Birkenweißbuch
Birkenweißbuch Gemeinde Berglen
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| Koordinaten: | 48° 51′ N, 9° 29′ O |
| Höhe: | 395 m |
| Eingemeindung: | 1819 |
| Eingemeindet nach: | Vorderweißbuch |
| Postleitzahl: | 73663 |
| Vorwahl: | 07181 |
| Lage von Birkenweißbuch in der Gemeinde Berglen
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Birkenweißbuch im 17. Jahrhundert (1686)
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Birkenweißbuch (bis 1828 Hinterweißbuch) ist ein zum Gemeindeteil Vorderweißbuch gehörender Weiler in der Gemeinde Berglen im baden-württembergischen Rems-Murr-Kreis. Der Ort liegt im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald.
Geographische Lage
Birkenweißbuch liegt auf einer Stubensandsteinhochfläche, welche die Wasserscheide zwischen den Fluss- und Talsystemen des Buchenbachs im Norden und des Schornbachs darstellt.
Umliegende Ortschaften sind Necklinsberg, Vorderweißbuch, Streich, Kottweil, Ödernhardt und Oppelsbohm (im Uhrzeigersinn).
Geschichte
Birkenweißbuch war immer eng mit Vorderweißbuch verbunden und teilte dessen Schicksal. Der Weiler entstand wohl gegen Ende des 14. Jahrhunderts als Ausbauort von Vorderweißbuch, da Im ganzen 14. Jahrhundert nicht zwischen den beiden Ortschaften unterschieden wurde. Erst zu Beginn des 15. Jahrhunderts (1404)[1] wurde zwischen Vordern Wisbuch und Hinder Wysbuch daz wiler zu den Birken unterschieden. Im selben Jahr veräußerten die Herren von Wunnenstein den kleinen Ort an die Prämonstratenser des Klosters Adelberg, denen Vorderweißbuch bereits gehörte. Der Ortsname bedeutet so viel wie Siedlung im hellblättrigen Buchenwald. Mit der Einführung der Reformation unter Herzog Ulrich 1535 wurde das Kloster Adelberg aufgelöst. Birken- und Vorderweißbuch kamen daraufhin endgültig unter württembergische Kontrolle. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Birkenweißbuch zur Gemeinde Steinenberg im Oberamt Schorndorf. 1819 wurde Birkenweißbuch zusammen mit Streich in die neu gegründete Gemeinde Vorderweißbuch integriert.
Durch eine Gebietsreform während der NS-Zeit 1938 wurde Birkenweißbuch zusammen mit Vorderweißbuch dem Landkreis Waiblingen zugeschlagen.
Mit der Gemeindereform in Baden-Württemberg kam Birkenweißbuch mit Vorderweißbuch am 1. April 1972 zur Großgemeinde Buchenberg, die kurz darauf in Berglen umbenannt wurde.
Sehenswürdigkeiten
- Gittermast mit Schlagglocke, Uhr und Wetterfahne.[2] Ein identischer Glockenturm steht in Dörtel bei Bad Mergentheim.[3]
Religion
Birkenweißbuch gehörte seit 1440 zur Pfarrei Oppelsbohm. Die wenigen Katholiken sind nach Winnenden eingepfarrt.
Literatur
- Ilse Böwing-Bauer: Die Berglen. Hopfer Verlag, Tübingen 1958.
- Horst Lässing (Hrsg.): Der Rems-Murr-Kreis. Der Rems-Murr-Kreis. Verlag Konrad Theiss, Aalen 1980, ISBN 3-8062-0243-5. S. 285.
Einzelnachweise
- ↑ Birkenweißbuch - Wohnplatz - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 29. November 2025.
- ↑ Manfred Steinmetz, Renate Winkelbach, Reinhard Wolf: Kulturhistorische Vielfalt. Kleindenkmale im Rems-Murr-Kreis, 2013, S. 64.
- ↑ Neuer Glanz für Kleinod mit spannender Geschichte | Kathol. Dekanat Mergentheim