Bahnstrecke Nowy Świętów–Głuchołazy
| Nowy Świętów–Głuchołazy Zdrój 1939: Deutsch Wette–Ziegenhals Bad | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Streckennummer: | 297 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke (PKP): | 203 (Nysa–Głuchołazy Miasto) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 8,672 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckengeschwindigkeit: | 60 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Nowy Świętów–Głuchołazy Zdrój ist eine Eisenbahnverbindung in der Wojewodschaft Oppeln in Polen. Sie zweigt in Nowy Świętów (Deutsch Wette) von der Bahnstrecke Katowice–Legnica ab und führt nach Głuchołazy (Ziegenhals).
Geschichte
Die Strecke zwischen Deutsch Wette und Ziegenhals wurde am 5. November 1875 durch die Oberschlesische Eisenbahn (OSE) eröffnet. Am 1. Dezember 1875 nahm die k.k. priv. Mährisch-Schlesische Centralbahn die anschließende Strecke nach Jägerndorf in Österreichisch-Schlesien in Betrieb. Infolge der Verstaatlichung der OSE gehörte die Strecke ab 1. Juli 1886 zum Netz der Preußischen Staatsbahn. Die Österreichische Lokaleisenbahngesellschaft (ÖLEG) eröffnete im Jahr 1888 die Strecke Hannsdorf–Ziegenhals. Die Preußische Staatsbahn eröffnete am 1. Mai 1914 noch die kurze Nebenbahn von Ziegenhals nach Ziegenhals Bad.
Die österreichischen k.k. Staatsbahnen (kkStB) führten über Ziegenhals Korridorzüge in der Relation Nezamislitz–Olmütz–Mährisch Schönberg–Jägerndorf, die dort Anschluss an die Züge der preußischen Staatsbahn hatten.
Nach 1939 stellte die Reichsbahndirektion Oppeln den Personenverkehr zwischen Ziegenhals Hbf und Ziegenhals Bad ein. Als Ersatz wurde ein neuer Haltepunkt Ziegenhals Stadt an der parallelen Strecke nach Hannsdorf eingerichtet, die im Oktober 1938 infolge der Annexion des Sudetenlandes in den Betrieb der Deutschen Reichsbahn gekommen war.
Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Mai 1945 liegt die Strecke auf polnischem Staatsgebiet. Betreiber der Strecke waren fortan die polnischen Staatsbahnen Polskie Koleje Państwowe (PKP). Die deutschen Betriebsstellennamen wurden durch (zunächst provisorische) polnische ersetzt. Die PKP nahmen auch den Personenverkehr nach Ziegenhals Bad (jetzt: Głuchołazy Zdrój) wieder auf.
Grenzüberschreitenden Verkehr in die Tschechoslowakei gab es nach dem Zweiten Weltkrieg mit lediglich einem Personenzugpaar von und nach Jeseník noch bis 1952. Der Privilegierte Durchgangsverkehr (PED) der ČSD wurde 1948 wieder aufgenommen. Obwohl die Personenzüge im PED aufgrund des Fahrtrichtungswechsels weiterhin in Głuchołazy halten mussten, hatten die Züge dort fortan aus politischen Gründen keinen Verkehrshalt mehr.
Die PKP stellten am 12. August 2000 den Güterverkehr nach Glucholazy ein. Am 1. August 2004 wurde auch der Reiseverkehr eingestellt.
Am 26. Januar 2007 nahmen die PKP den Reiseverkehr zwischen Nowy Świętów und Głuchołazy wieder auf. Mit dem Beitritt von Tschechien und Polen zum Schengener Abkommen und dem Entfall der Grenzkontrollen erhielten auch die tschechischen Korridorzüge ab Dezember 2007 einen Verkehrshalt in Głuchołazy. Seit 14. Dezember 2014 fahren die Personenzüge der PKP (heute: Polregio) weiter nach Głuchołazy Miasto. Die weitere Strecke bis Głuchołazy Zdrój ist mittlerweile stillgelegt und abgebaut.
Im Jahresfahrplan 2025 wird die Strecke samstags und sonntags von zwei Personenzugpaaren der Polregio (PR) in der Relation Opole Główne–Nysa–Głuchołazy Miasto bedient.[5]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Atlas linii kolejowych polski. 1. Auflage. Eurosprinter, Rybnik 2011, ISBN 978-83-931006-4-4, S. G5.
- ↑ Nowy Świętów–Głuchołazy Zdrój auf atlaskolejowy.net
- ↑ Nowy Świętów–Głuchołazy Zdrój auf bazakolejowa.pl
- ↑ Deutsches Kursbuch Sommer 1939
- ↑ Fahrplan der PKP – gültig vom 26. Oktober bis 13. Dezember 2025