Beyköy-Texte
Die sogenannten Beyköy-Texte bezeichnen eine Gruppe hieroglyphenluwischer und keilschriftlicher Inschriften, von denen – abgesehen von der 1889 von William Mitchell Ramsay beschriebenen und im Gebiet des Ortes Beyköy (Landkreis İhsaniye) in Kleinasien, etwa 34 km nördlich von Afyonkarahisar, entdeckten hieroglyphenluwischen Trachytinschrift Beyköy 1 aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. – angenommen wird, dass es sich um Fälschungen handelt. Vorgebliche Abschriften hieroglyphenluwischer Kalksteininschriften, bezeichnet als Beyköy 2–4, sowie vermeintliche Übersetzungen keilschriftlicher Bronzetafeln stammen aus dem Nachlass des 2012 verstorbenen britisch-niederländischen Prähistorikers James Mellaart. Nach seinen handschriftlichen Aufzeichnungen seien die Inschrift HL Beyköy 2 und die keilschriftlichen Texte bereits 1878 bei Beyköy entdeckt worden; anschließend seine die Abschriften und Übersetzungen auf großen Umwegen in seinen Besitz gelangt. Die Bezeichnungen HL Beyköy 1–4 wurden von Eberhard Zangger und Frederik C. Woudhuizen eingeführt, wobei sie mit dieser Nomenklatur an die von Ramsay entdeckte, als Beyköy-Text bezeichnete Inschrift anknüpften. Kurz nach der Publikation der vermeintlichen Abzeichnungen der Hieroglypheninschriften sowie des Inhalts der Keilschriftübersetzungen durch Zangger und Woudhuizen im Jahr 2017 gelangte Zangger bei der Durchsicht von Mellaarts komplettem Nachlass im Februar des darauffolgenden Jahres zu dem Schluss, dass dieser im Verlauf seiner wissenschaftlichen Tätigkeit in großem Umfang Fälschungen angefertigt hatte, um seine Deutungen der kleinasiatischen Frühgeschichte zu untermauern. In der Folge distanzierten sich Zangger und Woudhuizen von der Authentizität der keilschriftlichen Inschriften. Hinsichtlich der hieroglyphenluwischen Inschriften hielten sie jedoch an deren Echtheit fest, womit sie innerhalb der Fachwelt eine isolierte Position einnahmen.
HL Beyköy 1
1889 beschrieb der schottische Althistoriker und Epigraphiker William M. Ramsay (1851–1939) eine Inschrift, die er 1884 auf einem großen, wahrscheinlich trachytischen Steinblock an der Seite eines Hügelgrabes entdeckt hatte. Als Lage des Grabbaus gab er etwa eine englische Meile südlich von Beyköy an. Ramsay kopierte die Inschrift und erkannte sie als Hieroglyphenschrift, deren durch ein schmales Reliefband getrennte zwei breite Linien Zeichen enthielten, die in vertikaler Reihenfolge einzelne Worte bildeten. Die unterschiedliche Ausrichtung eines Fußes in der oberen und einer Hand in der unteren Linie interpretierte er als Bustrophedon-Schreibweise.[1] Zu Zeiten Ramsays konnten luwische Hieroglyphen noch nicht gedeutet werden. Eine erste Übersetzung der Inschrift wurde 1980 von Émilia Masson vorgelegt.[2] Nach Frederik C. Woudhuizen bezieht sich der Text mit gewisser Wahrscheinlichkeit auf eine erfolgreiche Militärkampagne in der späten Regierungszeit des hethitischen Großkönigs Muwattallis II. (1295–1272 v. Chr.), als Urhi-Teššup, der spätere Muršili III., nach dem frühen Tod seines Halbbruders Kurunta, irgendwann nach der Abfassung des Tawagalawa-Briefes (um 1280 v. Chr.) verstorben war, die Stellung des tuhkanti („designierten Thronfolgers“) übernommen hatte.[3]
Die Beyköy-Texte aus dem Nachlass von James Mellaart
Nachlass von James Mellaart
Im Juni 2017 erhielt der aus Kamen in Westfalen stammende Geoarchäologe Eberhard Zangger über Alan Mellaart, den Sohn des 2012 verstorbenen Archäologen James Mellaart,[4] Zugang zu Manuskripten aus dessen Nachlass. Mellaart, ein renommierter Vertreter der prähistorischen Archäologie Kleinasiens, der insbesondere durch die Entdeckung von Çatal Höyük bekannt geworden war, hatte darin Unterlagen hinterlassen, die sich vermeintlich auf teils hieroglyphenluwische, teils keilschriftliche Bronze- und Kalksteininschriften aus der Zeit der Seevölkerinvasion bezogen. Diese sollen im 19. Jh. bei dem Dorf Beyköy entdeckt und später verloren gegangen sein. Zangger war bereits 1995 im Zuge von Telefongesprächen und Briefwechseln mit Mellaart auf die keilschriftlichen Inschriften aufmerksam geworden, die Mellaart schon Anfang der 1990er Jahre in mehreren Publikationen am Rande erwähnt hatte.[5]
Zangger bewertete das vorgefundene Material zunächst als von erheblicher Bedeutung, da es seine umstrittene These zu mächtigen luwischen Reichen in Westanatolien zu stützen schien und präsentierte das Konvolut medienwirksam einer breiten Öffentlichkeit.[6] Dabei und vertrat er die Auffassung, Mellaart habe das Material lediglich deshalb nie veröffentlicht, um die seiner Ansicht nach völlig unbegründeten Fälschungsvorwürfe gegen seine Person nicht weiter zu befeuern – schließlich seien die Funde, so Zangger, derart außergewöhnlich und revolutionär, dass sie zwangsläufig weitere Skepsis und Kritik provoziert hätten.[7] Eine erste Analyse und Rekonstruktionen der von ihm als „Beyköy 2“ bezeichneten Inschrift veröffentlichte Zangger im Oktober 2017,[8] ohne zu bemerken, dass Mellaart denselben Text bereits in den 90er Jahren Fachkollegen vorgestellt hatte – damals bestand der Konsens, dass es sich um Fälschungen handle.[9] Gemeinsam mit Frederik C. Woudhuizen veröffentlichte er im Dezember 2017 – zunächst online, später auch in Druckform – einen Beitrag, der unter anderem auf die im Zuge der Veröffentlichung in der Fachwelt aufkommenden Zweifel reagierte und für die Echtheit der Inschrift plädierte.[10]
Ende Februar 2018 sichtete Zangger während fünf Tagen den Nachlass aus dem Arbeitszimmer von James Mellaart. Dabei offenbarte sich dem Geoarchäologen, dass Mellaart im Verlauf seiner akademischen Laufbahn in beträchtlichem Umfang Material gefälscht hatte. Obgleich Zangger bereits im Vorfeld auf die zahlreichen, weithin bekannten Fälschungen Mellaarts hingewiesen worden war, diese Hinweise jedoch in den Wind geschlagen hatte,[11] präsentierte er diese Entdeckungen dennoch mit Selbstgewissheit als einen „neuen Durchbruch“,[12] der allein durch die von ihm aufgefundenen Unterlagen ermöglicht worden sei.[13] Trotz dieser Entwicklungen haben Zangger und Woudhuizen – u. a. im Rückgriff auf die Unschuldsvermutung[14] – an der Echtheit der hieroglyphenluwischen Kalksteininschriften festgehalten.[15] Als eigentlichen Ursprung vermuten sie den illegalen Kunstmarkt.[16]
HL Beyköy 3 und 4
Die von Zangger und Woudhuizen als Beyköy 3 und Beyköy 4 bezeichneten Texte bestehen aus zwei hieroglyphenluwischen Fragmenten aus dem Nachlass von James Mellaart und wurden im Dezember 2017 erstmals veröffentlicht.[17] Bekannt wurden diese angeblichen Abzeichnungen hieroglyphenluwischer Inschriften der Fachwelt erstmals Ende der 1980er Jahre. In einem auf Anfang Juni 1989 datierten Brief übersandte Mellaart an John David Hawkins ein Blatt mit Zeichnungen von sieben hieroglyphischen Inschriftenblöcken, die mit den Buchstaben A bis G bezeichnet waren. Dabei handelte es sich um Reliefblöcke und Felsinschriften, die nach Mellaarts Angaben von unterschiedlichen Fundorten stammten: Beyköy bei Afyon (A und B), Çapan/Şahakaya zwischen Gördes und Akhisar (C) sowie Dağardı am Eğrigöz Dağ (D–G). In dem Brief äußerte Mellaart die Absicht, die Inschriften auf der einen Monat später stattfindenden 36. Rencontre Assyriologique Internationale in Gent zu präsentieren, was auch geschah. Die Zeichnungen waren zu dieser Zeit offenbar aktuell und vermutlich im selben Jahr angefertigt worden.[18] Zangger hat diese in Gent präsentierten Inschriftenblöcke fälschlich mit den von ihm und Woudhuizen als Beyköy 2 bezeichneten Inschriften identifiziert und ist zudem davon ausgegangen, dass das Papier in Mellaarts Abwesenheit von Oliver Gurney vorgetragen worden sei.[19] Tatsächlich war Mellaart allerdings auf der Tagung anwesend und hat den Vortrag wohl auch selbst gehalten.[20]
Die in Gent präsentierten Inschriften weisen eine gewisse Nähe zu den hieroglyphenluwischen Siegeln auf, die Mellaart in den 1950er Jahren bei Ortakaraviran gefunden haben will und die vermutlich seine frühesten Fälschungen darstellen.[21] Die Zeichnungen besitzen zahlreiche fehlerhafte Verwendungen hieroglyphischer Zeichen. Wesentliche Teile der der Inschriften müssen als falsch oder gänzlich bedeutungslos gelten.[22] Frederik C. Woudhuizens hat unter der Annahme, die Texte seien echt, eine Transliteration und Übersetzung der Inschriften angefertigt.[23] Offensichtlich waren die Fälschungen darauf angelegt, anderweitig überlieferte westanatolische Herrscher in erfundenen Zusammenhängen darzustellen, um eine eigenwillige Interpretation der politischen Geographie Westanatoliens zu untermauern.[24]
HL Beyköy 2
Bei HL Beyköy 2 handelt es sich – ebenso wie bei den Texten HL Beyköy 3 und 4 – um die vermeintliche Abzeichnung einer hieroglyphenluwischen Inschrift aus der späten westanatolischen Bronzezeit. Im Oktober 2017 veröffentlichte Zangger den Fries erstmals in seinem Buch Die Luwier und der Trojanische Krieg;[25] was den Ausgangspunkt einer intensiven und kontrovers geführten wissenschaftlichen Debatte bilden sollte. Wäre der Fries authentisch, so würde es sich mit deutlichem Abstand um die längste bekannte bronzezeitliche hieroglyphenluwische Inschrift handeln.[26] Inhaltlich präsentiert sich der Text als Inschrift des Großkönigs Kupanta-Kurunta von Mira, eines Zeitgenossen des Muksus. Er enthält eine genealogische Rückführung bis auf dessen Urgroßvater und Namensvetter, der im späten 14. Jh. v. Chr. vom hethitischen Großkönig Muršili II. eingesetzt worden war. Thematisch behandelt die Inschrift Ereignisse aus dem Umfeld der Seevölkerinvasionen um 1190 v. Chr. und bietet umfangreiche Aufzählungen von Orten und Ländern sowie von dort verehrten Gottheiten.[27]
Der Fries war Mitte der 90er Jahre, einige Zeit nach der Vorstellung der Gent-Inschiften (unter ihnen auch Beyköy 3 und 4), erstmals durch Mellaart der Fachwelt bekannt gemacht worden. Schon damals galt er als weitere Fälschung Mellaarts. Seine Entstehung ist wohl im Zusammenhang mit der Edition der Yalburt-Inschrift 1993 zu sehen, die Mellaart zu seiner Konstruktion angeregt haben dürfte.[28] Nach Mellaarts in handschriftlichen Aufzeichnungen seines Nachlasses überlieferter, überaus abenteuerlicher Darstellung[29] sei der Text bereits 1878 vom französischen Archäologen und Epigraphiker Georges Perrot[30] von rund dreißig Kalksteinblöcken abgezeichnet worden, die Kleinbauern bei Beyköy bei der Suche nach Baumaterial aus dem Boden geborgen hätten. Der Inschriftenfries habe eine Höhe von rund 35 cm und eine Gesamtlänge von etwa 29 m besessen. Nach Perrots Rückkehr nach Konstantinopel hätten die osmanischen Behörden die Sicherstellung der Blöcke verfügt; als der Leiter der Altertumsverwaltung am Fundort eintraf, seien die Steine jedoch bereits in das Fundament einer neu errichteten Moschee eingearbeitet gewesen. Bei einer anschließenden Durchsuchung des Dorfes, so Mellaart, habe man eine Reihe von Bronzetafeln mit Keilschrift entdeckt (siehe zu diesen unten). In den 1950er Jahren sei dann ein türkisch-amerikanisches Forschungsprojekt unter der Leitung des Direktors der Antikenbehörde in Ankara Hamit Zübeyir Koşay († 1984) gegründet worden, welches die Veröffentlichung von im 19. Jh. konfiszierten Inschriften zum Ziel gehabt habe. Die Übersetzung der Keilschrifttafeln habe man bereits in den 60er Jahren abschließen können, während die von Georges Perrot angefertigten Zeichnungen der Hieroglypheninschrift erst in den 1970er Jahren wiederentdeckt worden seien. Eine Veröffentlichung der Kalksteininschriften sei dabei erst für den zweiten Band der Publikationsreihe angedacht gewesen. An diesem Projekt seien neben den Übersetzern Albrecht Götze († 1971) und Edmund Irwin Gordon († 1984) der Kurator des Britischen Museums Richard David Barnett († 1986) sowie die Archäologen Bahadır Alkım († 1981) und dessen Ehefrau Handam Alkım († 1985) beteiligt gewesen; Mellaart selbst sei erst 1976 über die Eheleute Alkım in das Unternehmen aufgenommen worden. Der frühe Tod Bahadır Alkıms hätte dann die Publikation verzögert, und obwohl die Übersetzungen der Keilschrifttafeln 1984 bereits im Druck gewesen seien, habe das rasche Ableben aller maßgeblichen Projektbeteiligten letztlich dazu geführt, dass die Veröffentlichung des Bandes nie zustande kam.
Jüngere philologische Untersuchungen haben gezeigt, dass der Text im Wesentlichen aus Unsinn besteht und keinerlei Ähnlichkeit mit authentischen hieroglyphenluwischen Inschriften – gleich welcher Epoche – aufweist. Die Zeichen sind willkürlich angeordnet, Logogramme fehlerhaft oder spiegelverkehrt wiedergegeben, und die Zeichenfolgen ergeben keinen sprachlich sinnvollen Zusammenhang. Hinzu kommen frei erfundene Zeichenformen. Mellaart griff bei der Anfertigung der Fälschung offenbar auf ältere Publikationen zurück – vor allem auf Emmanuel Laroches Les Hiéroglyphes Hittites von 1960 – ohne die späteren Fortschritte in der Entzifferung zu berücksichtigen. Der Inhalt besteht überwiegend aus phantasievoll konstruierten Ortsnamen, von denen einige zwar formal noch plausibel erscheinen, die Mehrzahl jedoch spontane, unbelegte Erfindungen darstellen. Zudem mischt der Text Zeichenformen verschiedener Epochen, sodass späte Varianten aus dem 10. Jh. v. Chr. in einen angeblich früh-12.-Jh.-Kontext gesetzt werden. Die Forschung betrachtet Beyköy 2 heute als eine von mehreren hieroglyphenluwischen Fälschungen James Mellaarts, welche er seit den 50er Jahren angefertigt hatte. Sie scheinen Teil eines Versuchs gewesen zu sein, die Existenz bedeutender westanatolischer luwischer Reiche zu belegen, deren historische Realität archäologisch nicht nachweisbar ist.[31]
Frederik C. Woudhuizen hat unter der Annahme, der Fries sei echt, die Inschriftenblöcke neu geordnet und eine Transliteration und Übersetzung des Textes angefertigt.[32]
Keilschriftliche Beyköy-Texte
Die keilschriftlichen Beyköy-Texte sollen sich nach Notizen aus dem Nachlass James Mellaarts[33] auf ein, zwei, drei oder fünfunzwanzig großen Bronzetafeln befunden haben, die 1878 vom Direktor der osmanischen Antikenverwaltung nach einer Durchsuchung des Ortes Beyköy beschlagnahmt worden waren. Anlass für diese Durchsuchung habe der missglückte Versuch, die oben genannten rund 30 Steinblöcke der hieroglyphenluwischen Kalksteinschrift sicherzustellen, gegeben, die – so Mellaarts Darstellung – von den Bewohnern des Dorfes kurz nach der Entdeckung in das Fundament einer Moschee eingemauert worden waren (siehe oben).
Die Bronzetafeln habe man nach der Beschlagnahmung dem neu gegründeten Archäologischen Museum in Konstantinopel zugeführt, wobei eine von ihnen in den 1880er Jahren kurzzeitig in einer Ausstellung gezeigt worden sei. Nachdem eine Tafel jedoch verschwand, habe man die verbliebenen Stücke in die Residenz des Sultans Abdülhamid II., den Dolmabahçe-Palast, verbracht. Während der politischen Unruhen von 1918 seien die verbliebenen Tafeln mehrfach als verlegt, gestohlen oder verloren gemeldet worden, jedoch später wieder aufgetaucht. In den 1920er Jahren habe man deann Emil Forrer eine der Tafeln vorgelegt, da zu jener Zeit noch kein türkischer Gelehrter den Keilschrifttext zu lesen vermochte. Forrer habe aus der Inschrift geschlossen, dass – anders als bisher angenommen – die Könige von Arzawa/Mira für den Untergang des Hethiterreiches verantwortlich gewesen seien. Daraufhin habe Kemal Atatürk persönlich die Veröffentlichung des Textes untersagt, da dessen Inhalt im Widerspruch zur offiziellen hethitischen Staatsideologie der jungen Republik gestanden habe. Diese Behauptungen gewähren dabei wohl gewisse Einblick in Mellaarts Hethiterbild.[34] Ende der 1930er Jahre habe man schließlich auch die zuvor verschwundene Tafel wiederentdeckt, das Ensemble sei jedoch seither im Magazin verblieben.
Nach Mellaarts Angaben hätten sich bereits Emil Forrer, möglicherweise auch Helmuth Theodor Bossert sowie ein weiterer deutscher Hethitologe mit der Deutung der Inschriften auf den Tafeln befasst. In den 1950er Jahren habe der deutsch-amerikanische Altorientalist Albrecht Götze im Rahmen eines türkisch-amerikanischen Forschungsprojekts den Auftrag erhalten, die Texte zu übersetzen. Eine englische Übersetzung Götzes, die 67 Seiten mit 278 nummerierten, durch horizontale Linien getrennten Absätzen umfasste,[35] will Mellaart zwischen 1976 und 1981 teilweise erhalten haben. Nach dem Tod des für die Publikation vorgesehenen Bahadır Alkım im Jahr 1981 sei der erste Band mit den keilschriftlichen Texten der Bronzetafeln 1984 in Druck gegangen, jedoch nie erschienen. Ab 1986 sei Mellaart nach eigenen Angaben der Einzige gewesen, der noch über Teile des Materials verfügte und damit arbeitete.
In mehreren Publikationen der Jahre 1992 und 1993 sowie in der Korrespondenz mit Fachkollegen kündigte er die baldige Veröffentlichung der Texte an, die jedoch bis zu seinem Tod 2012 nicht erfolgte. 1995 stand er in brieflichem und telefonischem Kontakt mit Eberhard Zangger über den Inhalt der Keilschrifttafeln.[36] Es kann davon ausgegangen werden, dass die vorgebliche Übersetzung der Tafeln um 1992 entstanden ist.[37] Im Mai 2017 legten Frederik C. Woudhuizen und Eberhard Zangger auf einer internationalen Tagung in Izmir erstmals den Inhalt der betreffenden Inschrift sowie ihre Argumente für die Echtheit der zugrunde liegenden Texte vor. Ihre Darstellung basierte zu diesem Zeitpunkt ausschließlich auf jenen Zusammenfassungen, die Mellaart in den 90er Jahren in zwei Briefen an Zangger übersandt hatte.[38] Bereits im folgenden Monat konnte Zangger jedoch eine komprimierte Fassung der 67-seitigen „Übersetzung“ präsentieren, auf die er inzwischen über Mellaarts Sohn Zugriff erhalten hatte.[39] Nach der systematischen Durchsicht des Nachlasses im Jahr darauf, während der Zangger Mellaarts Fälschungstätigkeit identifizierte, distanzierten sich sowohl er als auch Woudhuizen von der postulierten Echtheit der Keilschrifttafeln, hielten jedoch an der Authentizität der hieroglyphischen Inschrift Beyköy 2 weiterhin fest.[40]
Das Dokument stellt sich als umfassende Geschichtsschreibung der Ereignisse im Westen Kleinasiens dar, die in sehr vager Form bis etwa 3170 v. Chr. zurückreicht und ab 2500 v. Chr. zunehmend konkrete Züge annimmt. Niedergeschrieben worden sein soll das Werk um 1170 v. Chr. anlässlich der Thronbesteigung von König Muksus, nachdem dieser, so die Fälschung, Siege über Hatti und Ägypten errungen hatte. Als Auftraggeber wird Kupanta-Kurunta, der Großkönig von Mira, genannt. Die Bronzetafeln seien in akkadischer Keilschrift, jedoch in hethitischer Sprache verfasst worden. Spätere Herrscher von Arzawa sollen das Dokument sukzessive ergänzt haben, bis zum ersten Regierungsjahr von König Midas im Jahr 720 v. Chr.[41] Der Text ist dabei offensichtlich ein Versuch, den Beginn der europäischen Geschichtsschreibung in die Bronzezeit vorzuverlegen und eine geschlossene Geschichte des kleinasiatischen Altertums bis zum Beginn der griechischen Geschichtsschreibung zu konstruieren.[42]
Literatur
- Émilia Masson: Les inscriptions louvites hiéroglyphique de Köylütolu et Beyköy. In: Kadmos. Zeitschrift für vor- und frühgriechische Epigraphik 19/2 (1980), S. 118–120.
- Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg, Zürich 2017.
- Eberhard Zangger/Frederik C. Woudhuizen: Rediscovered Luwian Hieroglyphic Inscriptions from Western Asia Minor. In: Talanta 50 (2018), S. 9–56 (PDF-Version).
- Michael Bányai: Der Beylöy Text: Eine Fälschung? In: Talanta 50 (2018), S. 57–82 (PDF-Version).
- Vladimir Stissi: What is Drawn and Written is not Necessary True. Contextualising Mellaart’s Fakes. In: Talanta 50 (2018), S. 87–124 (PDF-Version).
- Frederik C. Woudhuizen/Eberhard Zangger: Arguments for the Authenticity of the Luwian Hieroglyphic Texts from the Mellaart Files. In: Talanta 50 (2018), S. 183–212 (PDF-Version).
- Frederik C. Woudhuizen: Luwian Hieroglyphic Texts in Late Bronze Age Scribal Tradition, Wiesbaden 2021.
- John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaart. Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127.
- Diether Schürr: Ein pathologischer Betrüger – James Mellaart. In: Gephyra 30 (2025), S. 195–216.
Weblinks
- Luwian Studies – Gemeinnützige Stiftung zur Erforschung des 2. Jahrtausends v. Chr. im Westen Kleinasiens.
- Beyköy bei hittitemonuments.com.
Anmerkungen
- ↑ William M. Ramsay: Syro-Cappadocian Monuments in Asia Minor. In: Mittheilungen des Kaiserlich Deutschen Archaeologischen Instituts 14/1 (1889,), Nr. 5., S. 181f.
- ↑ Émilia Masson: Les inscriptions louvites hiéroglyphique de Köylütolu et Beyköy. In: Kadmos. Zeitschrift für vor- und frühgriechische Epigraphik 19/2 (1980), S. 106–22, hier: S. 118–120.
- ↑ Eberhard Zangger/Frederik C. Woudhuizen: Rediscovered Luwian Hieroglyphic Inscriptions from Western Asia Minor. In: Talanta 50 (2018), S. 9–56, hier: S. 18; Frederik C. Woudhuizen: The Luwians of Western Anatolia. Their Neighbours and Predecessors, Oxford 2018, S. 80; ders.: Luwian Hieroglyphic Texts in Late Bronze Age Scribal Tradition, Wiesbaden 2021, S. 49f.
- ↑ Zur Person Mellaart vgl. insbes. Ian Hodder: James Mellaart, 1925–2012. In: Biographical Memoirs of Fellows of the British Academy 14 (2015), S. 411–420; den Themenband von Jan Stronk/Maarten de Weerd (Hrsg.): Talanta. Proceedings of the Dutch Archaeological and Historical Society 50 (2018); und Emma L. Baysal (Hrsg.): James Mellaart. The journey to Çatalhöyük, Istanbul 2020.
- ↑ Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Eine Entdeckungsgeschichte, Zürich 2017, S. 299–301; Abbildungen der ersten Seite des zweiten und die letzte Seite des ersten Briefes von Mellaart an Zangger abgedruckt auf S. 218f. Es sei hervorgehoben, dass nur ein sehr geringer Teil von Mellaarts hieroglyphischen und keilschriftlichen „Entdeckungen“ zum Zeitpunkt seines Todes veröffentlicht war – ein Umstand, der diese Vorfälle deutlich von Mellaarts übrigen Fälschungsaffären unterscheidet; John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaart. Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127, hier: S. 119–122.
- ↑ Frank Thadeusz: Die Rache des Sonnyboys. In: Der Spiegel 41 (2017), S. 130–132.
- ↑ Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Eine Entdeckungsgeschichte, Zürich 2017, S. 299–316. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang neben der Dorak-Affäre Vorfälle um gefälschte Wandmalereien aus Çatalhöyük und hieroglyphen-luwische Siegel; Vladimir Stissi: What is Drawn and Written is not Necessary True. Contextualising Mellaart’s Fakes. In: Talanta 50 (2018), S. 87–124; John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaart. Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127.
- ↑ Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Eine Entdeckungsgeschichte, Zürich 2017, S. 213–227, 286–290, 299–316. Die Publikation der Edition von Beyköy 2 erfolgte Ende 2017 durch Zangger und Woudhuizen online auf talanta.nl.
- ↑ Eberhard Zangger: James Mellaart’s Fantasies. In: Talanta 50 (2018), S. 125–182, hier: S. 128; ders./Frederik C. Woudhuizen: Arguments for the Authenticity of the Luwian Hieroglyphic Texts from the Mellaart Files. In: ebd., S. 183–212, hier: S. 184
- ↑ Eberhard Zangger/Frederik C. Woudhuizen: Rediscovered Luwian Hieroglyphic Inscriptions from Western Asia Minor. In: Talanta 50 (2018), S. 9–56, insbes. S. 42–45 [bereits im Dezember 2017 online erschienen].
- ↑ Vgl. Eberhard Zangger: James Mellaart’s Fantasies. In: Talanta 50 (2018), S. 125–82, hier: S. 127, 178f. Für Zanggers ausführliche Rechtfertigung der Fälschungsvorwürfe gegenüber Mellaart vor der Durchsicht des Nachlasses siehe: ders.: Die Luwier und der Trojanische Krieg, Zürich 2017, S. 199–227; 299–316.
- ↑ Luwianstudies.org: British Prehistorian Forged Documents Throughout His Life, März 2018; sowie Eberhard Zangger: James Mellaart’s Fantasies. In: Talanta 50 (2018), S. 125–182, hier: S. 128f. Auch ders.: Der Nachlass von James Mellaart offenbart dessen Archäophantasien. In: Archäologie Online, August 2019.
- ↑ Vladimir Stissi: What is Drawn and Written is not Necessary True. Contextualising Mellaart’s Fakes. In: Talanta 50 (2018), S. 87–124, hier: S. 88; hat dieses Vorgehen Zanggers als „schamlos“ bezeichnet. Zu einem ähnlichen Urteil gelangt auch Diether Schürr: Ein pathologischer Betrüger – James Mellaart. In: Gephyra 30 (2025), S. 195–216.
- ↑ Die Unzulässigkeit dieser Argumentation und den pseudowissenschaftlichen Kern dieses Ansinnens betont insbes. Vladimir Stissi: What is Drawn and Written is not Necessary True. Contextualising Mellaart’s Fakes. In: Talanta 50 (2018), S. 87–124, hier: S. 88–90, 100, 118f.
- ↑ Eberhard Zangger: James Mellaart’s Fantasies. In: Talanta 50 (2018), S. 125–182, hier: S. 169–79; ders./Frederik C. Woudhuizen: Arguments for the Authenticity of the Luwian Hieroglyphic Texts from the Mellaart Files. In: ebd., S. 183–212, hier: S. 188, 200; dies: Early Mediterranean Scripts, Istanbul 2021, S. 91–103. Stellenweise hat sich Zangger dagegen auch offen gegenüber der Fälschungstheorie gezeigt; so etwa in Luwianstudies.org: Interview mit Eberhard Zangger zum „Spiegel“-Artikel „Schrumpliger Luftballon“, März 2018.
- ↑ Eberhard Zangger/Frederik C. Woudhuizen: Arguments for the Authenticity of the Luwian Hieroglyphic Texts from the Mellaart Files. In: Talanta 50 (2018), 183–212, hier: S. 189–191; Frederik C. Woudhuizen: Luwian Hieroglyphic Texts in Late Bronze Age Scribal Tradition, Wiesbaden 2021, S. 189f.
- ↑ Eberhard Zangger/Frederik C. Woudhuizen: Rediscovered Luwian Hieroglyphic Inscriptions from Western Asia Minor. In: Talanta 50 (2018), S. 9–56, hier: S. 45–52, Abb. 5 [bereits im Dezember 2017 online erschienen].
- ↑ John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaert: Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127, hier: S. 113.
- ↑ Eberhard Zangger: James Mellaart’s Fantasies. In: Talanta 50 (2018), S. 125–82, hier: S. 128, 169.
- ↑ Zu den Irrtümern: John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaart. Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127, hier: S. 113.
- ↑ Die Siegel belegen zugleich, dass Mellaart schon früh nicht nur ägyptische, sondern auch luwische Hieroglyphen lesen konnte; Diether Schürr: Mellaarts erste Erfindung. Ein Hieroglyphen-Luwisches Siegel. In: Talanta 50 (2018), S. 83–85; John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaart. Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127, hier: S. 113.
- ↑ John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaart. Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127, hier: S. 116.
- ↑ Eberhard Zangger/Frederik C. Woudhuizen: Rediscovered Luwian Hieroglyphic Inscriptions from Western Asia Minor. In: Talanta 50 (2018), 9–56, hier: S. 51.
- ↑ John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaart. Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127, hier: S. 113.
- ↑ Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Eine Entdeckungsgeschichte, Zürich 2017, S. 313f.
- ↑ Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Eine Entdeckungsgeschichte, Zürich 2017, S. 310. Der Textbestand wäre durch sie um etwa 30 Prozent erweitert.
- ↑ Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Eine Entdeckungsgeschichte, Zürich 2017, S. 310–315.
- ↑ John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaart. Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127, hier. S. 114.
- ↑ Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Eine Entdeckungsgeschichte, Zürich 2017, S. 304–311; ders./Frederik C. Woudhuizen: Rediscovered Luwian Hieroglyphic Inscriptions from Western Asia Minor. In: Talanta 50 (2018), S. 9–56, hier: S. 11–18.
- ↑ Ob sich Perrot 1878 überhaupt in Westkleinasien aufhielt, ist zweifelhaft; vgl. Vladimir Stissi: What is Drawn and Written is not Necessary True. Contextualising Mellaart’s Fakes. In: Talanta 50 (2018), S. 87–124, hier: S. 15–17.
- ↑ John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaart: Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127, hier: S. 114–117. Für das in der Inschrift zum Ausdruck kommende Geschichtsbild Mellaarts vgl. Michael Bányai: Der Beylöy Text: Eine Fälschung? In: Talanta 50 (2018), S. 57–82.
- ↑ Eberhard Zangger/Frederik C. Woudhuizen: Rediscovered Luwian Hieroglyphic Inscriptions from Western Asia Minor. In: Talanta 50 (2018), S. 9–56, hier: S. 20–28; und Frederik C. Woudhuizen: Luwian Hieroglyphic Texts in Late Bronze Age Scribal Tradition, Wiesbaden 2021, S. 156–184.
- ↑ Zusammenfassend Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg, Zürich 2017, S. 301–315; ders.: James Mellaart’s Fantasies. In: Talanta 50 (2018), S. 125–182, hier: S. 158–164; ders./Frederik C. Woudhuizen: Rediscovered Luwian Hieroglyphic Inscriptions from Western Asia Minor. In: ebd., S. 9–56, hier: S. 11–18.
- ↑ Vgl. Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg, Zürich 2017, S. 213; und John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaart. Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127, hier: S. 107. Mellaart nahm bezüglich der verschiedenen Völker des kleinasiatischen Altertums eine dezidiert „politische“ Position ein: er war antimykenisch, antihethitisch und proluwisch gesinnt. Das von Emil Forrer vertretene Konzept eines mykenischen Großreichs verwarf er; zugleich hielt er auch die historische Bedeutung der Hethiter für überschätzt. Für Mellaart lag die eigentliche Macht im Kleinasien des 2. Jahrtausends v. Chr. im Königreich Arzawa. In seiner Vorstellung erschienen die Hethiter als aggressive Nationalisten und Unterdrücker fremder Völker, während er die Luwier fast wie Freiheitskämpfer des Altertums feierte, die sich den stürmischen Mächten ihrer Zeit tapfer widersetzten. Zum Themenkomplex auch: Christoph Bachhuber: James Mellaart and the Luwians. A Culture-(Pre)history. In: Alice Mouton u. a. (Hrsg.): Luwian Identities Culture, Language and Religion Between Anatolia and the Aegean, Leiden/Boston 2013, S. 279–304.
- ↑ Photographien der ersten und letzten Seite der vorgeblichen Übersetzung des fingierten Textes zu finden in: Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Eine Entdeckungsgeschichte, Zürich 2017, S. 302f.
- ↑ Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg, Zürich 2017, S. 215f.
- ↑ John David Hawkins: The Fantasies of James Mellaart. Fabrications of an Anatolian Archaeologist. In: The IOS Annual 24 (2024), S. 103–127, hier: S. 118.
- ↑ Dazu insbes.: Diether Schürr: Ein pathologischer Betrüger – James Mellaart. In: Gephyra 30 (2025), S. 195–216, hier: S. 197. Vgl. auch Frederik C. Woudhuizen/Eberhard Zangger. A Glimpse at the So-called “Beyköy Text” and an Assessment of its Validity. In: Ergün Laflı/Gülseren Kan Şahin (Hrsg.): Archaeology and History of Lydia from the Early Lydian Period to Late Antiquity (8th century B.C. – 6th century A.D.), Izmir 2018, S. 115; und Luwianstudies.org: Lydien-Konferenz in Izmir, Mai 2017, Oktober 2017.
- ↑ Eberhard Zangger: Die Luwier und der Trojanische Krieg, Zürich 2017, S. 213ff.
- ↑ Eberhard Zangger: James Mellaart’s Fantasies. In: Talanta 50 (2018), S. 125–182, hier: S. 141, 172. Zangger glaubt, dass die von ihm für echt gehaltene hieroglyphenluwische Kalksteininschrift Mellaart als Vorlage gedient haben könnte.
- ↑ Eberhard Zangger: James Mellaart’s Fantasies. In: Talanta 50 (2018), S. 125–82, hier: S. 141; ders.: Die Luwier und der Trojanische Krieg. Eine Entdeckungsgeschichte, Zürich 2017, S. 215.
- ↑ Dazu und dem damit verbundenen Geschichtsbild Mellaarts vgl. insbes. Michael Bányai: Der Beylöy Text: Eine Fälschung? In: Talanta 50 (2018), S. 57–82; sowie Eberhard Zangger: James Mellaart’s Fantasies. In: ebd., S. 125–182, insbes. S. 147–151; und Diether Schürr: Ein pathologischer Betrüger – James Mellaart. In: Gephyra 30 (2025), S. 195–216, hier: S. 197–199.