Lorenzo Celsi | 1361–1365 | E MARI DUX VOCOR CRETÆ LIBERATOR OPIMÆ
Dalla parte del mare sono acclamato doge, liberatore della fertile Creta. | |
| Marco Corner | 1365–1368 | RESIDUA REBELLANTIS CRETÆ FUNDITUS EXTINXI
Estirpai dalla radice ogni residua ribellione di Creta. | |
| Andrea Contarini | 1368–1382 | ME NULLA TACEBIT ÆTAS, CUM IANUENSES PROFLIGAVERIM CLODIAMQUE RECEPERIM, ET A MAXIMIS PERICULIS PATRIAM LIBERAVERIM
Nessuna epoca dimenticherà il mio nome, dal momento che sconfissi i Genovesi, liberai Chioggia e salvai la patria dai peggiori pericoli. | |
| Michele Morosini | 1382 | PAUCA DAMUS PATRIÆ FESTINA MORTE REPRESSI
Poco possiamo dare alla patria, colpiti da una morte precoce. | |
| Antonio Venier | 1382–1400 | CRETÆ PRÆFECTUS DUX ELIGOR MEQUE AUCTORE UNICUS IN VINCULIS DAMNATUR FILIUS ET SI TRISTE SALUBRE TAMEN EXEMPLUM IUSTITIÆ POSTERITATI MANDANDUM
Sono eletto doge mentre sono al comando di Creta e per mia iniziativa l’unico mio figlio è condannato al carcere; anche se doloroso, è tuttavia questo un fruttuoso esempio di giustizia da tramandare ai posteri. | |
| Michele Steno | 1400–1413 | SUB ME CAPTA VENIS IANUENSIS PLURIMA CLASSIS / SAXOSA ET DOMINUM ME NOSTI PULCHRA VERONA / TU QUOQUE PATAVIUM ET TU VICENTINA PROPAGO
Sotto di me vieni catturata, numerosa flotta di Genova; e mi riconoscesti come signore, tu, bella Verona, voi luoghi montuosi, e anche tu, Padova, e tu, stirpe vicentina. | |
| Tommaso Mocenigo | 1414–1423 | HUNGAROS BELLO DOMUI TURCARUM CLASSEM / DELEVI PIRATAS [UBIQUE] FUGAVI IMPERIO NOSTRO / TRAGURIUM SPALATUM CATARUM FELTRUM CENETAMQUE
Vinsi in guerra gli Ungari, sbaragliai la flotta dei Turchi, misi in fuga i pirati, aggiunsi al nostro dominio Trau, Spalato, Cattaro, Feltre e Ceneda | |
| Francesco Foscari | 1423–1457 | POST MARE PERDOMITUM POST URBES MARTE SUBACTAS / FLORENTEM PATRIAM LONGÆVUS PACE RELIQUI
Dopo aver soggiogato il mare, dopo aver preso in guerra molte città, da vecchio lasciai la patria fiorente in pace. | |
| Pasquale Malipiero | 1457–1462 | ME DUCE PAX PATRIÆ DATA EST ET TEMPORA FAUSTA
Essendo io doge, la patria ebbe pace e tempi di prosperità | |
| Cristoforo Moro | 1462–1471 | IUSTITIAM COLUI PIUS ET SI FATA FUISSENT PRO PATRIA IN TURCAS DUX MORITURUS ERAM
Da uomo pio coltivai la giustizia, e da doge, se il destino fosse stato propizio, sarei morto per la patria combattendo i Turchi | |
| Niccolò Tron | 1471–1473 | HIC THRONUS ÆTHEREIS DUX EST DEMISSUS AB ASTRIS / UT PERSAM VENETIS VINCIRET FOEDERE SANCTO
Questo doge è Tron, calato dalle sfere celesti perché legasse il Persiano ai Veneti con un patto sacrosanto. | |
| Nicolò Marcello | 1473–1474 | ME POPULI PIETAS ET OPES EXPONERE MOVIT / ET VITAM CIVES COLUERE SCODRAMQUE RECEPI / OBSESSAM TURCIS SERVAVI IN PACE LATINOS
L’amore per il popolo mi spinse ad offrire sia le ricchezze che la vita e a trattare i cittadini con rispetto. Liberai Scutari assediata dai Turchi, conservai la pace tra i Latini. | |
| Pietro Mocenigo | 1474–1476 | ILLE EGO QUI PHRYGIAS URBES ASIÆQUE POTENTIS / OPPIDA, QUI CILICUM CLASSEM CYPRUMQUE RECEPI / AEQUORA PIRATIS SCODRAM OBSIDIONE LEVAVI / PATRUM CONSENSU POPULI DUX VOCE CREATUS
Sono io che ripresi le città della Frigia e le fortezze della potente Asia e Cipro e la flotta dei Cilici. Liberai le distese marine dai pirati e Scutari dall’assedio. Con il consenso dei senatori fui creato doge per acclamazione di popolo | |
| Andrea Vendramin | 1476–1478 | SENIO IAM CONFECTUS REMPUBLICAM DIUTURNO BELLO VEXATAM INTREPIDE GUBERNAVI, DOMI IUSTITIAM ADEO COLUI UT PROPRIO NEC PEPERCERIM FILIO, FORIS QUIDEM NAUPACTUM FORMIDANDA HOSTIUM OBSIDIONE LEVAVI
Ormai stremato dalla vecchiaia, governai intrepidamente la Repubblica afflitta da una lunga guerra. All’interno perseguii la giustizia al punto che non risparmiai mio figlio, all’esterno salvai Lepanto da un terribile assedio dei nemici. | |
| Giovanni Mocenigo | 1478–1485 | HIC BELLUM HERCULEUM ESTINXIT. ITALIAM TOTAM TERRA MARIQUE FURENTEM REPRESSIT, IMPERIUM AUXIT AUCTUMQUE RELIQUIT
Questi pose fine alla guerra contro Ercole d’Este, represse le violenze che agitavano l’Italia per terra e per mare; estese il dominio e lo lasciò più forte | |
| Marco Barbarigo | 1485–1486 | SERVAVI MORBO PATRIAM BELLOQUE FAMEQUE / IUSTITIAM COLUI, PLUS DARE NON POTUI
Preservai la patria dalla peste, dalla guerra e dalla fame, perseguii la giustizia. Di più non potei dare | |
| Agostino Barbarigo | 1486–1501 | RHETICO BELLO CONFECTO CYPRUM RECEPI FERDINANDUMQUE IUNIOREM IN NEAPOLITANUM REGNUM RESTITUI. HINC MARITIMIS APULIÆ OPPIDIS CREMONA INDE ABDUANAQUE GLAREA IMPERIO, ADIECTIS PUBLICÆ TRANQUILLITATIS CONSERVATOR ACERRIMUS
Conclusa la guerra nel Trentino, provvidi ad annettere Cipro, ricollocai il giovane Ferdinando sul regno di Napoli; aggiunte quindi al dominio le città marittime della Puglia, e poi Cremona e la Ghiera d’Adda, conservai con ogni fermezza la tranquillità pubblica | |
| Leonardo Loredan | 1501–1521 | OMNIUM PROPE EUROPÆ PRINCIPUM IN REMPUBLICAM CONSPIRANTIUM ARMA COMPRESSI LIBEROS ET FORTUNAS PRO REIPUBLICAE INCOLUMITATE DEVOVI EO EXITUUT QUUM NUMQUAM DE REPUBLICA DESPERARIM AB OMNIBUS EUROPÆ REGIBUS OPPUGNATUS UNIVERSO DEMUM BELLO VICTOR EVASERIM
Frenai le armate di quasi tutti i principi d’Europa che cospiravano contro la Repubblica, offrii figli e fortune per la salvezza dello Stato, non perdendo mai la speranza nelle sorti della patria. Combattuto da tutti i re d’Europa, uscii infine vittorioso da un generale conflitto. | |
| Antonio Grimani | 1521–1523 | ATTOLENTIS PREMENTISQUE FORTUNÆ MIRABILES LUDOS SEMPER DESPEXI QUUM INFRACTO ANIMI VIGORE FIRMUS ET CONSTANS AB HOC SALUBRI TEMPERAMENTO ME IPSO MAIOR ET CLARIOR EVASERIM
Disprezzai sempre i sorprendenti capricci della fortuna che innalza e abbatte, rimanendo saldo e costante nell’animo mio vigoroso. Grazie a una salutare capacità di sopportazione superai con le mie forze ogni prova, con onore e fama maggiori. | |
| Andrea Gritti | 1523–1538 | IMPERIUM QUOD ARMATUS FORIS SUMMIS MEIS PERICULIS AMISSUM RESTITUERAM DOMI PRINCEPS ET ACCERRIMIS HOSTIBUS ET FAME SÆPE OPPUGNATUM ITA CONSERVAVI UT NULLA EX PARTE IMMINUTUM MORIENS RELIQUERIM
Quel dominio perduto, che lottando in armi all’esterno, con mio sommo pericolo, avevo recuperato in qualità di principe conservai alla patria. Sebbene oppresso di frequente da acerrimi nemici e dalla carestia, morendo lasciai lo Stato non meno florido in alcuna sua parte. | |
| Pietro Lando | 1539–1545 | PACE CUM SOLYMANO TURCARUM IMPERATORE FACTA, PATRIA AB ANNONÆ CARITATE LIBERATA IMPERIUM VALIDIS MUNITIONIBUS ECREGIE MUNITO OMNIBUS ÆQUUS IN PRIVATAM DOMUM NIHIL PRÆTER GLORIAM INTULI
Dopo aver stretto la pace con Solimano imperatore dei Turchi, liberata amorevolmente la patria dalla carestia, munito egregiamente l'impero di efficaci opere di difesa, imparziale verso tutti, nulla feci acquisire alla mia famiglia, salvo la gloria | |
| Francesco Donà | 1545–1553 | CURIÆ PARTE LUCULENTO ÆDIFICIO EXORNATA DUM RESPUB. SUB MEA SALUTARI TUTELA SECURE ADMODUM RESPIRARET VII PRINCIPATUS ANNO IN UNAM PUBLICÆ SALUTIS ATQUE OPULENTIÆ CURAM EXCUBANTEM MORS OPPRESSIT
Abbellita una parte del Senato con una splendida costruzione, mentre la Repubblica sotto la mia salutare tutela viveva pienamente sicura, la morte mi colpì nel VII anno di principato, mentre ero tutto rivolto a vigilare sulla sicurezza e sulla ricchezza pubblica. | |
| Marcantonio Trevisan | 1553–1554 | RELIGIONIS AMANTISSIMUS ANNO CIRCUMACTO MORIENS IN GREMIO PATRUM ANTE ARAS IN COELUM UNDE VENERAM VITÆ INTEGER EVOLAVI
Della religione amatissimo, morendo dopo un anno davanti all’altare e nel grembo dei nostri padri, per la vita integerrima volai in cielo, donde ero venuto. | |
| [8] | Francesco Venier | 1554–1556 | BIENNIUM MAGNA ANIMORUM PROPENSIONE CUM IN PRINCIPATU VIXERIM NON SINE ABSOLUTA PIETATIS AC IUSTITIÆ LAUDE BONAM SFORTIAM ATQUE ARAGONIAM POLONIE REGINA IN ITALIAM ADVENTATEM NULLO NON HONORIS GENERE EXCEPI
Avendo vissuto da doge un biennio con grande apprezzamento degli animi, non senza la fama illimitata di pietà e giustizia, accolsi con tutti gli onori Bona Sforza d’Aragona, regina di Polonia, quando giunse in Italia. |
| Lorenzo Priuli | 1556–1559 | OPTIMARUM ARTIUM STUDIIS CLARUS PESTILENTI LUE SEDATA ADMIRABILI PRUDENTIA ADMINISTRATA REPUB. PONTIFICEM AC CAESAREM NEAPOLITANO BELLO DISTRACTOS IN PRISTINAM AMICITIAM REDUXI
Insigne nello studio delle migliori arti, sedata la perniciosa peste, amministrata con ammirevole saggezza la Repubblica, riportai ai precedenti rapporti amichevoli il papa e l’imperatore che si erano allontanati a causa della guerra napoletana. | |
| Gerolamo Priuli | 1559–1567 | CLEMENTIAE CULTOR ET SAEVITIAE DETESTATOR ACERRIMUS PRINCIPATUM ANIMI CANDORE LIBERALIS INGENII BONITATE AC RELIGIONE FRATERNAE VIRTUTIS AEMULUS SUSCEPI
Cultore della clemenza e acerrimo nemico della crudeltà, assunsi il principato con animo candido, con indole buona e generosa, con religione emulo della virtù fraterna. | |
| Pietro Loredan | 1567–1570 | INUSITATA ANNONAE PENURIA FRUMENTO SUMMA PRUDENTIA IMPORTATO PUBLICI NAVALIS INCENDIO COMPRESSO TURCICUM BELLUM CONSTANTER SUSCEPI SIC UT NON DUBIAE VICTORIAE SPE MAXIMA EIUS CONFICIUNDI OPPORTUNITAS PARARETUR
Importato il frumento con grande previdenza di fronte ad una straordinaria carestia, sedato l’incendio del pubblico Arsenale, sostenni con fermezza la guerra contro i Turchi, così che, confidando al massimo in una sicura vittoria, si presentò l’opportunità di condurla al termine. | |
| Alvise Mocenigo I. | 1570–1577 | DEPULSA FAME CONSOCIATIS CHRISTIANORUM PRINCIPUM VIRIBUS SELYMI TURCARUM REGIS CLASSE PROFLIGATA ATQUE INDE VICTORIA UNA OMNIUM NOBILISSIMA PARTA SERVATORI DEO AEDE DICATA URBE BELLO FAME INCENDIO PESTILENTIA LIBERATA REMP. FLORENTEM RELINQUIMUS
Allontanata la carestia, unite le milizie dei principi cristiani, sconfitta la flotta del re turco Selim e di lì scaturita una notevolissima vittoria comune, consacrato un tempio a Dio Salvatore, liberata la città dalla guerra, dalla fame, dall'incendio, dalla pestilenza, lasciamo la Repubblica fiorente. | |
| Sebastiano Venier | 1577–1578 | LAUREAM SERVATAE PATRIAE QUAM ARMATUS IMPERATOR AD ECHINADAS IN TRIUMPHUM RETULERAM PRINCEPS UNA OMNIUM SENTENTIA CREATUS ITA CIVILI MODERATIONE MUNIVI UT DUBIUM RELIQUERIM FUERIM NE IN REPUB. ADMINISTRANDA PRINCEPS IUSTIOR ET SANCTIOR, AN IN REBUS BELICIS FORTIOR ET FELICIOR IMPERATOR
La gloria della patria salvata, che da comandante dell’armata navale avevo riportato in trionfo alle Echinadi, eletto principe per unanime consenso, con tanta saggezza convalidai, da lasciare il dubbio se vi sia mai stato principe più giusto e più onesto nell’amministrazione della Repubblica oppure comandante più forte e capace in guerra. | |
| [9] | Nicolò da Ponte | 1578–1585 | NICOLAUS DA PONTE
Nicolò da Ponte |
| [10] | Pasquale Cicogna | 1585–1595 | BELLO UNDIQUE FERVESCENTE PACEM SERVAVI ET EX SUBLICIO RIVOALTI PONTEM COMPEGI, CARCERUM FORTIA PROCERUMQUE TECTA AMPLIAVI PALATIONES URBIS ET PALMÆ FUNDAMENTA IECI
Mentre ovunque imperversava la guerra, mantenni la pace e, dalla preesistente struttura in legno, completai il rifacimento del ponte di Rialto. Ampliai le case dei magistrati e la struttura delle prigioni, aumentai gli edifici pubblici della città e gettai le fondamenta di Palma. |
| [11] | Marino Grimani | 1595–1605 | MARINO GRIMANI CREATO 1595
Marino Grimani eletto nel 1595. |
| [12] | Leonardo Donà | 1606–1612 | Utramque expertus fortunam, integram principis faciem præbui, non minus adversis, quam prosperis clarus. omina infelicia vana effeci providentia: potentissimas classes una sola obiecta navi deterui
Dopo aver provato sia la buona che la cattiva sorte, offrii un’immagine integra di principe, egualmente insigne nelle avversità come nei successi; vanificai infelici presagi con preveggenza. Contrastai le più potenti flotte mostrando una sola nave.[13] |
| [14] | Marcantonio Memmo | 1612–1615 | M. ANTONIUS MEMMUS, SUIMET CUNCTAR[UM]. FERE CONTINENTIS (BIS ETIAM) URBIUM, HINC PATRIE, RECTOR. M.D.CXII.
Marcantonio Memmo dapprima rettore di quasi tutte le città della terraferma (persino anche due volte**), quindi della patria, nel 1612 |
| [15] | Giovanni Bembo | 1615–1618 | IOANNES BEMBO SANGUINEM HOSTESQUE FUDI. MARIS IMPERIUM OBII LUBENS PRO PATRIA OBITURUS
Giovanni Bembo, versai il sangue e sbaragliai i nemici. Assunsi il comando del mare, sarei morto volentieri per la patria |
| [16] | Nicolò Donà | 1618 | PACE PARTA ANNONA CURATA NEFARIA PRODITIONE PRÆVECTA INTRA XXXIIII DIEM PRINCIPATU ET VITA FUNCTUS
Procurata la pace, sanata la carestia, posto riparo ad un nefando tradimento, nello spazio di 34 giorni terminai vita e principato. |
| [17] | Antonio Priuli | 1618–1623 | PRINCIPATUM IAMDIU MERITUM ABSENS OBTINUIT ET VIRTUTE GESSIT P. P. F. OBIIT
Pur trovandosi lontano dalla patria ottenne il dogado già da tempo meritato, e lo resse valorosamente. Morì da padre della patria. |
| [18] | Francesco Contarini | 1623–1624 | PRINCIPATUM SOLA VIRTUTIS ADMIRATIONE SPONTE OBTULIT PATRIA MDCXXIIII
La patria gli consegnò volentieri il governo mossa unicamente dall’ammirazione del suo valore. 1624. |
| [19] | Giovanni I. Corner | 1625–1629 | IOANNES CORNELIUS QUI PRINCIPATUM ULTRO SIBI A PATRICYS OBLATUM ITA EXERCUIT UT CONTENTIO FUERIT UTER ALTER PATRIÆ ÆMULATOR MAGIS BONUM PUBLICUM ADAMARET
Giovanni Corner esercitò il potere, spontaneamente offertogli dai patrizi, in modo tale che vi fu disputa su quale dei due nemici della patria amasse di più il bene pubblico. |
| [20] | Nicolò Contarini | 1630–1631 | NICOLAUS CONTARENUS REMPUBLICAM BELLO PESTE FAME VEXATAM INVICTA VIRTUTE SUSTINENS AD COELUM EVOLAVIT
Nicolò Contarini salì al cielo dopo aver retto con insuperabile valore la Repubblica afflitta da guerra, peste e carestia. |
| [21] | Francesco Erizzo | 1631–1646 | FRANC. ERIZZO INCLITUS DUX CLASSIS IMPERATUR ELECTUS MDC.XLVI
Francesco Erizzo, illustre doge, eletto comandante supremo della flotta nel 1646 |
| [22] | Francesco Molin | 1646–1655 | FRANCISCUS MOLIN DUX INTERNIS PERICULIS INTACTUS CUPIDITATI VIDIT EX SUPERIORE LOCO TERRAM ET MARE VIDET EX ÆCQUO COELUM
Francesco Molin doge, non toccato dalla cupidigia nelle difficoltà interne, osservò la terra e il mare da un luogo superiore. Vede ora parimenti il cielo |
| [23] | Carlo Contarini | 1655–1656 | CAROLUS CONTARENUS ANNO MDCLV ELECTUS AD CELVM PROGREDIENS OBIIT 1656
Carlo Contarini eletto nell’anno 1655, morì, salendo al cielo, nel 1656 |
| [24] | Francesco Corner | 1656 | FRANCISCUS CORNELIUS DUX VENET. IOANNIS DUCIS FILIUS IUSTITIA CLARUS PIETATE RARUS PRINCEPS QUIDEM INVITUS MAGIS TAMEN INVICTUS OBIIT ANNO DOMINI MDCLVI, DIE VERO SUI PRINCIPATUS DECIMONONO
Francesco Corner, doge dei Veneziani. Figlio del doge Giovanni, per giustizia chiaro, per pietà raro. Fatto doge contro il suo volere, ancor meglio uscì invitto dal potere. Morì nell’anno del Signore 1656, precisamente nel 19° giorno del suo principato. |
| [25] | Bertuccio Valier | 1658–1658 | BERTUCCIUS VALERIO PRUDENTIA, ELOQUENTIA, LIBERALITATE CLARUS ANNONÆ AFFLUENTIA, ET CLASSIUM EVENTU REIPUBLICÆ AUSPICANTISSIMUS OBIIT. M.D.CLVIII PRINCIPATUS ANNO SECUNDO
Bertucci Valier illustre per saggezza, eloquenza e liberalità, benemerito della Repubblica per abbondanza degli approvvigionamenti e per le vittorie navali, morì nel 1658, suo secondo anno di governo. |
| [26] | Giovanni Pesaro | 1658–1659 | IOANNES PISAURUS DUX VENETIARUM CRETAM CONSILIO ÆRE ET ARMIS SUSTINENS, PATRIÆ FELICITATI DE TURCICO BELLO IN EVROPEE PACIS ORTU FAUSTUM OMEN RELIQUI, KAL OCTOB. MDCLIX
Giovanni Pesaro doge di Venezia, sostenendo Creta con consiglio, denaro e armi, alla felicità della patria impegnata nella guerra turca lasciai un buon auspicio al sorgere della pace in Europa. Primo di ottobre 1659. |
| [27] | Domenico II. Contarini | 1659–1675 | DOMINICUS CONTARENUS, BELLO CRETICO SÆVIENTI FORTUNÆ INVICTUM ANIMI ROBUR SPEMQUE OPTIMAM OPPOSUIT PACEQUE DIVINITUS PARTA PIETATE AC IUSTITIA, FESSIS REBUS SUBVENIENS, NONAGENARIUS DECESSIT, ANNO MDCLXXIV
Domenico Contarini, mentre era in corso la guerra di Creta, oppose alla sorte che infieriva l’invincibile forza del suo animo e una lungimirante fiducia. Ottenuta la pace per divino volere, provvide alle difficoltà della patria con devozione e giustizia; morì novantenne nell’anno 1674. |
| [28] | Niccolò Sagredo | 1675–1676 | NICOLAUS SAGREDUS QUEM PRIVATUM VOTIS PRINCIPEM ADMIRATIONE FATO FUNCTUM LACRIMIS PROSECUTI SUNT OMNES
Nicolò Sagredo, che tutti accompagnarono da privato cittadino con i loro voti, da principe con l’ammirazione, da morto con le lacrime. |
| [29] | Alvise Contarini | 1676–1684 | ALOISIUS CONTARENUS DUX VENETIARUM CREATUS DIE XXVI AUGUSTI MDCLXXV VIXIT IN PRINCIPATU ANNIS VII OBIIT DIE XV IANUARII MDCLXXXIII ÆTATIS SUÆ ANNO LXXXIII
Alvise Contarini, doge di Venezia, creato il 26 agosto 1675, morì nel 7° anno di principato il 15 gennaio 1683 all’età di 83 anni |
| [30] | Marcantonio Giustinian | 1684–1688 | MARCUS ANTONIUS IUSTINIANUS, DUX VENETORUM, QVI ADVERSUS IRRUENTEM TURCAM CUM TERCENTIS MILLIBUS BELLATORUM, IN NECEM CHRISTIANAE RELIGIONIS, IMMISSA CLASSE: LEUCATE USQVE IN ACARNANIAM, NICOPOLI, AMBRACII SINU, TOTAQUE PELOPONNESO PROVINCIIS OCTO PENINSULA GRANDI, INTER PATRAS ET NAUPACTUM GRAVIDA MARI, SPOLIAVIT BARBAROS. IN SINU RHIZONICO CASTRUM NOVUM SUO ADIECIT IMPERIO. OBIIT ANNO SALUTIS MDCLXXXVIII, AETATIS LXX, PRINCIPATUS IV, ANNONAE FELICITATE ETIAM MARTE SAEVIENTE RELICTA
Marcantonio Giustinian doge dei Veneti: colui che, inviata la flotta contro l’invasore turco forte di trecentomila combattenti per la distruzione della religione cristiana, depredò i barbari a Leucade fino in Acarnania, Nicopoli, stretto Ambracio (Dardanelli), in tutta la penisola del Peloponneso con otto province, nel grande mare tra Patrasso e Naupatto. Aggiunse al suo dominio la nuova fortezza nel golfo Rizonico (Cattaro). Morì nell’anno 1688, all’età di 70 anni, nel quarto anno di principato, avendo lasciato abbondanza di viveri anche nell’infuriare della guerra. |
| [31] | Francesco Morosini | 1688–1694 | FRANCISCUS MAUROCENUS PELOPONNESIACUS
Francesco Morosini il Peloponnesiaco. |
| [32] | Silvestro Valier | 1694–1700 | SYLVESTER VALIERO BERTUCY DUCIS FILIUS MAGNUS IN PATRE MAXIMUS IN SE IPSO
Silvestro Valier, figlio del doge Bertucci, grande per via del padre, ancor più per i suoi meriti. |
| [33] | Alvise Mocenigo II. | 1700–1709 | ALOYSIUS DE MOCENICA GENTE DUX QUINTUS
Alvise doge quinto della stirpe Moceniga. |
| [34] | Giovanni II. Corner | 1709–1722 | IOANNES CORNELIUS NEPOS FRANCISCI PRONEPOS IOANNIS VENET. PRINCIPUM A. MDCCXXII
Giovanni Corner nipote di Francesco, pronipote di Giovanni, dogi di Venezia. Anno 1722. |
| [35] | Alvise Mocenigo III. | 1722–1732 | ALOYSIUS MOCENIGO TER.
Alvise Mocenigo Terzo |
| [36] | Carlo Ruzzini | 1732–1735 | CAROLUS RUZINI DUX VEN.M CXIII
Carlo Ruzzini 113° doge dei Veneziani |
| [37] | Alvise Pisani | 1735–1741 | ALOYSIUS PISANI DUX VEN. M.DCCXLI
Alvise Pisani doge dei veneziani. 1741 |
| [38] | Pietro Grimani | 1741–1752 | PETRUS GRIMANI DUX V. 1752
Pietro Grimani doge dei veneziani. 1752. |
| [39] | Francesco Loredan | 1752–1762 | FRANCISCUS LAUREDANO DUX VEN. MDCCLXII
Francesco Loredan doge dei Veneti, 1762 |
| [40] | Marco Foscarini | 1762–1763 | MARCUS FOSCARENUS DUX VEN. MDCCLXIII
Marco Foscarini doge di Venezia. 1763 |
| [41] | Alvise Mocenigo IV. | 1763–1779 | ALOYSIUS MOCENICUS IV: DUX VEN.M ELECTUS MDCCLXIII [...]
Alvise Mocenigo IV, doge di Venezia eletto nel 1763[42] |
| [43] | Paolo Renier | 1779–1789 | PAULUS REINERIUS DUX VENETIARUM ELECTUS FUIT DIE DECIMAQUARTA MENSIS JANUARII ANNO MDCCLXXVIII
Paolo Renier doge di Venezia fu eletto il giorno 14 gennaio 1778[44] |
| [45] | Ludovico Manin | 1789–1797 | LUDOVICUS MANIN
Ludovico Manin |
Siehe auch
Literatur
- Paolo Mastandrea, Sebastiano Pedrocco: I dogi nei ritratti parlanti di Palazzo Ducale a Venezia, Cierre, Sommacampagna 2017 (online, PDF). ISBN 978-88-8314-902-3
- Annette Weber: Venezianische Dogenporträts des 16. Jahrhunderts (=Studi. Schriftenreihe des Deutschen Studienzentrums in Venedig / Centro Tedesco di Studi Veneziani, Bd. 10), Diss. Freiburg 1984, Jan Thorbecke, Sigmaringen 1993 (skizziert auch die Entwicklung seit dem 12. Jahrhundert).
Weblinks
Anmerkungen
- ↑ Sotto questo Doge fu fatta dipingere la Sala grande del maggior Consiglio, attorno di sopra tutti i Dogi co’ brevi in mano e coll’arme.
- ↑ … in fin della sua vita fò pricipiado à depenzer la Sala Grande del Gran Consegio. Fò depento m[esier] Marco Corner in la Sala del Ducal Palazzo insieme coi altri Dosi, foli messo uno Brieve in man, in el qual dise cusi.
- ↑ Giulio Lorenzetti: Ritratti di dogi in Palazzo Ducale, in: Rivista di Venezia 12 (1933) 387–398.
- ↑ Francesco Sansovino: Venetia città nobilissima et singolare. Descritta già in XIIII libri [...] et hora con molta diligenza corretta, emendata, e più d’un terzo di cose nuove ampliata dal M.R.D. Giovanni Stringa, Venedig 1604, f. 251r (Erstausgabe 1581) (online, PDF).
- ↑ Paolo Mastandrea, Sebastiano Pedrocco: I dogi nei ritratti parlanti di Palazzo Ducale a Venezia, Cierre, Sommacampagna 2017, S. 9 f.
- ↑ Paolo Mastandrea, Sebastiano Pedrocco: i Doge nei ritratti parlanti di Palazzo Ducale a Venezia, Cierre, Sommacampagna 2017 (online, PDF).
- ↑ Taucht unter den Dogenporträts doppelt auf, wohl wegen seiner Wiederwahl.
- ↑ Letztes Gemälde im Großen Saal.
- ↑ Erstes nicht von Domenico Robusti geschaffenes Porträt, sondern von Pietro Bellotti (1625-1700) - zugeschrieben.
- ↑ Pietro Bellotti zugeschrieben.
- ↑ Pietro Bellotti zugeschrieben.
- ↑ Ursprünglich von Marco Vecellio (1545-1611), Text nur in anderen Quellen überliefert, Pietro Bellotti zugeschrieben.
- ↑ nicht mehr vorhanden, nur in Quellen überliefert.
- ↑ Pietro Bellotti zugeschrieben.
- ↑ Domenico Tintoretto.
- ↑ Domenico Tintoretto.
- ↑ Domenico Tintoretto.
- ↑ Domenico Tintoretto.
- ↑ Domenico Tintoretto.
- ↑ Domenico Tintoretto.
- ↑ Pietro Muttoni (1605 – etwa 1678).
- ↑ Anonymus.
- ↑ Girolamo Forabosco (1605-1679).
- ↑ Joseph Heintz il giovane (1600-1678).
- ↑ Pietro Liberi (1605-1687).
- ↑ Girolamo Forabosco (1605-1679).
- ↑ Pietro Bellotti (1625-1700).
- ↑ Andrea Celesti (1637-1712).
- ↑ Antonio Zanchi (1631-1722).
- ↑ Sebastiano Bombelli (1635-1719).
- ↑ Louis Dorigny (1654-1742).
- ↑ Antonio Zanchi (1631-1722).
- ↑ Gregorio Lazzarini (1655-1730).
- ↑ Gregorio Lazzarini (1655-1730) oder Pietro Uberti (1671-1762).
- ↑ Antonio Balestra (1666-1740).
- ↑ Girolamo Brusaferro (1679-1745).
- ↑ Francesco Salvatore Fontebasso (1709-1769).
- ↑ Francesco Salvatore Fontebasso (1709-1769).
- ↑ Jacopo Guarana (1720-1808).
- ↑ Jacopo Guarana (1720-1808).
- ↑ Jacopo Guarana (1720-1808).
- ↑ Teils entfernt, um das Bild in eine Nische einzupassen.
- ↑ Girolamo Prepiani (1780-1820), signiert.
- ↑ more veneto.
- ↑ Girolamo Prepiani (1780-1820).