Rudki (Wałcz)

Rudki (deutsch Hoffstädt) ist ein Dorf in der Landgemeinde (Gmina) Wałcz im Powiat Wałecki der polnischen Woiwodschaft Westpommern.

Geographische Lage

Das Dorf liegt im Netzedistrikt des ehemaligen Westpreußen, etwa 18 Kilometer nordnordwestlich von Wałcz, 21 km ostnordöstlich von Mirosławiec und elf Kilometer nordöstlich von Piecnik.

Geschichte

Die Ortschaft Hoffstädt gehörte früher zu den sogenannten Goltzer Gütern. Ältere Ortsbezeichnungen sind Rudki (1599), zur Hoffstedte (1617), Rudka (1633), Hoffstedt sive Rudki (1700). Der polnische Name bedeutet ‚Eisenerz‘. Im Jahr 1783 besaßen Generalmajor von Dittmer und die Gebrüder Goltz das Dorf Hoffstedt nebst Kesburg, Langhof, Latzig, Machlin und Schönholzig. 1787 war Generalmajor von Dittmer alleiniger Besitzer von Hoffstedt. 1805 wurde Rittmeister von Herzberg als Besitzer des Dorfs genannt.[1]

Um 1930 hatte die Gemeinde Hoffstädt sieben Wohnplätze:[2]

  • Döberitzfelde
  • Forsthaus Hoffstädt
  • Hoffstädt
  • Hoffstädtermühle
  • Joachimsthal
  • Karlswerk
  • Ziegelei

Im Jahr 1945 gehörte Hoffstädt zum Landkreis Deutsch Krone im Regierungsbezirk Grenzmark Posen-Westpreußen der preußischen Provinz Pommern des Deutschen Reichs. Hoffstädt war Sitz des Amtsbezirks Hoffstädt.

In der Folge des Zweiten Weltkriegs wurde der Ort 1945 von der Roten Armee besetzt, und als Rudki Teil Polens.

Demographie

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner Anmerkungen
1783 Hofstädt, adliges Dorf nebst drei Vorwerken und einer evangelischen Kirche, im Netzedistrikt, Kreis Krone, 41 Feuerstellen (Haushaltungen)[3]
1818 266 Hofstädt, Hauptgut, adlige Besitzung[4]
1910 529 am 1. Dezember, davon 225 (219 Evangelische und sechs Katholiken; eine Person mit polnischer Muttersprache) im Dorf und 304 (294 Evangelische, neun Katholiken) im Gutsbezirk[5]
1925 571 darunter 557 Evangelische und 14 Katholiken[2]
1933 762 [6]
1939 668 [6]

Kirche

Vor 1945 gehörte die evangelische Gemeinde Hoffstädt zur Parochie Neugolz, die 1817 gegründet worden war.[7]

Commons: Rudki – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Friedrich Wilhelm Ferdinand Schmitt: Geschichte des Deutsch Croner Kreises. Lambeck, Thorn 1867, S. 244–255 (Google Books).
  2. a b Die Gemeinde Hoffstädt im ehemaligen Kreis Deutsch Krone in Pommern (Gunthard Stübs und Pommersche Forschungsgemeinschaft, 2011).
  3. Johann Friedrich Goldbeck: Volständige Topographie des Königreichs Preussen. Zweiter Theil welcher die Topographie von West-Preussen enthält. Anhang (mit neu beginnender Seitenzählung): Volständige Topographie vom West-Preußischen Cammer-Departement, Marienwerder 1789, S. 79 (Google Books).
  4. Alexander August Mützell und Leopold Krug: Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preussischen Staats. Band 2: G–Ko, Halle 1821, S. 199, Ziffer 3359 (Google Books).
  5. Königlich Preußisches Statistisches Landesamt: Gemeindelexikon der Regierungsbezirke Allenstein, Danzig, Marienwerder, Posen, Bromberg und Oppeln. Auf Grund der Volkszählung vom 1. Dezember 1910 und anderer amtlicher Quellen. Berlin 1912, Heft III: Regierungsbezirk Marienwerder, 3. Kreis Deutsch Krone, S. 12–13, Ziffer 34 (Google Books), und S. 16–17, Ziffer 110 (Google Books).
  6. a b Michael Rademacher: Deutschkrone. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  7. Agathon Harnoch: Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreußen, Neidenburg 1890, S. 469–470 (Google Books).

Koordinaten: 53° 24′ N, 16° 22′ O