Berliner Gewerbeausstellung
Die ersten Berliner Gewerbeausstellungen gab es bereits in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die bekannteste und größte fand vom 1. Mai bis 15. Oktober 1896 vor den Toren Berlins in der Landgemeinde Treptow im Treptower Park statt und wird auch als „verhinderte Weltausstellung“ bezeichnet. Verblieben von der Schau ist noch die Archenhold-Sternwarte.
Erste Gewerbeausstellungen im Großraum Berlin
Gewerbeausstellungen 1822 und 1827
Initiiert von dem preußischen Staatsmann Christian Peter Wilhelm Beuth, der ein großer Förderer des Gewerbes war, fand vom 1. September bis zum 15. Oktober 1822 die erste regionale Ausstellung im Gewerbeinstitut in der Klosterstraße statt. Damals stellten 182 Gewerbetreibende 998 verschiedene Erzeugnisse den 9514 Besuchern vor. Darauf folgte eine weitere Exposition im Jahr 1827 an gleicher Stelle.
Allgemeine Deutsche Gewerbe-Ausstellung 1844
Im Jahr 1844 fand die Allgemeine Deutsche Gewerbe-Ausstellung im Zeughaus am Boulevard Unter den Linden statt. Unter den 3040 Ausstellern waren 685 Berliner Unternehmer. 260.000 Besucher wurden bei dieser Ausstellung deutscher Gewerbeerzeugnisse gezählt.[1]
Berliner Gewerbeausstellung 1879
Die Berliner Gewerbeausstellung 1879 fand auf dem ULAP-Gelände am Lehrter Bahnhof statt. Sie war eine Leistungsschau der technischen Neuerungen mit überregionaler Bedeutung und bot den Besuchern auch einen Vergnügungspark. Die Berliner Stadtbahnstrecke befand sich 1879 im Bau, die bereits fertiggestellten Viaduktbögen wurden in die Ausstellungshallen integriert.
Die Aussteller gliederten sich in die Gruppen I bis XV. Neben Waren des täglichen Bedarfs waren u. a. Baumaterialien und neuartige technische Geräte und Maschinen ausgestellt. Der Kunstschmied Eduard Puls zeigte einige Arbeiten aus seiner Werkstatt. Die Berliner Maschinenbau-Actien-Gesellschaft, vormals F. Schwartzkopff, konnte die 1000. Lokomotive präsentieren: eine 1B Personenzug-Dampflokomotive der preußischen Bauart P2 für die Niederschlesisch-Märkische Eisenbahn.[2]
Höhepunkt und Publikumsmagnet der Ausstellung 1879 war die erste Elektrische Lokomotive des Unternehmens Siemens & Halske. Werner Siemens (damals noch nicht geadelt) stellte seine Entwicklung am 31. Mai persönlich vor. Rund 90.000 Menschen fuhren während der vier Monate andauernden Ausstellung auf der 300 Meter langen Strecke.[3]
Später wurde diese technische Sensation in Brüssel, Frankfurt am Main (1881 auf der Allgemeinen Patent- und Musterschutz-Ausstellung im Palmengarten), Kopenhagen, London und Moskau vorgeführt. Die erhaltene Original-Lokomotive befindet sich heute im Deutschen Museum in München; eine Nachbildung ist im Deutschen Technikmuseum Berlin ausgestellt.[4]
Berliner Gewerbeausstellung 1896 in Treptow
Vorgeschichte
Nach den erfolgreichen Weltausstellungen in London 1862 und Paris 1889 wurde auch in der Reichshauptstadt Berlin darauf gedrungen, eine eigene Weltausstellung auszurichten. Insbesondere der zur Gewerbeausstellung 1879 gegründete Verein Berliner Kaufleute und Industrieller unter seinem Vorsitzenden Ludwig Max Goldberger machte sich dies zur Lebensaufgabe (Goldberger, den man aus zeitgenössischen Berichten als „dynamisch“ beschreiben kann, lebte ein Jahr in den USA und schrieb unter anderem das Buch Land der unbegrenzten Möglichkeiten, dessen Titel mittlerweile sprichwörtlich ist) – die Vorteile auf internationaler Ebene waren ihm bewusst. Berlin entwickelte sich am Ende des 19. Jahrhunderts zur führenden Industriemetropole Europas, sodass man im Selbstbewusstsein nicht hinter Paris spätestens seit der Weltausstellung 1889 mit der Errichtung des Eiffelturms zurückstehen wollte. Trotz intensiver Bemühungen blieb es jedoch bei wiederholten Absagen der Handelskammern und aufgrund der prekären Finanzsituation des Reiches verwarfen Kaiser Wilhelm II. und sein Reichskanzler Leo von Caprivi das Vorhaben dann letztlich. Obwohl der Kaiser sich gern in der Öffentlichkeit präsentierte, stand er dem Vorhaben stark abgeneigt gegenüber – am 20. Juli 1892 schrieb er an seinen Reichskanzler:[5]
„Der Ruhm der Pariser läßt den Berliner nicht schlafen. Berlin ist Großstadt, also muss es auch eine Ausstellung haben. Das ist völlig falsch. Paris ist nunmal, was Berlin hoffentlich nie wird, das große Hurenhaus der Welt, daher die Anziehung auch außer der Ausstellung. In Berlin ist nichts was den Fremden festhält als die paar Museen, Schlösser und die Soldaten; in sechs Tagen hat er alles […] gesehen und zieht dann erleichtert weiter […] Das macht sich der Berliner nicht klar […] Aber das ist eben das Hindernis der Ausstellung.“
Und an vielen Gelegenheiten, in denen das Thema zur Sprache kam, sagte er dann kurz und knapp „Ausstellung is nich, wie meine Herren Berliner sagen“, auf den Berliner Dialekt anspielend.
In einer Art Trotzreaktion übernahmen daraufhin der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) und eine eigens gegründete Interessengemeinschaft die Initiative – die in eigener Regie auszurichtende Ausstellung nannten sie nicht mehr Weltausstellung, doch sollte der bescheidene Name „Berliner Gewerbeausstellung“ über die angedachten Dimensionen hinwegtäuschen – ein beabsichtigter Etikettenschwindel. Ein Termin für die Gewerbeausstellung war schnell gefunden – der 25. Jahrestag Berlins als Reichshauptstadt. Im Frühjahr 1894 begannen die Bauarbeiten – es sollte eine deutsche Leistungsschau werden zur Stärkung der heimischen Wirtschaft. Deutschland galt als hochtechnologisches Land und Berlin als das Zentrum von Wissenschaft, Industrie und Dienstleistung.
Ausstellung
Schließlich fand die Ausstellung als Berliner Gewerbeausstellung vom 1. Mai bis 15. Oktober 1896 im Treptower Park statt.[6] Das Areal von 900.000 m² war sogar größer als die bisherigen Weltausstellungen. Um den Neuen See, ein künstlich angelegtes Wasserbassin mit 10.000 m² Fläche (später wurde hier das Sowjetische Ehrenmal angelegt), gruppierten sich auf dem weitläufigen Gelände entlang der Spree die Pavillons der 3780 Aussteller, die in 23 Gruppen aufgeteilt waren. Das größte Gebäude war das in der Nähe des Haupteingangs gelegene Haupt-Industrie-Gebäude, in dem 13 Gruppen untergebracht waren, um ihre Produkte und Entwicklungen vorzustellen. Die Bauten direkt am Neuen See mit Aussichtstürmen, Restaurant, Wandelhalle und Gondelhafen entstanden nach Entwürfen von Bruno Schmitz.[7]
Bei den Vorbereitungen für die Gewerbeausstellung 1896 kam es in der Landgemeinde Treptow zu zahlreichen Strukturänderungen und -verbesserungen. Um die erwarteten Besucherzahlen (es wurden etwa sieben Millionen) von der Innenstadt nach Treptow zu bringen, mussten die Verkehrswege ausgebaut werden. Viele Straßen wurden neu angelegt oder nun befestigt, der öffentliche Nahverkehr deutlich ausgebaut.
So erhielt die Görlitzer Bahn einen eigenen Bahnhof Ausstellung mit vier Bahnsteigen, um den dichten Zugverkehr aufnehmen zu können.[8][9] Dieser Bahnhof wurde nach der Ausstellung wieder geschlossen. Im Westen des Geländes wurde der Bahnhof Treptow, der heutige S-Bahnhof Treptower Park, um einen zweiten Mittelbahnsteig erweitert, damit sowohl die Züge der Ringbahn als auch die Züge von der Stadtbahn zur Görlitzer Bahn für den Ausstellungsverkehr genutzt werden konnten.[8][9]
Mehrere elektrische Straßenbahnlinien der Großen Berliner Pferde-Eisenbahn und der von Siemens & Halske betriebenen elektrischen Straßenbahnen in Berlin - BESTAG wurden im April in Betrieb genommen.[8][10]
Auf den Gewässern der Ausstellung wurden zehn elektrische angetriebene Boote eingesetzt, deren Bootskörper von der Werft Holz in Harburg gebaut und die von der AEG elektrisch ausgestattet wurden. Nach der Ausstellung wurden die Boote im Treptower Fährdienst eingesetzt. Über die Spree führte ein Zugang zur Ausstellung – selbst Landungsbrücken für Ihre Majestäten waren eingerichtet worden. Auf der Spree wurde ein enggetakteter Linienbetrieb von Motorbooten und Dampfern verschiedener Reedereien geplant,[10] dessen Umsetzung jedoch fraglich ist und von mindestens einem Anbieter schon während der Ausstellung eingestellt wurde, obwohl dieses Verkehrsmittel naturgemäß ohne Ausbau der Verkehrswege auskam. Die Auslastung der tatsächlich fahrenden Schiffe, darunter zwei eigens in Auftrag gegebene Stern-Dampfer (Oberbürgermeister Zelle und Baurat Hobrecht) blieb hinter den Erwartungen zurück.[11]
Ebenso war ein Zugang unter der Spree zur Ausstellung geplant – der Spreetunnel Stralau–Treptow sollte ein Demonstrationsobjekt für Untergrundbahnen in Berlin werden, wurde aber erst 1899 von den Berliner Ostbahnen in Betrieb genommen.
Für die Stromversorgung der gesamten Anlage war ein eigenes Kraftwerk errichtet worden, für die Wasserversorgung entstand ein eigener Wasserturm.[12] Die Ausstellung war von einer weltweiten Werbekampagne begleitet, und obwohl es an 120 der 168 Ausstellungstagen regnete, kamen über sieben Millionen Besucher.
Die Reaktion des Kaisers auf die Ausstellung ist nicht überliefert. Die Gartenlaube berichtete aber ausführlich über seinen Besuch einige Wochen vor der Eröffnung: „Am 6. März machte er mit seiner Gemahlin Treptow den angekündigten Besuch. Es interessierte sie besonders das Alpenpanorama, dessen Schöpfer, den Maler Rumpelsbacher, wir auf unserem Bilde rechts vom Kaiserpaar sehen. Die Leiter der Ausstellung, die Kommerzienräte Goldberger und Kühnemann, hatten sich ins Feiertagskleid geworfen und die Wege aufs beste vorbereitet.“[13]
Inhalte der Ausstellung
Die Ausstellung war keine reine Mustermesse – neben der Vorstellung von technischen Neuerungen, wie Röntgenstrahlen oder Phonographen, sollte auch das Vergnügen nicht zu kurz kommen.
Gliederung der Ausstellung
Die Ausstellung war in 23 Gruppen aufgeteilt:[14]
- Textil-Industrie
- Bekleidungs-Industrie
- Bau- und Ingenieurwesen
- Holz-Industrie
- Porzellan-, Chamotte- und Glas-Industrie
- Kurz- und Galanteriewaren
- Metall-Industrie
- Graphische und decorative Künste. Buchgewerbe
- Chemie
- Nahrungs- und Genuss-Mittel
- Wissenschaftliche Industrie
- Musik-Instrumente
- Maschinenbau, Schiffbau und Transportwesen
- Elektrotechnik
- Leder- und Kautschuk-Industrie
- Papier-Industrie
- Photographie[15][16]
- Wohlfahrts-Einrichtungen
- Unterricht und Erziehung
- Fischerei
- Sport
- Gartenbau
- Deutsche Kolonial-Ausstellung
Speisen, Trank, Vergnügen
Es gab zahlreiche Cafés, Restaurants und Brauerei-Ausschänke. Die bekannten Berliner Gastronomen Aschinger hatten mehrere Verkaufsstellen. Das Hauptrestaurant am östlichen Ende des Neuen Sees wurde von Adlon & Dressel betrieben. Gegenüber lag vor dem Haupt-Industriegebäude eine Filiale des Café Bauer. Davor lud der Gondelhafen zu Fahrten mit venezianischen Gondeln auf dem See ein. Unternehmen wie Sarotti, Hoffmann & Tiede, die Breslauer Wurstfabrik, das Bürgerliche Brauhaus Pilsen, die Brauerei Patzenhofer, Tucher Bräu und viele andere boten ihre Produkte an. Frisch gezapftes Bier und warme Speisen gab es auch in einem Automatenrestaurant im Vergnügungspark.
In die Gewerbeausstellung einbezogen wurde die Insel Neu-Spreeland mit einem im Stil einer schottischen Klosterruine (Abtei) gestalteten und 1914 abgebrannten Restaurant. Die Insel war zu dieser Zeit über eine Fähre zu erreichen, wurde später nach dem Restaurant Abteiinsel genannt und 1949 in Insel der Jugend umbenannt.
Im Vergnügungspark östlich der Parkstraße (seit 1935: Bulgarische Straße) trugen Hagenbecks Thierzirkus und das Nordpol-Panorama („mit lebenden Eisbären, Walrossen und Eskimos“),[17] Dr. Wölferts Lenkbares Luftschiff, ein Ballonplatz, die Wasserrutschbahn, das American Theatre, das Luft-Carussel und vieles mehr zum vielfältigen Programm bei.
Im hölzernen Ausstellungspavillon Riesengebirgsbaude, der im Stil einer Bergbaude errichtet war,[18] wurde der Echte Stonsdorfer Bitter ausgeschenkt.[19][20] Dieser Pavillon wurde nach der Veranstaltung nach Lichterfelde umgesetzt und beherbergte anschließend die Ausflugsgaststätte Wiesenbaude.
Kolonial-Ausstellung
Im Kontext des Imperialismus des Deutschen Kaiserreichs und rassenanthropologischen Weltbildern des 19. Jahrhunderts wurde auch eine Kolonial-Ausstellung mit einer Völkerschau gezeigt, bei der 106 indigene Menschen aus den verschiedenen deutschen Kolonien in fünf Eingeborenendörfern zur Schau gestellt wurden, von denen drei im Verlaufe der Ausstellung verstarben. Die Kolonialausstellung diente unter anderem dazu, das Deutsche Kaiserreich als Kolonialmacht zu inszenieren. Über 300 Unternehmen waren auf der Ausstellung vertreten, darunter Bahlsen und die Deutsche Bank, die von der Ausbeutung der Kolonien profitierten.[21]
In der 1. Deutschen Colonial-Ausstellung beiderseits der Parkstraße waren Dörfer aus Ostafrika, Togo, Kamerun und Neuguinea nachgebaut. Über 100 Afrikaner wurden eigens für diese Ausstellung nach Berlin gebracht, teils mit Arbeitsverträgen gelockt,[22] und als Objekte für die Ausstellung genutzt. Unter unwürdigen Bedingungen mussten sie sich tagsüber, in exotische Kostüme verkleidet, den Ausstellungsbesuchern „präsentieren“ und wurden nachts in enge Baracken untergebracht.[23] Zehnmal befanden sich Afrikaner zur Behandlung in Krankenhäusern. Drei Menschen starben während der siebenmonatigen Ausstellung.[24] Der spätere Direktor des Berliner Völkerkundemuseums Felix von Luschan dokumentierte und vermaß jeden einzelnen Teilnehmer aus den Kolonien für seine rassenanthropologischen Studien.[25]
Kairo
In Kairo wurden Gassen der Kairoer Altstadt nachgebildet mit arabischem Café, Moschee, Wohn- und Geschäftshäusern und Basaren. Das Konzept ging auf die Pariser Weltausstellung von 1889 zurück, auf der eine ähnliche „Rue de Caire“ präsentiert wurde.[27] In der Sonderausstellung Kairo wurden ebenfalls etwa 400 Menschen zur Schau gestellt.[28] Sie sollten das Leben der „Araber“, „Nubier“, „Sudanesen“, „Ägypter“, „Palästinenser“, „Tunesier“ und „Algerier“ darstellen. Die Kairo-Ausstellung war somit gemessen an der Zahl der zur Schau gestellten Personen die größte Völkerschau, die jemals im Deutschen Reich stattgefunden hat. Pyramiden und ein Fellachendorf ergänzten die vermeintlich exotische Inszenierung. Mittels eines Aufzugs konnte man die größte Pyramide, einen etwa 35 m hohen Nachbau der Cheops-Pyramide (ein Metallgerüst, an dem zwei Seiten der Pyramide aus Gips und Holz imitiert wurden), zur Spitze hinauffahren und als Aussichtspunkt benutzen. Kairo war privat betrieben, Gesellschafter waren der Baumeister G. Wohlgemuth[29] und der Völkerschau-Unternehmer Willy Möller.[30]
Alt-Berlin
Der Bereich Alt-Berlin, für den der Verein für die Geschichte Berlins verantwortlich zeichnete, war der Nachbau von Teilen des spätmittelalterlich-frühneuzeitlichen Berlins mit insgesamt 120 Bauten, darunter zwei Stadttore (Spandauer Tor und Georgentor), Zwinger, Marktplatz, Rathaus und Heilig-Geist-Hospital. Im benachbarten Theater „Alt-Berlin“ des Architekten Bernhard Sehring, das 1850 Zuschauern Platz bot (mehr als das Königliche Opernhaus) und über eine 750 m² große Bühne verfügte, fanden täglich Theatervorstellungen und Umzüge statt. Der Bereich befand sich am Karpfenteich, im südlichen Teil des Parks.
Fliegerei, Astronomie, Attraktionen
Auch Otto Lilienthal präsentierte sich mit seiner Firma für Dampfmaschinen auf der Ausstellung. Seine ursprünglich geplanten Flugvorführungen wurden aber nicht genehmigt und so musste er sich damit begnügen, am 16. Juni 1896 einen Vortrag über Praktische Flugversuche zu halten. Lilienthal starb am 10. August 1896 bei einem Flugversuch.
Das Riesenfernrohr löste besonderes Interesse bei den Besuchern aus, obwohl das von Friedrich Simon Archenhold entwickelte Fernrohr, das auch Himmelskanone genannt wurde, erst im September voll funktionstüchtig war. Das mit einer Brennweite von 21 Metern immer noch größte Linsenfernrohr der Welt war in einem Holzgebäude untergebracht. Wegen des großen Interesses und des fehlenden Geldes zum Abbau nach der Gewerbeausstellung entstand hieraus später die älteste und größte Volkssternwarte Deutschlands: die Archenhold-Sternwarte. Sie ist das einzig Erhaltene der großen Schau. Alles andere musste nach der Ausstellung wieder aus dem Treptower Park entfernt werden, denn die Genehmigung war nur unter der Maßgabe erteilt worden, dass die Parkanlagen keinen Schaden nahmen.
Weitere Attraktionen waren das Alpenpanorama, die Marine-Schauspiele und das Gebäude der Stadt Berlin. Die temporäre Kulisse des Alpenpanoramas wurde von den Berliner Firmen Boswau & Knauer und Carl Rabitz mit dessen Draht- und Putzwandbauweise errichtet.[31] Vor dem Bereich der Marineschauspiele wurde der Dampfer S.M.Y. Hohenzollern in Originalgröße als Restaurantschiff nachgebaut, „mit Aussicht auf die ca. 4 m langen Schiffsmodelle, die mit Signalen, Kanonen- und Torpedoabschüssen siegreiche Schlachten der deutschen Kriegsflotte simulierten“.[32] Die Industriehalle selbst war wegen ihrer Architektur, Größe und Formensprache damals berühmt. Eine Erinnerung an die Bauart findet sich in der Oberbaumbrücke, die zeitgleich mit der Gewerbeausstellung von 1894 bis 1896 etwas flussabwärts errichtet wurde und die noch steht.
Einige Firmen leisteten sich eigene Pavillons mit eigenen Attraktionen. Die Firma Siemens & Halske zeigte einen Riesendynamo, Wilhelm Conrad Röntgen präsentierte erstmals öffentlich die medizinische Anwendung seiner X-Strahlen, Carl Zeiss stellte hochpräzise wissenschaftliche Geräte aus, und die AEG brachte Licht in die Ausstellung. In bis dahin nie gesehenem Umfang wurde das Ausstellungsgelände am Abend mit tausenden Glühlampen (einer noch jungen Erfindung; Glühbirnen waren teuer) hell erleuchtet – das elektrische Licht war damals selbst eine Attraktion. Der Edison-Pavillon am rechten Wandelgang[33] widmete sich dem Stand der kommenden Kino- und Filmtechnik. Aufmerksamkeit erregte jedoch der Brand am 16. August.[34]
Neue Bahnen
Auf der Gewerbeausstellung wurden einige zum Teil neuartige Bahnen ausgestellt.[35]
Innerhalb der Ausstellung konnten die Besucher eine elektrische Rundbahn der in Treptow ansässigen Firma Gebr. Naglo nutzen, um über die Stationen I bis XII zu den Höhepunkten auf dem riesigen Gelände zu gelangen. Die Bahn besaß eine Spurweite von 1000 mm, die Fahrspannung betrug 500 V. Zum Einsatz kamen maximal 17 Züge mit je zwei Wagen, die von der Waggonfabrik Gebr. Hoffmann & Co. Aktiengesellschaft in Breslau gebaut wurden.[36] Die Bahn „dehnte sich auf eine Länge von 3½ Kilometer aus und bildete im Lageplan des Ausstellungsgeländes der allgemeinen Gestalt nach eine langgezogene Ellipse mit einer stärkern Ausbuchtung nach Nordosten. Die große Achse der Ellipse lag in der Richtung von Nordwest nach Südost. Der Oberbau der Rundbahn war aus breitbasigen oder Vignolesschienen auf hölzernen Querschwellen hergestellt, und die Schienenstöße zeigten sich in der üblichen Weise durch Kupferbügel verbunden.“ Der Zugang zu den Zügen wurde durch Drehkreuze geregelt, die bei Einwurf einer 10 Pfennig-Münze öffneten.[37] „An drei Stellen“ war „die Bahn um 1 m unter das Niveau gesenkt, damit die Wege der Ausstellung über dieselbe übergeführt weren konnten, was durch angeschüttete Rampen“ geschah, „die durch entsprechende Holzkonstruktion im Zuge der Bahn getragen“ wurden.[38] Um den einseitigen Verschleiß der Züge auf der Rundbahn auszugleichen, befand sich im Bereich der Station Alt-Berlin ein Gleisdreieck zum Drehen der Züge. Hier war auch eine Wagenhalle angeschlossen.
Vom Bahnhof Ausstellung an der Görlitzer Bahn zum Hauptgelände wurde eine Elektrische Nordpol-Hochbahn angelegt. Parallel dazu verlief eine Harz-Zahnradbahn mit der 140 m langen Nachbildung eines Abschnitts der Rübelandbahn von Blankenburg nach Tanne mit Zahnstangensystem der Bauart Abt.[39]
Vom Hauptgelände zum südöstlich der Parkstraße befindlichen Vergnügungspark führte eine experimentelle Stufenbahn. Dabei handelte es sich um eine Art endloser Laufsteg, der eine Reihe von Zugangsstellen verbinden kann. Der Zustieg erfolgt über parallele Plattformen, die sich mit geringerer Geschwindigkeit bewegen.[40]
Bei der elektrischen Turmbahn handelte es sich um einen von Bruno Möhring im Zentrum des Vergnügungsparks gebauten 60 m hohen Aussichtsturm, an dem ein 12 m großer Ring aufgehängt war. Dieser Ring drehte sich beim Hoch- und Herunterfahren schraubenförmig um den Turmschaft und ermöglichte einen Rundblick über das gesamte Ausstellungsgelände. Die Turmbahn wurde nach der Ausstellung verkauft und 1897 in Barmen am Toelleturm wieder aufgebaut. Im Jahr 1908 wurde die Turmbahn erneut abgebaut und nach Lindenthal (Köln) abgegeben.
Im Vergnügungspark nördlich der Stufenbahn konnte die Wasserbahn aufgesucht werden. Die mit max. 11 Personen besetzten Boote wurden mit einem von der Firma Merten & Co. erbauten hydropneumatischen Aufzug auf ein 15 m hohes Gerüst gezogen, und rollten anschließend über eine steile 70 Meter lange Rampe in ein von künstlichen Felsen eingefasstes Wasserbecken.[41]
Auf dem Gelände der Deutschen Kolonialausstellung an der Köpenicker Landstraße wurde eine Tropen-Schwebebahn präsentiert.
- Neue Bahnen auf der Berliner Gewerbeausstellung 1896
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Auf der Stufenbahn
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Hauptportal der Stufenbahn
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Die elektrische Turmbahn
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Die Wasserbahn
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Die Tropen-Schwebebahn
Rezeption
Zeitgenössische Kritik an der Ausstellung
Obschon das zentrale Motiv auf dem Werbeplakat zur Gewerbeausstellung von Ludwig Sütterlin gestalteten Plakat die einen Hammer haltende Hand eines Arbeiters war, blieben die Arbeiter als die „eigentlichen Produktivkräfte“[42] der ausstellenden Unternehmen in der Gewerbeausstellung unerwähnt. Der liberale Politiker Friedrich Naumann kritisierte folglich:
„Ein Haus fehlt in der Ausstellung, das ‚Haus der Arbeit‘. […] Hin und wieder steht ein Arbeiter und bedient vor dem Publikum seine Maschine, aber der Arbeiter im ganzen ist — glänzend vergessen! […] Man hat Augen für alles, aber nicht für die Menschen. In dieser Hinsicht ist die Berliner Ausstellung grausam wie der ganze Kapitalismus.“[43]
Deutung aus heutiger Sicht
Die Historikerin Katherine Arnold benennt in ihrem Aufsatz Fashioning an Imperial Metropolis at the 1896 Berliner Gewerbeausstellung von 2021 vier wichtige Funktionen der Gewerbeausstellung von 1896:
„it gave Berliners a renewed, hopeful local awareness; it presented an opportunity for Germans to express their collective national character; it suggested a new imperial identity based on Western racial arrangements; and it offered the prospect of a competitive, global consciousness.“.[44]
„Es gab den Berlinern ein erneuertes, hoffnungsvolles lokales Bewusstsein; es bot den Deutschen eine Gelegenheit, ihren kollektiven nationalen Charakter zum Ausdruck zu bringen; es deutete eine neue imperiale Identität auf der Grundlage westlicher Rassenvereinbarungen an; und es bot die Aussicht auf ein wettbewerbsfähiges, globales Bewusstsein.“
Siehe auch
- Ausstellung des sächsischen Handwerks und Kunstgewerbes 1896
- Sächsisch-Thüringische Industrie- und Gewerbeausstellung Leipzig 1897
Quellen
- Illustrierter Amtlicher Führer durch die Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. Verlag der Expedition des Amtlichen Führers, Berlin 1896; urn:nbn:de:kobv:109-1-15363385
- Officielle Ausstellungs-Nachrichten – Organ der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. August Scherl, Berlin 1896; urn:nbn:de:kobv:109-1-15365322
- Offizieller Haupt-Katalog der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. Herausgegeben im Auftrag des Arbeitsausschusses der Berliner Gewerbe-Ausstellung; urn:nbn:de:kobv:109-1-15363866
- Berlin und seine Arbeit. Amtlicher Bericht der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. Herausgegeben vom Arbeitsausschuss. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1898; urn:nbn:de:kobv:109-1-15363953
- Paul Lindenberg: Pracht-Album photographischer Aufnahmen der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896 und der Sehenswürdigkeiten Berlins und des Treptower Parks, Alt-Berlin, Kolonial-Ausstellung, Kairo etc. Werner, Berlin 1896 (uni-duesseldorf.de).
- Straube’s Offizieller Plan der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. urn:nbn:de:kobv:109-1-15361359
- „Von Schreibtisch und Werkstatt“. Handel, Gewerbe und Industrie im Geiste des schaffenden Berlin. Ausstellungsgedenkbuch. Siegismund, Berlin 1896.
Literatur
- Katherine Arnold: Fashioning an Imperial Metropolis at the 1896 Berliner Gewerbeausstellung. In: The Historical Journal, Cambridge University Press, Band 65, Ausgabe 3 (Juni 2022), S. 685–706.
- Petra Crome: Die Berliner Gewerbeausstellung 1896 in Bildern. Hrsg.: Bezirksamt Treptow von Berlin. Berliner Debatte, Berlin 1997, ISBN 3-931703-07-X.
- Richard George: Zur Eröffnung der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. In: Der Bär, 1896, Nr. 20, S. 234–237; zlb.de
- Richard George: Die Berliner Gewerbe-Ausstellung (II). In: Velhagen und Klasings Monatshefte, Juni 1896, Jg. 10, Band 2, Heft 10, S. 418–424.
- Alexander C. T. Geppert: Weltstadt für einen Sommer: Die Berliner Gewerbeausstellung 1896 im europäischen Kontext. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins, Januar 2007, 103.1, S. 434–448; diegeschichteberlins.de
- Alexander C. T. Geppert: Fleeting Cities. Imperial Expositions in Fin-de-Siècle Europe. Palgrave Macmillan, Basingstoke 2010, ISBN 978-0-230-22164-2. (englisch)
- Christiane Habermalz: Ausstellung über deutschen Kolonialismus in Berlin. Die Geknechteten würdigen. Deutschlandfunk Kultur, 11. Oktober 2017.
- Hella Kaeselitz (Red.): Die verhinderte Weltausstellung. Beiträge zur Berliner Gewerbeausstellung 1896. Hrsg.: Bezirksamt Treptow von Berlin. Berliner Debatte, Berlin 1996, ISBN 3-929666-25-1.
- Britta Lange: Geschichte als Argument. Deutsche Kolonien und deutsche „Heimat“ in der Berliner Gewerbeausstellung 1896 und in der Retrospektive 1996/2007. In: Jahrbuch für Politik und Geschichte 4, 2013, ISBN 978-3-515-10676-4, S. 67–86.
- Johanna Niedbalski: Die ganze Welt des Vergnügens. Berliner Vergnügungsparks der 1880er bis 1930er Jahre. Bebra-Wissenschaftsverlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-95410-212-9, S. 69–102.
- Maximilian Rapsilber: Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. Offizieller Führer durch die Spezial-Ausstellung Alt-Berlin. Mit einem Plan und 25 Abbildungen nach Originalzeichnungen. Im Verlag des Kleinen Journal, Berlin 1896, S. 150, urn:nbn:de:kobv:109-1-15360325.
- Georg Simmel: Berliner Gewerbe-Ausstellung (25.7.1896). Hrsg.: Klaus Christian Köhnke (= Georg Simmel: Gesamtausgabe. Band 17). Suhrkamp, Berlin 2005, ISBN 3-518-28417-7, S. 33–36.
- Julius Stinde: Hotel Buchholz. Ausstellungs-Erlebnisse der Frau Wilhelmine Buchholz. Freund & Jeckel, Berlin 1897 (archive.org – Reprint als Hôtel Buchholz bei Nabu Press 2010).
- Julius Stinde: Die Berliner Gewerbe-Ausstellung (III). In: Velhagen und Klasings Monatshefte, August 1896, Jg. 10, Band 2, Heft 12, S. 617–624.
- Alexander Wehling: Die Berliner Gewerbe-Ausstellung (I). In: Velhagen und Klasings Monatshefte, Juni 1896, Jg. 10, Band 2, Heft 10, S. 396–404.
- Carus Sterne: Die elektrische Eisenbahn der Berliner Gewerbeausstellung. In: Die Gartenlaube. Heft 38, 1879, S. 630–632 (Volltext [Wikisource]).
- Das Riesenfernrohr der Berliner Ausstellung. In: Die Gartenlaube. Heft 46, 1896, S. 788a (Volltext [Wikisource]).
- F. B.: Neue Bahnen auf der Berliner Gewerbeausstellung. In: Die Gartenlaube. Heft 42, 1896, S. 714–716 (Volltext [Wikisource]).
- Albert Hühnemann (Hrsg., redigiert von Richard Schott): Groß-Berlin. Bilder von der Ausstellungsstadt. Mit litterarischen [sic!] Beiträgen erster Autoren und mehr als 300 Original-Zeichnungen hervorragender Künstler, Verlag von W. Pauli’s Nachf. (H. Jerosch), Berlin 1896/97
- Lutz Engelskirchen: Die elektrische Lokomotive von Siemens & Halske. In: Meisterwerke aus dem Deutschen Museum. Band I. Deutsches Museum, München 2004, ISBN 3-924183-94-5, S. 12–15 (deutsches-museum.de ( vom 14. Juni 2021 im Internet Archive) [abgerufen am 14. April 2024]).
Filme
- Die Pyramiden vom Treptower Park. Dokumentarfilm von Daniel und Jürgen Ast, RBB 2005
- „Die Wilden“ in den Menschenzoos. Dokumentarfilm von B. Victor-Pujebet und P. Blanchard, arte 2017 (92 min)
Weblinks
- Literatur von und über Berliner Gewerbeausstellung im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Sonderausstellung: ZurückGESCHAUT – 1896. Treptower Park. Erste Deutsche Kolonialausstellung. Ausstellung des Museums Treptow in Kooperation mit der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e. V. und Berlin Postkolonial e. V. (2017–2019) sowie kurzer Film zur Ausstellung der Schwarzkopf Foundation auf YouTube
- Marco Althaus: Als der Kaiser „is nich“ sagte. In: Politik & Kommunikation. März 2012, S. 50–51. academia.edu (PDF; 360 kB).
- Caroline Böttcher: Arbeiter, Alpen und Attrappen – Ein Hörspaziergang über die Berliner Gewerbeausstellung von 1896. In: audiowalk-treptower-park.de. 28. Dezember 2018.
- Alexander C. T. Geppert: Ausstellungsmüde: Deutsche Großausstellungsprojekte und ihr Scheitern, 1880-1930. In: Wolkenkuckucksheim 2000/1.
- Seyda Kurt: Koloniale Völkerschauen. „Es war und ist der rassistische Blick auf nicht-weiße Menschen“. In: Zeit Online – zett. 29. September 2019.
Einzelnachweise
- ↑ Amtlicher Bericht über die Allgemeine Deutsche Gewerbe-Ausstellung zu Berlin im Jahre 1844, T. 1–3. uni-koeln.de.
- ↑ Officieller Katalog zur Berliner Gewerbe-Ausstellung im Jahre 1879. digishelf.de; abgerufen am 9. Dezember 2023.
- ↑ Manfred Benzenberg, Anton Joachimsthaler: 1879–1979 – 100 Jahre Elektrische Eisenbahn. 3. Auflage. Josef Keller Verlag, Starnberg 1980, ISBN 3-7808-0125-6, S. 15 ff.
- ↑ Original der ersten elektrischen Siemens-Lokomotove von 1879 im Deutschen Museum München, abgerufen am 1. Dezember 2023
- ↑ Zitat bei Alexander C. T. Geppert: Weltstadt für einen Sommer: Die Berliner Gewerbeausstellung 1896 im europäischen Kontext. In: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins, Januar 2007, 103.1, S. 434–448; diegeschichteberlins.de
- ↑ Winke für den Besuch der Berliner Gewerbe-Ausstellung. ( vom 10. April 2017 im Internet Archive) In: Greifswalder Tageblatt, 16. Juni 1896.
- ↑ Straube’s Offizieller Plan der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. urn:nbn:de:kobv:109-1-15361359
- ↑ a b c Heinrich Klinke: Die Verkehrs-Verhältnisse der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. zuerst erschienen am 22. Februar 1896 in Deutsche Bauzeitung. In: lokalgeschichte.de. 4. Januar 2025, abgerufen am 4. Januar 2025.
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- ↑ Richard Neuhauss: Die Photographie auf der Berliner Gewerbe-Ausstellung. In: Photographische Rundschau, 10. Jg. 1896, S. 207ff.
- ↑ Berichte über die Berliner Gewerbeausstellung. In: Photographische Mitteilungen. (Autor: F.) I. u. II. Die Porträphotographie. S. 93–96, S. 108–110, (Autor: H.[Hans] S.[Schmidt]) III. Reproduktionsverfahren. S. 128–130, S. 141–143, V. Apparate und photgraphische Utensilien. S. 158–160, S. 173–174, S. 187–190
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- ↑ „Baumeister G. Wohlgemuth“: wahrscheinlich Gabriel Wohlgemuth (1850–1898), Gründer der Berliner Baugenossenschaft – dazu ausführlich: Ines Roman: Exotische Welten – Die Inszenierung Ägyptens in der Sonderausstellung "Kairo" der Berliner Gewerbe-Ausstellung von 1896. (PDF; 2,6 MB) In: Magisterarbeit an der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. S. 39, abgerufen am 6. Januar 2022.
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- ↑ Officielle Ausstellungs-Nachrichten – Organ der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. August Scherl, Berlin 1896; urn:nbn:de:kobv:109-1-15365322
- ↑ „Der Pavillon selbst ist nicht versichert, nur die Apparate. Die Ruinen werden von den Besuchern als eine sehr interessante Sehenswürdigkeit betrachtet. An einen Wiederaufbau ist bei der Kürze der Zeit, welche noch verbleibt, kaum zu denken.“ Der Edison-Pavillon. ( vom 10. April 2017 im Internet Archive) In: Berliner Illustrirte Zeitung, 18. August 1896; dazu auch Der Edison-Pavillon in der Ausstellung abgebrannt. ( vom 10. April 2017 im Internet Archive) In: Berliner Tageblatt, 17. August 1896, Nr. 416a
- ↑ Neue Bahnen. In Die Gartenlaube, Heft 42, Leipzig 1896, S. 714–716. Abgerufen am 18. November 2025.
- ↑ Elektrische Rundbahn auf der der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. In: „Uhland's Verkehrszeitung und industrielle Rundschau“, Jahrgang 10 (1896), vom 14. Mai 1896, Heft 20, S. 117.
- ↑ Die elektrische Rundbahn der Firma „Gebrueder Naglo“. In: Christoph Josef Cremer (Hrsg.): Das gewerbliche Leben im Kreise Teltow. Aus Veranlassung der „Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896“ im Auftrage des Kreis-Ausschusses. Heymann, Berlin 1900, S. 225 (zlb.de).
- ↑ Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. In: Glasers Annalen für Gewerbe und Bauwesen. Band 38/39, Nr. 454. Georg Siemens Verlag, Berlin 15. Mai 1896, S. 207.
- ↑ Norbert Heinze: Die Stufenbahn. In: Verkehrsgeschichtliche Blätter. Nr. 6, 2019, S. 156.
- ↑ Norbert Heinze: Die Stufenbahn. In: Verkehrsgeschichtliche Blätter. Nr. 6, 2019, S. 149–155.
- ↑ Berlin und seine Arbeit. Amtlicher Bericht der Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 1898, S. 879 (zlb.de).
- ↑ Britta Lange: Geschichte als Argument. Deutsche Kolonien und deutsche „Heimat“ in der Berliner Gewerbeausstellung 1896 und in der Retrospektive 1996/2007. In: Jahrbuch für Politik und Geschichte 4 (2013), S. 67–86, hier S. 70.
- ↑ Friedrich Naumann: Berliner Gewerbe-Ausstellung 1896. In: Ders.: Ausstellungsbriefe Berlin/Paris/Dresden/Düsseldorf 1896-1906. Basel 2007, S. 15-45, hier S. 41 f.
- ↑ Katherine Arnold: Fashioning an Imperial Metropolis at the 1896 Berliner Gewerbeausstellung. In: The Historical Journal, Band 65, Ausgabe 3 (Juni 2022), S. 685–706, hier S. 689.