Dobrzyca (Wałcz)

Dobrzyca
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Dobrzyca
Basisdaten
Staat: Polen Polen

Woiwodschaft: Westpommern
Powiat: Wałcz
Gmina: Wałcz
Geographische Lage: 53° 24′ N, 16° 25′ O
Einwohner:

Dobrzyca (deutsch Döberitzfelde) ist ein Ortsteil der Ortschaft Rudki in der polnischen Woiwodschaft Westpommern. Der Ort liegt in der Gmina Wałcz im Powiat Wałecki am Fluss Dobrzyca und gehört zum Schulzenamt (Sołectwo) Rudki.

Die Gründung des Dorfes Dobrzyca erfolgte in den 1850er Jahren. Erwähnungen der Ortschaft lassen sich jedoch bereits früher nachweisen, so beispielsweise auf der Karte Preußens aus dem Jahr 1806, verfasst von Friedrich Leopold von Schroetter.

Während der Ära des Deutschen Kaiserreichs (1870–1914) befand sich Dobrzyca in Westpreußen und war dem Regierungsbezirk Marienwerder (heute Kwidzyn) zugeordnet. Die administrative Zuständigkeit lag beim Landkreis Deutsch Krone (dem heutigen Wałcz) sowie beim Standesamt und der Gemeindeverwaltung in Wissulka (heute Wiesiółka).[1] Die Ortschaft wurde als Forstgutsbezirk klassifiziert, das heißt als Forstgut – ein Waldgebiet unter eigenständiger Verwaltung, unabhängig von den angrenzenden Landgemeinden, häufig mit eigenem Forstverwalter.[1]

  • Die Försterei Döberitz – in einer Entfernung von 9,6 km zur Hilfpostanstalt gelegen, mit 6 Einwohnern,
  • Die Försterwache Döberitz – mit 7 Einwohnern,
  • Siedlungen und Weiler, darunter: Hundsfier, Kronertier, Springberg, Babelsmühl, Zechendorf, Plietnitz – mit Einwohnerzahlen von 4 bis 12 Personen.

Während des Zweiten Weltkriegs fand hier vom 5. bis 8. Februar 1945 die Schlacht um Dobrzyca statt, die eine von vielen Kampfhandlungen zur Durchbrechung des Pommernwalls darstellte und Teil der Offensive der sowjetischen Truppen und der 1. Polnischen Armee in Richtung Oder war.

In der Periode der Volksrepublik Polen war dort ein Staatliches Landwirtschaftsgut (PGR) angesiedelt. Zum Betrieb gehörten Viehställe, ein Pferdestall und eine Schmiede, die dem PGR-Kombinat in Karsibór administrativ zugeordnet waren. In der Endphase der PGR-Ära entstanden zwei Wohnblocks für die Betriebsangestellten. Bis in die 1990er Jahre führte die Ortschaft die Bezeichnung Dobrzyca Wielka.

Von 1975 bis 1998 gehörte Dobrzyca administrativ zur Woiwodschaft Piła (Schneidemühl).

In Dobrzyca befand sich ein in den 1850er Jahren erbautes Palais. Zwischen September und Dezember 2016 erfolgte dessen Abriss, da es als baufällige Ruine leer stand.

Die das Gebiet umgebenden Wälder befinden sich im Zuständigkeitsbereich der Oberförsterei Wałcz.

Im September 2015 wurde ein neuer Kinderspielplatz für die Dorfkinder erbaut.

Heute bekennen sich 100 % der Einwohner zum katholischen Glauben, was einen vollständigen Wandel gegenüber der mehrheitlich evangelischen Bevölkerung vor 1945 darstellt.

Demografie

Beschreibung Gesamt Frauen Männer
Einheit Person Person Person
Bevölkerung 120 69 51
% 100 % 57,5 % 42,5 %

Daten vom Mai 2017. Auf Grundlage der Bevölkerungsstatistik.

Einzelnachweise

  1. Döberitz 5). In: www.meyersgaz.org. Abgerufen am 1. Dezember 2025.