Burgus Wallbach-Stelli
| Burgus Wallbach-Stelli | |
|---|---|
| Alternativname | Unbekannt |
| Limes | Donau-Iller-Rhein-Limes |
| Abschnitt | Strecke 2 |
| Datierung (Belegung) | valentinianisch Ende 4. Jahrhundert n. Chr. |
| Typ | Burgus |
| Einheit | Riparenses |
| Größe | Fläche: 17,5 × 17,5 Meter |
| Bauweise | Stein |
| Erhaltungszustand | Quadratische Anlage, Grundmauern wurden restauriert. |
| Ort | Wallbach-Stelli |
| Geographische Lage | 635221 / 269305 |
| Vorhergehend | Wachturm Möhlin-Untere Wehren (Nordwesten) |
| Anschließend | Kleinkastell Mumpf (Südosten) |
Der Burgus Wallbach-Stelli (schweizerdeutsch: )[1] befindet sich in der Einwohnergemeinde Wallbach im Schweizer Kanton Aargau. Diese gehört zum Bezirk Rheinfelden und liegt im Westen der Region Fricktal am Hochrhein, nahe der Grenze zu Deutschland. Er war Teil des spätantiken Donau-Iller-Rhein-Limes, der dort die Integrität der Provinz Maxima Sequanorum sicherstellte, solange bis die Grenztruppen sich im frühen 5. Jahrhundert aus der Rheinregion zurückziehen mussten. Es handelte sich um einen massiven, turmartigen Steinbau, der aber eher die Merkmale einer «Kleinfestung» aufwies. Die ärchäologischen Befunde deuten auf ein Gebäude mit mindestens zwei Stockwerken mit Wehrgang und einem überdachten Lichthof hin, ähnlich wie einige der zeitgleich errichteten burgi am österreichischen und ungarischen Donaulimes. Von den Grundmauern der drei in Wallbach nachgewiesenen römischen Wachtürme, wurde nur der burgus im Stelli vollständig ausgegraben, konserviert und zum Teil rekonstruiert. Im Gegensatz zu den standardmäßigen Wachtürmen diente er wahrscheinlich auch als «Magazinstation» für die benachbarten Türme.
Lage
Bei Wallbach bildet der Rhein einen markanten Bogen und umfliesst eine bis zu vier Kilometer breite eiszeitliche Endmoräne, die am östlichen und nördlichen Rand steil zum Fluss abfällt und westlich des Dorfes, von den Ausläufern des Tafeljuras aus weit in die Ebene hineinragt. Sie entstand während der Riss-Eiszeit vor rund 140'000 Jahren und bildete den nordwestlichen Endpunkt der alpinen Vergletscherung. Ihr vorgelagert ist ein im Südteil relativ breiter, nach Norden zunehmend schmaler werdender, von glazialen Rheinschottern und nachglazialen Schwemmsanden gebildeter Uferstreifen. Bedingt durch die Erosion entstand eine ausgedehnte Terrasse, die am östlichen und nördlichen Rand steil zum Fluss abfällt; der Höhenunterschied beträgt stellenweise mehr als 60 Meter. Ältere Karten und Fotografien zeigen, dass der Rhein dort zwar recht breit, aber auch relativ seicht war und bei Niedrigwasser problemlos zu Fuß überquert werden konnte.[2] Die Uferlandschaft hat sich seit dem Bau des Kraftwerks Ryburg-Schwörstadt (1926–1931) stark verändert. Die spätrömische Befestigung stand davor oberhalb einer damals noch relativ flach zum Rhein abfallenden Böschung, die damit auch das Anlanden von flachbodigen Schiffen erlaubte. Die gute Sicht auf das rechtsrheinische Ufer und das Tal der Wehra dürften ausschlaggebend für die Wahl dieses Standorts gewesen sein.
Wallbach selbst erstreckt sich heute auf einer Länge von fast zwei Kilometern dem Rhein entlang, der hier nach Norden und nicht wie auf dem grössten Teil der Strecke zwischen Bodensee und Basel in Richtung Westen fliesst. Die zwei anderen Wallbacher Wachttürme standen ca. 800 m rheinabwärts in der Flur unter der Halde sowie etwa 280 m rheinaufwärts auf dem Grundstück des Hauses Businger (= Wallbach-Dorf).[3] Der nächstgelegene Wachturm befand sich rund 1,8 km rheinabwärts in Möhlin-Untere Wehren (634030 / 270743). Weiter rheinaufwärts stand in Mumpf-Burg ein Kleinkastell oder Magazinstation (635951 / 266350). Ein 1875 zwischen Mumpf und Stein in der Flur Obdorf gefundener Meilenstein bezeugt, dass durch Mumpf – und somit entlang des südlichen Rheinufers – auch eine wichtige via publica oder Militärstraße verlief. Als Ausgangspunkt der Distanzmessung wird Augusta Raurica genannt.[4] Die Provinz Sequania umfasste das Gebiet des heutigen Ostfrankreichs und der Schweiz, rund um die heutige französische Stadt Besançon (Vesontio).
Forschungsgeschichte
Die römische Besiedlung in Wallbach setzte bereits in der mittleren Kaiserzeit ein. In der nördlich des mittelalterlichen Dorfkerns befindlichen Flur «Bündten» legte der Basler Jurist und Archäologe Karl Stehlin 1911 den rund 20 X 40 m grossen Nordtrakt einer nach Westen orientierten Villa rustica frei; in den folgenden Jahrzehnten wurden immer wieder zur villa rustica gehörende Mauerzüge und Mauerschutt angeschnitten, zuletzt 2016. Die in der davon nur rund 1500 m entfernte Kleinfestung Wallbach-Stelli gefundene Keramik weist darauf hin, dass aus der villa rustica wohl Baumaterial für den burgus entnommen wurde.
Der Burgus in der Stelli ist trotz jahrhundertelangem Steinraub nicht vollständig verschwunden. Sein Areal wurde für verschiedene Zwecke genutzt. Als Überrest einer spätrömischen Wehranlage wurde er erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts erkannt. Die erste Erwähnung des burgus findet sich 1866 in der Jahresschrift der historischen Gesellschaft des Kantons Aargau. Beim «Stelleplatz» befand sich demnach ein kleiner runder Hügel, neben dem der Wallbacher Pfarrer August Wunderlin einen Graben ausgehoben hatte. Dabei fand er ein eisernes Beil, einen «Gertel» sowie «zahlreiche Scherben rother und schwarzer Terracotta von sehr geschmackvoller Modelierung». Zudem stieß er auf Mauerwerk von «unzerstörbarer Festigkeit». Es war noch zwei Fuss (60 cm) hoch erhalten und das Fundament soll eine Breite von neun (2,7 m), das aufgehende Mauerwerk von sieben Fuss (2,1 m) gehabt haben. Ferdinand Keller notierte 1871, dass von der Ruine nur mehr drei «Mauerblöcke von geringer Breite und Höhe» erhalten seien und dass die Einheimischen die «Quadersteine» der Ruine — gemeint sind wohl die Kalksteinquader der Mauerschale — bevorzugt als Baumaterial nutzten. Sebastian Burkart beschreibt die Ruine im Jahr 1904 als einst mächtigen Turm, dessen Seiten zwischen 9 und 10 Meter lang und 1,8 m breit seien. Das aufgehende Mauerwerk soll zu dieser Zeit schon komplett verschwunden und nur noch die Fundamente übrig gewesen sein. Die erste wissenschaftlich dokumentierte Untersuchung erfolgte 1913 im Auftrag von Karl Stehlin durch den Wallbacher Posthalter R. Kaufmann. Wie ein von Theophil Wehrli aufgenommes Foto bezeugt, war die Beschreibung Burkarts offensichtlich nicht ganz zutreffend. Neben den Fundamenten waren darauf — zumindest teilweise — auch noch Teile des aufgehenden Mauerwerks zu sehen.
Seit dem frühen 20. Jahrhundert sind auch im Keller des sog. «Businger Hauses» (Brütschengasse) und am Flienenweg 6 zwei spätrömische Wachtürme aktenkundig. Karl Stehlin führte 1913 die ersten archäologischen Gabungen in der Stelli durch. Die vollständige Freilegung und Konservierung der Turmstelle erfolgte aber erst in den Jahren 1949–1955 durch Hans Rudolf Burkart. Sein Ziel war nicht nur die Freilegung und Restaurierung des spätantiken burgus, sondern auch die gründliche archäologische Untersuchung des Innenbereiches. Auf zusätzliche Untersuchungen in der unmittelbaren Umgebung musste aus verschiedenen Gründen verzichtet werden. Die Restaurierung der Ruine wurde unmittelbar nach Abschluss der Grabungen in Angriff genommen, sie konnte aber aus finanziellen und arbeitstechnischen Gründen erst im Herbst 1955 abgeschlossen werden. Die Freilegungs- und Restaurierungsarbeiten wurden von Rudolf Laur-Belart wissenschaftlich begleitet. Burkart achtete besonders darauf, dass nur so hoch aufgemauert wurde, wie für den Schutz der antiken Bausubstanz zwingend erforderlich war. Aus Kostengründen wurde — wie damals üblich — hierzu das antike Baumaterial wiederverwendet; die Unterkanten der rekonstruierten Mauersektionen wurden mit Eternit-Platten markiert. Nach Abschluss der Restaurierung wurde im Innern ein Kiesbelag eingestreut und das umliegende Areal entbuscht und planiert. Im Rahmen eines umfassenden Sanierungsprogramms, welches auch die karolingisch-ottonische Toranlage Möhlin-Bürkli sowie die spätrömischen Wachtürme Rheinfelden-Pferrichgraben und Möhlin-Fahrgraben miteinbezog, wurde 1972 die Sanierung des Burgus Wallbach-Stelli initiiert, sie konnte aber erst 1976 abgeschlossen werden. Zwischen den vier Punktfundamente wurde damals auch eine (2019 wieder entfernte) Feuerstelle eingerichtet. Letztmals umfassend konserviert und wissenschaftlich untersucht wurde der burgus im Jahr 2019.[5]
Fundspektrum
1912 und 1950/51 kamen vor allem Keramik- und Metallfunde ans Tageslicht. Bei der Keramik handelt es sich hauptsächlich um ,für das späte 4. Jahrhundert n. Chr. typische, Gefässe vom Typ Alzey 27 und 30. Bei einem Exemplar des Typs Alzey 27 spricht das hochgestellte Sichelprofil für eine Datierung in das frühe 5. Jahrhundert n. Chr. Die zahlreichen Lavezfragmente stammen von schrägwandigen Gefässen und Deckeln; Russspuren belegen ihre Verwendung als Kochgeschirr. Das Fundinventar umfasst zudem auch «eine handvoll tierische Knochenreste (Wirbel-, Gelenk- und Röhrenknochen) von Rindern, Schweinen und Kleintieren» sowie spätmittelalterliche Keramikfragmente und Eisennägel. Die bislang einzigen bekannten Münzfunde wurden 2019 gemacht, nach Abtragung der 1951 aufgestreuten Kiesschicht. Sie lagen im Stratum des spätantiken Gehhorizontes. Die zwei Kupfermünzen stammen aus der Regierungszeit von Constantius II. (337–361) und wurden zwischen 347 und 348 n. Chr. bzw. 352 und 354 n. Chr. geschlagen. In einem der Punktfundamente fanden sich ferner zwei runde pilae (= Hypokaust-Pfeilerplatten), Leistenziegelfragmente und ein 0,40 m langes Architekturfragment aus rotem Sandstein. Die Baukeramik und die Spolie stammen vermulich aus der rund 1,5 km von der Turmstelle entfernten villa rustica Wallbach-Bündten.[6]
Entwicklung
Nach der Aufgabe des Obergermanisch-Raetischen Limes musste die Grenze im Norden des Römischen Reiches an die Flüsse Rhein, Donau und Iller zurückgenommen werden. Diese bildeten ab 260 n. Chr. die neue, leichter zu verteidigende Grenze zwischen Rom und dem Gebiet der freien germanischen Stämme (Alamannen, Juthungen, Franken). Die Grenztruppen am Hochrhein standen (laut Notitia dignitatum) unter dem Befehl eines Dux provinciae Sequanicae.[7] Nach einer ersten Ausbauphase im späten 3. Jahrhundert und frühen 4. Jahrhundert n. Chr. liess der Augustus des Westens, Valentinian I. (364–375), zwischen Basel und Bodensee rund 50 Wachtürme (turres), Kastelle (castra) und andere militärische Anlagen (horrea) neu errichten oder wieder instandsetzen. Die Konzentration von gleich drei Wehranlagen auf den (damals) lediglich etwa 1,9 km langen Rheinufer war durch den Verlauf des Flusses bestimmt; um optische Signale übermitteln zu können, musste vor allem eine ungestörte Sichtverbindung zwischen den jeweiligen Türmen gewährleistet sein. Im Winter 401/402 n. Chr. mussten die meisten limitanei von der Rheingrenze abgezogen werden. Dies jedoch nicht als Folge einer germanischen Invasion, sondern weil Stilicho (360–408), magister utriusque militiae des Westens, die Grenztruppen benötigte, um die in Italien eingefallene Visigotenarmee unter König Alarich I. zu vertreiben. Eine bis zu 40 cm mächtige Brandschicht beweist, dass die Kleinfestung in der Stelli durch ein Feuer zerstört wurde — nach dem keramischen Fundmaterial zu schließen — im frühen 5. Jahrhundert n. Chr. Offen bleiben muss, ob sie — wie das wenig spektakuläre und stark fragmentierte Fundinventar nahelegt — von ihrer Besatzung planmässig geräumt und danach von ihr in Brand gesteckt wurde um zu verhindern, dass sich danach eine Räuberbande dort einistete. Denkbar wäre auch, dass der burgus später einem (evtl. durch einen Blitzschlag verursachten) Schadenfeuer zum Opfer fiel. Seine Ruine bzw. sein Areal wurde danach für verschiedene Zwecke weiterverwendet. Sie wurde ab dem Mittelalter aber wohl vor allem als Steinbruch genutzt. Römische Ziegel sowie Kalk- und Tuffsteinquader waren bis in jüngste Zeit ein begehrtes Baumaterial. Stark in Mitleidenschaft gezogen wurde der burgus auch durch die örtliche Holzflösserei. Um mehr Platz für das Stapeln von Baumstämmen zu schaffen, wurde die die parallel zum Rhein verlaufende Ostmauer zum größten Teil abgebrochen. Wie der heutige Flurname zeigt, wurde die Ruine aber nicht nur zur Gewinnung von Baumaterial und als Stapelplatz verwendet, sondern eben auch als «Stelli». Damit bezeichnete man Plätze, wo das örtliche Weidevieh in eine Umzäunung getrieben, also «eingestellt» wurde. In diesem Fall dienten aber wohl nicht der von meterhohem Mauerschutt begrabene burgus selbst als Viehpferch, sondern das Areal innerhalb seines — heute nicht mehr sichtbaren — Wehrgrabens (vallum). Auch der Standort des rund 10 km weiter rheinabwärts gelegenen Wachturm Rheinfelden-Pferrichgraben wurde als Viehpferch nachgenutzt.[8]
Funktion
Auf dem Gemeindegebiet von Wallbach standen — mutmasslich ab dem 4. Jahrhundert — insgesamt drei römische Wachttürme. Der burgus in der Stelli war der grösste seiner Art am Hochrhein-Limes und könnte daher ursprünglich auch als Magazinstation (horreum) verwendet worden sein. Hier konnten vorübergehend Vorräte deponiert und eine grössere Wachmannschaft untergebracht gewesen sein, von der auch die nächstgelegenen Wachtürme bemannt und mit Nachschub versorgt werden konnten. Eine weitere Aufgabe der Besatzung dürfte die Signalweitergabe zur Alarmierung der Grenzgarnisonen im Krisenfall gewesen sein. Mittels Feuer- und Rauchsignalen konnten Nachrichten über verdächtige Truppenbewegungen der Germanenstämme rasch an die benachbarten Türme und Kastelle (Castrum Rauracense) übermittelt werden. Ob bei diesem burgus (zeitweise) auch eine römische Schiffsbrücke existierte wäre denkbar, konnte aber bis dato nicht nachgewiesen werden. Die Turmstelle in der Stelli wurde auch geophysikalisch untersucht, einerseits um weitere Abschnitte des Wehrgrabens zu lokalisieren, andererseits sollte aber damit abgeklärt werden, ob die Kleinfestung, wie einige pannonische burgi, ebenfalls mit bis zum Fluss reichenden «Flankenmauern» versehen war. Letztere hätten eine — angesichts des Standortes am Rhein — seine mutmassliche Funktion als befestigte Schiffslände oder Brückenkopf bewiesen (Ländeburgus). Die geophysikalischen Untersuchungen lieferten diesbezüglich aber keine verwertbaren Ergebnisse.[9]
Burgus
Diese Wehranlage war erheblich großzügiger dimensioniert als die übrigen Wachtürme am Hochrhein-Limes (aber dennoch deutlich kleiner ist als die beiden «Magazinstationen» in Mumpf und Sisseln) und war deswegen auch mit einem kleinen Innenhof ausgestattet. Annähernd gleich gross waren nur die beiden Wachtürme Schwaderloch-Unteres Bürkli und Sulz-Rheinsulz, der pannonische Burgus Őcsény-Soványtelek (HU) hat sogar dieselben Seitenlängen. Burgi waren im Wesentlichen eine Weiterentwicklung der Limestürme der mittleren Kaiserzeit. Die größten Anlagen dieser Art bestanden aus einem turmartigen Kernwerk sowie Außenbefestigungen (Wall, Mauer oder Palisade, umgeben von mehreren Gräben). Auffällig bei spätantiken Bauten dieser Art ist die beträchtliche Vergrößerung des zentralen Turmes. Hochgezogen wurde der Turm in der Stelli vermutlich von zwei zeitgleich arbeitenden Bauequipen, wobei es, evtl. während der Wintermonate, offensichtlich auch zu saisonalen Unterbrüchen im Bauablauf gekommen ist.[10]
Mauerwerk
Mit seinem 17,5 × 17,5 Meter messenden, quadratischen Grundriss unterschied sich dieser burgus von allen anderen bisher am Hochrhein-Limes (HRL) nachgewiesenen Wachtürme dieser Zeitperiode. Ursprünglich könnte der burgus bis zu 10 m hoch gewesen sein. Der Baubefund an der noch 9 m hoch erhaltenen Südmauer des Burgus von Bacharnsdorf (A) zeigt, dass sein Mauerwerk auf der Höhe des zweiten Obergeschosses deutlich zurückspringt und einen markanten Absatz bildet. Eine solche «Baumaterial sparende» und statisch sinnvolle Lösung ist auch bei den Mauern von Wallbach-Stelli denkbar. Die 1913 noch 0,80 bis 1,10 m hoch erhaltenen Mauern waren zwischen 2,30 und 2,38 m breit und standen auf einem durchschnittlich 80 cm hohen Fundament. Es war damit etwas breiter als das Aufgehende und sprang auf der Innen- und auf der Aussenseite um bis zu 25 cm vor. Am Fundamentabsatz wurden auch Reste einer Holzarmierung beobachtet, die aus vier parallel verlegten Balken bestand. Die Eckmauern waren nur noch in der nord- und südwestlichen Ecke ansatzweise vorhanden. Burkart beschrieb es als Gussmauerwerk, die Mauerschalen bestanden bis auf die Höhe des Balkenrosts aus Kalkbruch- und Quelltuffsteinen, darüber aus Quelltuff-Quadern. Der Mauerkern setzte sich aus Kalkbruchsteinen und Kieselwacken zusammen, verbunden mit Kalkmörtel (opus caementitium), der damals noch «felsenhart» war. Die Verwendung von solchen Quadern ist auch bei anderen spätrömischen Wachtürmen des HRL belegt. Wegen des meist sehr schlechten Erhaltungszustandes des aufgehenden Mauerwerks und den oft nur punktuell angelegten Grabungen kann jedoch nicht mit Sicherheit bestimmt werden, ob die Mauerschalen der spätantiken Wehrbauten am HRL durchwegs aus solchen Quelltuff-Quadern bestanden. Fest steht, dass die Verwendung dieses Materials bei den dortigen Türmen wesentlich häufiger war, als bislang bekannt war. Die Fundamente waren 1950 grösstenteils zwar noch relativ gut erhalten, zum Teil aber auch kaum mehr erkennbar. Die nur mehr sehr schlecht erhaltene Ostmauer wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts weitgehend abgetragen. An der Westseite wurde eine Lücke festgestellt, die auf dem älteren Plan noch nicht eingezeichnet war, also offensichtlich erst nach Stehlins Grabung bekannt wurde. Das im Mauerkern verbaute opus caementitium besteht aus einem noch hervorragend erhaltenen hellbeigen, bindemittelreichen Kalkmörtel. Darin waren zahlreiche Kalkspatzen (ca. 2 cm grosse Branntkalkreste) auszumachen. Dem Mörtel waren auch Rundkies-Komponenten beigemischt worden, die wohl aus den lokal vorkommenden Schotterablagerungen stammen. Die regelmässige Korngrösse des Rundkieses (max. 3 cm) deutet darauf hin, dass der Schotter vor seiner Verarbeitung noch gesiebt wurde. Die Sandsteinquader wurden wahrscheinlich aus Steinbrüchen südlich von Mumpf, am Ausgang des Fischingertals und vom nördlichen Rheinufer gewonnen.[11]
Bei den Grabungen in den 1950er Jahren kamen auch einige Architekturfragmente zum Vorschein, aus denen sich Hinweise für die weitergehende Rekonstruktion des burgus ableiten lassen. Bemerkenswert ist hier vor allem eine aus einem grauen Sandsteinblock herausgearbeitete Lichtscharte, die unversehrt aus dem Schutt der Südmauer geborgen werden konnte. Die schlitzförmige Öffnung ist 0,57 cm hoch und 0,11 cm breit. Eine nahezu identisches Exemplar (heute verschollen) war im Wachturm Muttenz-Au Hard verbaut worden. Der Fund bewies, dass die Aussenmauern (zumindest im Erdgeschoss) von Lichtscharten zur Belichtung und Belüftung durchbrochen waren. Die in recht grosser Zahl sichergestellten und keilförmig zugerichteten Werksteine aus Quelltuff dürften von halbrunden Fensteröffnungen oder von Entlastungsbögen stammen, die sich über dem Tor und (evtl.) auch den Lichtscharten befanden. Keilförmig zugehauene Bogensegmente aus Quelltuff kamen auch noch bei anderen Turmstellen des DIRL zum Vorschein. Beim Wachturm Sulz-Rheinsulz wurde sogar ein noch im Verband erhaltenes Bogensegment geborgen. Im Mauerschutt des Stelli wurde auch ein «roter Sandstein mit gewölbtem Rücken» gefunden, der von Laur-Belart als «Zinnendeckel» (heute verschollen) angesprochen wurde. Dies lässt annehmen, dass das Obergeschoss des burgus durch einen Wehrgang mit Zinnenkranz abgeschlossen wurde. Für eine mit Zinnen bewehrte oder durchgehende Brüstungsmauer spricht vor allem das in seinem untersten Bereich rund 2,35 m dicke Mauerwerk:. Es hätte — auch bei einer stockwerkweisen Verjüngung - noch genügend Platz für einen Wehrgang geboten. Die Grundmauern des zeitgleich entstandenen Burgus von Zeiselmauer (A), sind noch fast bis zur Dachtraufe erhalten geblieben. Das ursprünglich etwa zehn Meter hohe Gebäude hatte im Erdgeschoss keine Fenster. Nur das Obergeschoss wurde von kleinen, schlitzartigen, aber auch bogenförmigen Fenstern belüftet bzw. beleuchtet, die sich zum Innenraum konisch erweitern. Auch bei den spätantiken Burgi von Bacharnsdorf und St. Johann im Mauertale (A) wurden die Mauern im 2. Stock von Lichtscharten und im 3. Stock von Bogenfenstern durchbrochen.[12]
Tor
Die Lage und Ausgestaltung des Eingangstores war bei den Grabungen von 1913 nicht mehr eindeutig zu erkennen. Stehlin vermutete es in der (dem Rhein zugewandten) Ostmauer. Nord-, Süd- und Westmauer waren damals noch relativ hoch erhalten, aber es fanden sich dort keine Spuren eines Tores. Die Eingange der meisten Wachtürme am HRL lagen auf der Rheinseite. Ein weiteres Indiz Stehlins für einen rheinseitigen Eingang war ein roter Buntsandsteinquader mit einer ausgemeißelten, rechteckigen Eintiefung, der an der Ostmauer gefunden wurde. Stehlin interpretierte diesen als Teil eines «nicht weit von seinem Standort verschleppten» Türgewändes. Der Steinquader wurde danach wieder an der Innenseite der Ostmauer deponiert, wo er 1950 von Burkart wiedergefunden wurde. In der Ostmauer hatte Burkart zudem eine deutlich ausgeprägte Baufuge beobachtet. Ein möglicherweise identischer Befund konnte 2019 aber auch an der Innenschale der Westmauer beobachtet werden. Auch Burkart beschäftigte sich eingehend mit der Frage nach der genauen Lage und Ausgestaltung des Eingangstores. In diesem Zusammenhang hielt er u. a. fest, dass er «in der Mitte der Ostmauer» Reste von verbauten Werkstücken aus rotem Sandstein vorgefunden habe und dass beim Entfernen dieser Spolien Spuren auf der Oberkante des Opus caementicium zurückgeblieben seien. In weiterer Folge stieß auch Burkart nahe der Ostmauer auf zahlreiche rote Sandsteinfragmente, er interpretierte sie — wohl zu Recht — als Überreste der Schwellsteine. Aus einem Brief von Rudolf Laur-Belart an den mit den Restaurierungsarbeiten beauftragten Baumeister August Kaufmann geht hervor, dass sich der auf dem damals angefertigten Plan nicht makierte Eingang genau in der Mittelachse befunden haben muss und dass Spuren am Mauerwerk darauf hinweisen, dass er an die 1,2 m breit war. Der Bereich der Toröffnung wurde mithilfe von kleineren und grösseren Sandsteinfragmenten markiert — möglicherweise aber nicht an der korrekten Stelle. Die Markierung wurde zudem nicht in der Mitte der Ostmauer, sondern ist — entgegen den «Instruktionen» Laur-Belarts — etwas weiter nach Norden versetzt angebracht worden. Es gibt aber Indizien dafür, dass sich der Eingang eben nicht genau in der Mittelachse befand, sondern tatsächlich etwas nach Norden versetzt und auch viel breiter als ursprünglich angenommen war. Wie die Feldaufnahme von 1913 zeigt war die Oberkante des opus caementitium im Nordteil der Ostmauer auf einer Distanz von rund zwei Metern offenbar relativ eben. Auf der Feldaufnahme und einer Fotografie ist auch die Fundlage des roten Buntsandsteinquaders mit seiner rechteckigen, ca. 15 X 15 cm grossen Vertiefung zu sehen. Burkart interpretierte es als «Unterlage eines Torgestells aus Holz», Stehlin wiederum als Werkstück, das zur Aufnahme eines Holzriegels bestimmt war. Es handelte sich jedoch in Wahrheit um einen Pfostenschuh, d. h. die Vertiefung diente nicht als «Riegelloch» sondern zur Fixierung eines Vierkantpfostens. Ein weiteres, fast identisches und in zwei Teile zerbrochenes Architekturfragment wurde nicht dokumentiert und später im Plattenbelag des Eingangs verbaut.[13]
Innenbereich
Aufgrund seiner Größe verfügte der burgus über einen überdachten Innen- oder Lichthof um den sich die Aufenthalts- und Funktionsräume gruppierten. Dies bewog Stehlin dazu, «in der Mitte nach einer Stütze zum Tragen des Obergeschosses» zu suchen, wo er aber nichts derartiges finden konnte. Dem damaligen Kenntnisstand entsprechend rechnete er nur mit einem zentralen, nicht aber mit mehreren Punktfundamenten. Die vier für die Rekonstruktion des Aufgehenden wichtigen Punktfundamente wurden erst in den 1950er Jahren entdeckt. Zentrale Punktfundamente sind noch von den Wachtürmen Tössegg-Schlössliacker und Rheinau-Köpferplatz/Strickboden bekannt. Auf diesen standen einst die Pfostenschuhe für die Stützpfosten, welche die Dachstuhl- und Deckenkonstruktion der beiden Stockwerke trugen. Sie standen — wie ihre Masse nahelegt — auf vier quadratischen und bis zu 0,70 m tief in den Boden eingelassenen Fundamenten. Für die Annahme, dass die tragenden Elemente der Wände und Decken ausschließlich aus Holz bestanden, spricht eine 0,20 bis 0,40 m dicke Brandschuttschicht, die dem spätantiken Gehhorizont bedeckte. Zwischenwände aus Fachwerk unterteilten den burgus in mehrere Räume. In den wohl über Leitern erreichbaren ersten Stock befanden sich — mutmasslich — die Unterkünfte der Soldaten, im zweiten Stock der Wachraum und der Zustieg zum Wehrgang auf der Mauerkrone. Die Befunde am Burgus von Bacharnsdorf (A) ermöglichten dort weitergehende Uberlegungen zur Nutzung der beiden Stockwerke. Sein Erdgeschoss wird ebenfalls als Lagerraum, das 1. Stockwerk als Wohnraum und das 2. Stockwerk als Wachraum interpretiert. Für Wallbach-Stelli wäre ein atrium- bzw. impluviumartig gestalteter Innenhof denkbar. Allerdings fehlten die Installationen zum Sammeln und Abführen des Regenwassers. Die beiden Obergeschosse könnten aber auch nur einfache balkonartige Umgänge gebildet haben.[14]
Gekocht wurde – wie die bei den Grabungen an der Nord- und Südmauer gefundenen Herdstellen und Gefässkeramik beweisen – im Erdgeschoss, das wohl zum Innenhof hin offen war. Hier befanden sich wahrscheinlich auch die Lagerräume für Lebensmittel und Ausrüstung. Mittig der Süd- und Nordmauer sowie am Nord- und Südende der Westmauer wurden vier rechteckige brandgerötete Bereiche beobachtet. Da sie «fusstief in den Boden reichten», ist davon auszugehen, dass es sich bei ihnen um die Uberreste von regelmässig und/oder intensiv benutzten Herdstellen handelt. Bei den beiden zentralen Herdstellen an der Nord- und Südmauer fanden sich zudem einige rund 1 m breite und 0,5 m tiefe und mit Kalksteinen eingefasste Gruben, die Burkart als Aschegruben interpretierte. In weiterer Folge wurden zwölf Pfostengruben, Durchmesser 20 bis 40 cm, dokumentiert, in denen teilweise noch die Keilsteine lagen. In einer rund 45 cm tiefen Pfostengrube fand sich zudem ein Leistenziegelfragment, das vermutlich ebenfalls zur Stabilisation diente. Da sich einige dieser Pfostengruben nahe der Herdstellen befanden, glaubte Burkart, dass sie zur Befestigung von «Turnern» also der hölzernen Galgen für die Kochkessel gedient hatten. Bei genauerer Betrachtung seines Grabungsplans ist jedoch zu erkennen, dass die fünf Pfostengruben an der Südmauer eine Linie bilden. Es könnte sich also – zumindest bei einem Teil von ihnen – um die Uberreste einer Fachwerkwand oder des Baugerüsts handeln.[15]
Dach
Bemerkenswert ist, dass nur eine sehr geringe Zahl an Ziegelbruch vor Ort aufgefunden werden konnte. Ein Umstand, der auch Burkart aufgefallen war und als Hinweis darauf gewertet wurde, dass die etwas tiefer als der Wehrgang liegende Bedachung des burgus entweder nur aus Stroh oder Holzschindeln bestand. Da die – im Allgemeinen sehr robusten – römischen Ziegel (wie die Mauerblöcke), bei der örtlichen Bevölkerung als Baumaterial sehr begehrt waren, ist dies aus heutiger Sicht aber keinesfalls zwingend; das Ziegelmaterial könnte schon im Zuge des mittelalterlichen oder (früh-)neuzeitlichen Steinraub verschleppt worden sein.[16]
Wehrgraben
Der burgus war offensichtlich zusätzlich mit einem (nur teilweise nachgewiesenen) Wehrgraben (vallum) umgeben. Stehlin liess rund um den burgus vier Sondierschnitte anlegen. In zwei Schnitten zeigte sich nur der natürliche Schichtaufbau. In den Profilen der beiden anderen Schnitte zeichneten sich im Rheinschotter metertiefe, muldenartige Strukturen ab, die Stehlin als Relikte eines im Laufe der Zeit durch eingeschwemmte Sedimente verfüllten Wehrgrabens erkannte. 1,00 bis 1,30 m tiefe Wehrgräben sind auch bei anderen Wachtürmen am HRL nachgewiesen worden, waren aber wohl nicht zwingend Teil des Standard-Bauprogramms.[17]
Verlauf des Donau-Iller-Rhein-Limes in Wallbach
| ON/Name | Beschreibung/Zustand | |
|---|---|---|
| Wachturm Wallbach-Dorf 635130 / 267747 | Dieser Wachturm stand südlich des burgus, direkt am Rheinufer. Die Turmstelle ist heute von der Liegenschaft Brütschengasse 15 überbaut. Die antiken Mauerreste wurden erstmals 1903 vom Pfarrer Sebastian Burkart untersucht, nachdem er vom damaligen Grundbesitzer, Johannes Businger, darüber informiert worden war. Businger hatte in seinem Wohnhaus eine neue Wasserleitung verlegt, dabei fiel ihm auf, dass das Fundament der Trennwand zwischen der Tenne und dem Wohnhaus aussergewöhnlich breit war. 1913 konnte Karl Stehlin mithilfe von Sondierungsgrabungen nachweisen, dass der in etwa Nord-Süd verlaufende Mauerzug rund 1,5 m breit und knapp 9 m lang war. Die von ihm in der Tenne und im Keller des Wohnhauses dokumentierten Mauerecken ließen den Schluss zu, dass sie zu einem massiven rechteckigen oder quadratischen Bauwerk gehörten, das eine Fläche von 5,82 X 5,82 m (innen) bzw. 8,93 m X 8,93 m (aussen) bedeckte. Das Mauerwerk — sein Kern bestand aus mit Kalkbruchsteinen und Kieselwacken durchsetztem opus caementitium — sowie die mit Sandsteinquadern verstärkten Ecken identifizierten sie eindeutig als Uberreste eines spätantiken Wachturms des HRL. Die erhalten gebliebenen Teile seines Fundamentes liegen heute unter der Kellerwand des Hauses Brütschengasse 15. Der Kellerboden entspricht in etwa der Unterkante des römischen Fundaments. Die von Stehlin fotografierte Fundamentinnenseite ist heute nicht mehr sichtbar; sie wurde 1965, im Zuge von Umbaumaßnahmen vollständig verputzt. Businger stieß beim Aushub für die Wasserleitung auch auf ein menschliches Skelett, das «über der hintern Mauer lag». 1982, kamen in der Brütschengasse 13, beim Bau eines Kanals, in der Nähe des sog. «Friedhofs» drei ebenfalls beigabenlose Skelette zum Vorschein. Die vier Bestattungen stammen wahrscheinlich aus einer noch nicht fassbaren, frühmittelalterlichen Besiedlungsphase von Wallbach.[18] | |
| Wachturm Wallbach-Unter der Halde 635427 / 268542 | Die älteste Beschreibung der «Warte Unter der Halde» wurde 1871 von Ferdinand Keller verfasst; zudem fertigte er eine Skizze des damals noch gut erkennbaren Schutthügels an. 1912 ließ Karl Stehlin vier Sondierungsgräben anlegen und das gesamte Schuttmaterial beseitigen, um sich einen Überblick über den genauen Verlauf der Mauerzüge verschaffen zu können. Es zeigte sich, dass nur das ca. 9 m lange, ca. 1 m hohe und ca. 1,40 m breite Fundament der hangseitigen Westmauer des Wachturms noch einigermassen erhalten war; von der rheinseitigen Ostmauer war nur noch die unterste, aus Kieselwacken bestehende Fundamentlage vorhanden. Stehlin stellte weiters fest, dass die Fundamentunterkannte der Westmauer rund 1,60 m höher lag als die der Ostmauer. Dies war — nach heutigem Wissensstand — nicht ungewöhnlich: Man hatte auch beim Wachturm Möhlin-Fahrgraben beobachtet, dass sich die Tiefe der Fundamentgräben am antiken Gehhorizont orientierte. Da auch die beiden Ecken bzw. ihre Ansätze der (ansonsten restlos ausgerissenen) Nord- und Südmauer noch erhalten waren, ließ sich auch das Innenmaß des Bauwerks bestimmen, 5,79 × 5,79 m. Demzufolge scheint es sich auch in diesem Fall um einen typischen Wachturm mit rechteckigem, leicht nach NW verzogenen Grundriss gehandelt zu haben. Ein ihn umgebender Wehrgraben konnte nicht nachgewiesen werden. Der schlechte Erhaltungszustand, aber auch falsche Angaben in der älteren Literatur («liegt unter einem Wochenendhaus») erklärt auch, warum diese Turmstelle bald wieder in Vergessenheit geriet — bis 1989 bei Kanalisationsarbeiten im einem Garten am Flienenweg 6 die Ostmauer erneut angeschnitten wurde, aber nur völlig unzureichend dokumentiert werden konnte. Aus diesem Grund liegt — abgesehen von einigen Keramikfragmenten und dem Bruchstück eines Dachziegels — bis dato kein datierbares Fundmaterial vor.[19] |
Literatur
- Martin Hartmann, Hans Weber: Die Römer im Aargau. Verlag Sauerländer, Aarau 1985, ISBN 3-7941-2539-8, S. ?.
- Beat Zehnder: Die Gemeindenamen des Kantons Aargau. In: Argovia.Jahresschrift der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau. Band 100, 1988–1991. Verlag Sauerländer, Aarau 1991, ISBN 3-7941-3122-3, S. ?.
- Walter Drack: Die spätrömische Grenzwehr am Hochrhein. (= Archäologische Führer der Schweiz 13). 2. überarbeitete Auflage Basel 1993, S. 19–20 (mit Verweis auf ältere Literatur).
- Valentin Häseli, Peter-A. Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 65–87 (Digitalisat)
Hinweis
Das Areal des Wachturms ist frei zugänglich und steht unter kantonalem Denkmalschutz; Bodeneingriffe sind ohne Einwilligung der Kantonsarchäologie Aargau (KAAG) verboten. Die Turmstelle befindet sich heute im Besitz der Ortsbürgergemeinde Wallbach, das Besteigen der Ruine, das Entfachen von Feuer, das Beschädigen des Mauerwerks sowie Bodeneingriffe sind untersagt. Bei Unfällen wird jede Haftung abgelehnt. Daneben wurde eine Informationstafel aufgestellt die in Kurzform die Historie des burgus erläutert.
Siehe auch
Einzelnachweise und Anmerkungen
- ↑ Beat Zehnder: Die Gemeindenamen des Kantons Aargau. In: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau (Hrsg.): Argovia. Band 100. Verlag Sauerländer, Aarau 1991, ISBN 3-7941-3122-3, S. 454–456.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 65–87.
- ↑ Dominik Sauerländer: Wallbach, Historisches Lexikon der Schweiz, 2023 (abgerufen am 7. Dezember 2025)
- ↑ CIL 13, 09077
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 68–87.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 68–87.
- ↑ Notitia Dignitatum occ. XXXVI
- ↑ Martin Hartmann, Hans Weber: Die Römer im Aargau. Verlag Sauerländer, Aarau 1985, ISBN 3-7941-2539-8, S. 205–206.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 65–87.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 65–87.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 65–87.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 65–87.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 65–87.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 65–87.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 65–87.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 65–87.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 65–87.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 68.
- ↑ Valentin Häseli, Peter-Andrew Schwarz: Neue Forschungen zum spätantiken Hochrhein-Limes im Kanton Aargau IV. Die Kleinfestung Wallbach-Stelli und andere spätantike Wehranlagen in Wallbach. In: Gesellschaft Pro Vindonissa. Jahresbericht 2019. Vindonissa Museum, Brugg 2019, S. 71.