Das Kriminalmuseum: Die rote Maske

Folge 27 der Reihe Das Kriminalmuseum
Titel Die rote Maske
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 75 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Intertel Television
Regie Helmut Ashley
Drehbuch Bruno Hampel
Produktion Helmut Ringelmann
Musik Martin Böttcher
Kamera Georg Krause
Premiere 12. März 1967 auf ZDF
Besetzung
Episodenliste

Die rote Maske ist der 27. Fernsehfilm der Krimireihe Das Kriminalmuseum. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 12. März 1967 im ZDF.

Handlung

Der Steinmetzmeister Wilhelm Nowacki wird an einem Vormittag tot in seiner Werkstatt aufgefunden, erschlagen mit einem Meißel. Der Postbote berichtet von einem Streit zwischen Nowacki und dessen Angestellten Paul Melchior, als er dem Steinmetz am Morgen einen Betrag von 800 D-Mark überbracht hatte. Dies sei aber nicht ungewöhnlich gewesen, die beiden hätten ständig Meinungsverschiedenheiten gehabt. Auch drei Schüler eines nahegelegenen Gymnasiums, die den Streit mitbekommen hatten, werden befragt, können aber keine nützlichen Hinweise geben. Melchior sagt aus, er habe den ganzen Vormittag auf dem gegenüberliegenden Friedhof gearbeitet, doch nach Aussagen von Frau Sadowski, einer Friedhofsbesucherin, die sich bei Melchior nach der Herkunft des Grabsteins erkundigen wollte, den dieser gerade aufgestellt hatte, war er mindestens eine halbe Stunde lang nicht auf dem Friedhof. Eine weitere Zeugin hatte beobachtet, wie ein Mann etwa zur Tatzeit über die Mauer des Friedhofs gestiegen war. Die Schuhabdrücke an der Mauer passen zu denen Melchiors. Da dieser weiterhin darauf beharrt, die ganze Zeit gearbeitet und den Friedhof nicht verlassen zu haben, wird er in Haft genommen.

Kriminaloberkommissar Castorf, der seinen letzten Fall vor der Pensionierung glaubt, geklärt zu haben, wird kurz darauf eines Besseren belehrt, als auf der Tatwaffe Fingerabdrücke gefunden werden, die nicht die Melchiors sind. Melchior gesteht daraufhin, er habe sich beim Aufstellen des Grabsteins die Finger gequetscht, sei deshalb in den Betrieb gegangen, um sich die Wunde zu verbinden, dabei habe er seinen toten Chef entdeckt. Anschließend sei er über die Mauer zurück auf den Friedhof geklettert, um nicht vom Friedhofswärter gesehen zu werden. Aus Angst, man könne ihn für den Täter halten, habe er falsche Aussagen gemacht. Melchior wird aus der Haft entlassen.

Der Vorgang wird ungeklärt zu den Akten gelegt. Aber auch ein Jahr nach seiner Pensionierung kommt Castorf zum Leidwesen seiner Frau nicht von dem Fall los. Er lässt sich aus der Asservatenkammer eine rote Maske kommen, die damals bei der Leiche gefunden wurde. Vergeblich läuft er Wäschereien, Reinigungen und Bekleidungsgeschäfte auf der Suche nach der Herkunft des Stoffes ab. Schließlich entdeckt er durch Zufall bei einem Lumpensammler die identischen Reste einer Schürze, aus dem drei kreisrunde Stücke ausgeschnitten wurden. Anhand eines Wäschezeichens kann Castorf die Gärtnereibesitzerin Angelika Lohmüller als vormalige Besitzerin ausfindig machen. Ihr Bruder Klaus ist einer der drei Gymnasiasten, die seinerzeit als Zeugen befragt worden waren. Als Castorf dann auch noch aus den Büchern Nowackis herausfindet, dass die 800 D-Mark, die das Opfer am Mordtag erhalten hatte, von der Tante Peter Schmelz‘, ebenfalls aus dem Zeugen-Trio, angewiesen worden war, steht für den pensionierten Ermittler fest, dass die drei damaligen Abiturienten etwas mit dem Verbrechen zu tun haben müssen.

Durch seine Beharrlichkeit gelingt es Castorf, zunächst das Alibi von Lohmüller, Schmelz und dem Dritten im Bunde, Ulrich Klessinger, zu knacken. Diese waren zwar laut Klassenbuch den ganzen Vormittag im Unterricht, doch zwei Stunden Kunsterziehung fanden in einem Park statt, der sich in unmittelbarer Nähe des Tatortes befindet. Schließlich gelangt Castorf noch in den Besitz der Fingerabdrücke Klessingers und die Kriminaltechnik kann deren Übereinstimmung mit denen auf der Tatwaffe feststellen.

Da Lohmüller mittlerweile von seiner Schwester erfahren hat, dass die Polizei den Dreien wegen der gefundenen Schürze auf der Spur ist, versucht er Schmelz davon zu überzeugen, zur Polizei zu gehen. Ihnen beiden könne nichts passieren, da Klessinger die Tat begangen habe. Doch Schmelz will davon nichts wissen, zwingt gemeinsam mit Klessinger unter Anwendung von Gewalt im Gegenteil Lohmüller dazu, ein Geständnis zu verfassen, dass er der Mörder Nowackis sei. Doch die Polizei hat die drei jungen Männer längst beschatten lassen und kann sie in dem Moment festnehmen. Sie wollten das Geld rauben, aber nach dem Totschlag hatten sie Panik bekommen und waren ohne Beute weggelaufen.