Broxten

Broxten
Gemeinde Ostercappeln
Koordinaten: 52° 24′ N, 8° 11′ O
Fläche: 16,1 km²[1]
Einwohner: 1155 (31. Dez. 2024)[2]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Postleitzahl: 49179
Vorwahl: 05473
Lage von Broxten in Niedersachsen

Broxten ist ein Ortsteil der Gemeinde Ostercappeln im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Neben Niewedde und Vorwalde ist Broxten einer der drei Ortsteile, die innerhalb von Ostercappeln die Ortschaft Venne bilden. Bis 1972 war Broxten eine Gemeinde im damaligen Landkreis Wittlage.

Geographie

Broxten ist eine alte Bauerschaft und weist dementsprechend nur eine lockere Besiedlung auf. Sein Gebiet erstreckt sich nordöstlich, östlich und südöstlich des Dorfes Venne und wird in West-Ost-Richtung vom Mittellandkanal sowie der Bundesstraße 218 durchquert.

Geschichte

Die Bauerschaft Broxten gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Hunteburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Broxten zum Kanton Ostercappeln des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie Venne im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems.[3] 1814 kam die Gemeinde zum Königreich Hannover und gehörte dort zum Amt Wittlage-Hunteburg. 1867 fiel Broxten mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte die Gemeinde zum Landkreis Wittlage. Im Landkreis Wittlage gehörte Broxten zur Samtgemeinde Venne. Am 1. Juli 1972 wurde die Gemeinde im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen Teil der Gemeinde Ostercappeln im Landkreis Osnabrück.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812 673 [3]
1871 667 [4]
1910 591 [5]
1939 774 [6]
1950 927 [1]
1961 767 [1]
1970 700 [1]

Boden- und Baudenkmale

Bedeutende Bodendenkmale auf Broxtener Gebiet sind die Großsteingräber Darpvenner Steine. Vollständig oder mit einem Teil ihrer Gebäude stehen in Broxten unter Denkmalschutz die Höfe Jürgen zu Broxten und Stüve.

Wirtschaft

Auf Broxtener Gebiet liegt ein großes Werk von Häcker Küchen.

Einzelnachweise

  1. a b c d Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  2. Gemeinde Ostercappeln, Zahlen-Daten-Fakten
  3. a b Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 192 (google.de).
  4. Volkszählung 1871
  5. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. April 2025.
  6. Michael Rademacher: Wittlage. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.