Beachvolleyball-Afrikameisterschaft

Die Beachvolleyball-Afrikameisterschaften sind von der Confédération Africaine de Volleyball (CAVB) veranstaltete Turniere zur Ermittlung der Afrikameister der Frauen und Männer. Aktuelle Titelträger nach der Austragung 2025 sind die Marokkanerinnen Mahassine Siad und Dina El Ghazoui sowie deren Landsleute Soufiane El Gharouti und Anass Saber.

Geschichte

Das erste Event wurde 2015 in Tunesien ausgetragen. Die folgenden beiden Turniere fanden nach jeweils zwei Jahren statt, bevor ab 2019 der Zyklus auf einen Drei-Jahres-Rhythmus verlängert wurde. Erfolgreichster Sportler bis einschließlich 2025 ist der Marokkaner Zouheir Elgraoui mit drei Titeln und einer Vizemeisterschaft. Knapp dahinter folgen seine Landsleute Mohamed Abicha mit ebenfalls drei Meisterschaften und Mahassine Siad, die zweimal bei den Frauen gewonnen hat und zwei weitere Male im Finale stand. Imane Zeroual liegt mit einem Sieg und einem zweiten Platz noch vor der besten Beachvolleyballerin aus einem anderen Land Charlotte Nzayisenga aus Ruanda mit einem Sieg und einer Bronzemedaille. Eine Extramotivation für die Teilnehmer ergab sich aus der Tatsache, dass die vier männlichen und weiblichen Halbfinalisten bisher für die im gleichen Jahr stattfindende Weltmeisterschaft qualifiziert waren.

Turniere

2015 in Tunesien

Austragungsorte: Tunis, La Goulette

Frauen
Platz Nation Namen
1 Marokko Ikram Ettayfi / Mahassine Siad
2 Nigeria
3 Sudafrika Randy Williams / Palesa Sekhonyana
4 Algerien Meriem Boucheta / Louiza Bayou
Männer
Platz Nation Namen
1 Tunesien Mohamed Naceur / Choaib Belhaj
2 Sudafrika Grant Goldschmidt / Leo Williams
3 Ghana Seidu Ajanako / Jonathan Sarpong
4 Agypten Usama Eltranisy / Ayman Shoukry

Das Frauenfinale gewann das marokkanische Duo gegen Nigeria mit 21:12, 22:24, 15:11. Südafrika behielt im Duell um den dritten Platz gegen Algerien die Oberhand.

Das Männerendspiel endete mit dem Zweisatzsieg von 21:18, 21:18 für Tunesien gegen Südafrika. Das kleine Finale entschied Ghana gegen Ägypten für sich.[1][2]

2017 in Mosambik

Austragungsort: Maputo

Frauen
Platz Nation Namen
1 Ruanda Charlotte Nzayisenga / Denyse Mutatsimpundu
2 Marokko Mahassine Siad / Imane Zeroual
3 Kenia Gaudencia Makokha / Naomie Too
4 Mosambik Liocadia Manhica / Vanessa Muianga
Männer
Platz Nation Namen
1 Marokko Mohamed Abicha / Zouheir Elgraoui
2 Sudafrika Jamaine Naidoo / Leo Williams
3 Mosambik Aldevino Nguvo / João Tovela
4 Sierra Leone Patrick Lombi / Abu Kamara

Den ersten Platz bei den Frauen sicherte sich Ruanda durch ein 2:1 (15:21, 21;16, 15:13) gegen Marokko. Dritte wurden die Kenianerinnen durch den 21:11-, 22:20-Erfolg über Mosambik.

Den Titel bei den Männern gewann Marokko. Südafrika hatte durch das 14:21, 19:21 im letzten Spiel das Nachsehen. Zuvor hatte Mosambik durch das 22-24, 21-18, 15-12 gegen Sierra Leone den letzten Platz auf dem Podest erkämpft.[3]

2019 in Nigeria

Austragungsort: Abuja

Frauen
Platz Nation Namen
1 Agypten Doaa Elghobashy / Farida El Askalany
2 Mauritius Liza Bonne / Nathalie Létendrie
3 Ruanda Charlotte Nzayisenga / Benitha Mukandayisenga
4 Nigeria Tochukwu Nnoruga / Fransica Ikhiede
Männer
Platz Nation Namen
1 Marokko Mohamed Abicha / Zouheir Elgraoui
2 Ruanda Patrick Kavalo / Olivier Ntagengwa
3 Mosambik Aldevino Nguvo / Delcio Soares
4 Sierra Leone Ishmail Bangura / Ibrahim Kamara

Zum ersten Mal bei den Kontinentalmeisterschaften der Frauen stand Ägypten auf dem Treppchen, und das gleich auf der obersten Stufe, denn Mauritius verlor das Finale mit 15:21, 16:21. Die Siegerin der zweiten Austragung aus Ruanda mit einer neuen Partnerin sicherte sich Bronze durch ein 21:18, 21:16 über Nigeria.

Zum zweiten Mal Afrikameister wurden die Marokkaner Mohamed Abicha und Zouheir Elgraoui. Sie gewannen das Endspiel gegen das Team aus Ruanda mit dem exakt gleichen Resultat wie die Siegerinnen das Frauenfinale. Die Athleten aus Mosambik erwiesen sich im Spiel um den dritten Rang mit einem 21:17, 21:15 als die Stärkeren gegenüber Sierra Leone.[4][5]

2022 in Marokko

Austragungsort: Agadir

Frauen
Platz Nation Namen
1 Marokko Imane Zeroual / Nora Darrhar
2 Marokko Mahassine Siad / Imane Yakki
3 Mosambik Vanessa Muianga / Ana Sinaportar
4 Nigeria Rofiat Mustapha / Esther Mbah
Männer
Platz Nation Namen
1 Marokko Mohamed Abicha / Zouheir Elgraoui
2 Mosambik Ainadino Martinho / Jorge Monjane
3 Mosambik Jose Alberto Mondlane / Osvaldo Mungoi
4 Botswana Sekao Jack / George Chiswanisoby

Die insgesamt sechs Medaillen bei den Frauen- und Männerwettbewerben teilten sich zwei Nationen, wobei Marokko deutlich erfolgreicher war als Mosambik. Sowohl Mohamed Abicha / Zouheir Elgraoui nach dem Finalsieg von 21:19, 21:15 mit ihrem dritten Titelgewinn in Serie als auch Imane Zeroual / Nora Darrhar aus dem Maghrebland belohnten sich für ihre herausragenden Leistungen mit Gold. Hinzu kam Silber bei den Frauen für Mahassine Siad / Imane Yakki, die das Endspiel mit 14:21, 19:21 gegen ihre Landsfrauen verloren hatten.

Für den Staat aus Südostafrika blieb ebenfalls Silber für die Männer Ainadino Martinho / Jorge Monjane. Bronze bekamen Vanessa Muianga / Ana Sinaportar nach ihrem 21:9-, 21:13-Erfolg gegen die Nigerianerinnen sowie für Jose Alberto Mondlane / Osvaldo Mungoi nach dem 21:12 und 21:18 gegen Botswana[6][7]

2025 in Marokko

Austragungsort: Martil

Frauen
Platz Nation Namen
1 Marokko Mahassine Siad / Dina El Ghazoui
2 Mosambik Vanessa Muianga / Mercia Mucheza
3 Nigeria Pamela Bawa / Esther Mbah
4 Agypten Marwa Magdy / Nada Hamdy
Männer
Platz Nation Namen
1 Marokko Soufiane El Gharouti / Amine Sabir
2 Marokko Zouheir Elgraoui / Iliyas Lazar
3 Mosambik Jose Alberto Mondlane / Osvaldo Mungoi
4 Togo Koffi Kotoka / Kuamivi Samani

Wie schon drei Jahre vorher, gewann Marokko auch 2025 zwei Gold- und eine Silbermedaille. Im Männerendspiel triumphierten Soufiane El Gharouti und Amine Sabir nach einem hart erkämpften 17:21, 21:18, 15:10 über ihre Landsleute Iliyas Lazar und Zouheir El Graoui, der damit seinen vierten Titel knapp verpasste. Mosambiks Jose Alberto Mondlane und Osvaldo Mungoi behielten die Oberhand im kleinen Finale mit 21-15, 21-14 über Togos Koffi Kotoka und Kuamivi Samani.

Bei den Frauen erreichte Mahassine Siad zehn Jahre nach dem ersten Mal ihren zweiten Meistertitel. Diesmal besiegte sie gemeinsam mit Dina El Ghazoui Vanessa Muianga und Mercia Mucheza aus Mosambik mit 21-15, 23-21. Bronze ging an Nigeria. Verantwortlich dafür waren Pamela Bawa und Esther Mbah, die die Ägypterinnen Marwa Magdy und Nada Hamdy in drei Durchgängen mit 21-14, 20-22 und 15-09 bezwangen.[8][9]

Einzelnachweise

  1. Beach-volley : les pays africains qualifiés pour le mondial 2015. Africa Top Sports, 23. Februar 2015, abgerufen am 24. Oktober 2025 (französisch).
  2. Afrique: Mondial beach volleyball 2015 [H/D] - Les poules et adversaires des africains. Africa Top Sports, 31. März 2015, abgerufen am 24. Oktober 2025 (französisch).
  3. Morocco Men and Rwanda Women crowned African Beach Cup champions. CAVB, 19. Mai 2017, abgerufen am 24. Oktober 2025 (englisch).
  4. 2019 African Beach Volleyball: Morocco, Egypt Emerge Champions. The Gleamer, 28. April 2019, abgerufen am 24. Oktober 2025 (englisch).
  5. Nigeria Qualifies for 2019 World Beach Volleyball Championship. all Africa, 26. April 2019, abgerufen am 24. Oktober 2025 (englisch).
  6. Moroccan Beach Volleyball Athletes Crowned African Champions. Morocco World News, 2. August 2022, abgerufen am 24. Oktober 2025 (englisch).
  7. Mozambique: The silver and bronze that make us proud @ African Beach Volleyball Championship. Club of Mozambique, 2. August 2022, abgerufen am 24. Oktober 2025 (französisch).
  8. Empowered Morocco crowned Africa beach volleyball champions on home sand. FIVB, 30. Juni 2025, abgerufen am 24. Oktober 2025 (englisch).
  9. Volleyball Nigeria’s Women’s Beach Volleyball Team Clinch Bronze, Qualify for 2025 World Championship in Australia. Forema Media, 30. Juni 2025, abgerufen am 26. Oktober 2025 (englisch).