Das Kriminalmuseum: Die Kiste

Folge 26 der Reihe Das Kriminalmuseum
Titel Die Kiste
Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 75 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Intertel Television
Regie Wolfgang Becker
Drehbuch Bruno Hampel
Produktion Helmut Ringelmann
Musik Herbert Jarczyk,
Martin Böttcher (Titelmusik)
Kamera Günther Senftleben
Premiere 3. März 1967 auf ZDF
Besetzung
Episodenliste

Die Kiste ist der 26. Fernsehfilm der Krimireihe Das Kriminalmuseum. Die deutsche Erstausstrahlung erfolgte am 3. März 1967 im ZDF.

Handlung

Mit einem Darlehen von 300 D-Mark aus der Haushaltskasse seiner Frau, einem laufenden Tagesvorschuss von 40.000 D-Mark seiner Bank und gefälschten Einzahlungsquittungen des Postscheckamtes ergaunert der vorbestrafte Berliner Hubert Köpke innerhalb mehrerer Monate insgesamt eine Viertelmillion D-Mark von seinem Kreditinstitut. Als der zuständige Kreditsachbearbeiter Rühl sich näher mit Köpke beschäftigt und dabei herausfindet, dass der angebliche Generalvertreter für Heilbäderprodukte und Mineralwasser weder – wie von ihm anlässlich des Bankberatungstermins angegeben – einen Firmensitz noch Mitarbeiter hat und erst recht keinen Fuhrpark unterhält, erstattet Bankdirektor Kaufhold Anzeige wegen Betruges. Kriminaloberkommissar Reisert kann Köpke zu einem umfassenden Geständnis bewegen.

Einige Wochen nach Köpkes Haftantritt möchte Reisert endlich in Erfahrung bringen, wo das Geld abgeblieben ist. Da Köpke dazu angeblich zu Hause seine Bücher durchsehen muss, erhält er einen Tag Hafturlaub. Durch einen Trick gelingt ihm sein scheinbares Verschwinden aus der Wohnung. Während bundesweit eine intensive Fahndung nach Köpke eingeleitet wird, hält sich dieser immer noch zu Hause auf, versorgt von Ehefrau und Tochter. Diese wollen nach Australien zum Bruder von Frau Köpke auswandern und lösen den Haushalt auf. Wo ihr Mann sich aufhalte, wisse sie nicht, versichert sie Oberkommissar Reisert und dessen Mitarbeiter Oldenburg kurz vor dem Abflug noch einmal, während sie damit beschäftigt ist, eine große Kiste mit Haushaltsgegenständen zu füllen, die an Köpkes Mutter nach Berchtesgaden geschickt werden soll.

Tatsächlich ist die Kiste aber für Köpke gedacht. Bestens präpariert, will er darin zu seiner Mutter gelangen, um von dort über Österreich in die Schweiz zu gelangen und später mit gefälschten Papieren seiner Familie zu folgen. Da die Maschine mit der Kiste an Bord wegen Nebels nicht in München landen kann, wird sie nach Stuttgart umgeleitet. Von dort beginnt eine mehrtägige Irrfahrt, bis die Kiste mit erheblicher Verspätung in Berchtesgaden eintrifft.

Da die Kiste in Anwesenheit des Fuhrunternehmers Sedlmayr und eines Mitarbeiters geöffnet wird, besteht Sedlmayr aufgrund der ungewöhnlichen Fracht darauf, die Polizei zu verständigen. Köpke erklärt ihm daraufhin, dass es sich um eine Wette handele und Sedlmayr nicht vor Ablauf von drei Stunden aktiv werden dürfe, sonst sei die Wette für ihn verloren. Der Fuhrunternehmer stimmt zu und Köpke nutzt die Zeit, um sich sofort auf den Weg zur österreichischen Grenze zu machen.

Während Köpke unterwegs ist, drängt Sedlmayrs Mitarbeiter seinen Chef, die Polizei vor Ablauf der gesetzten Frist zu informieren, um sich nicht womöglich strafbar zu machen. Inzwischen hat die Berliner Polizei die Adresse von Köpkes Mutter ermittelt und schickt ein Fahndungsersuchen an die bayerischen Behörden. So kann Köpke kurz vor dem Grenzübertritt festgenommen und zurück nach Berlin gebracht werden.