An der Kunst 9 (Quedlinburg)
Das Haus An der Kunst 9 ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt.
Lage
Es befindet sich im Stadtgebiet südlich des Quedlinburger Schlossberges und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Unmittelbar östlich des Hauses grenzt das gleichfalls denkmalgeschützte Gebäude Haus An der Kunst 8 an.
Architektur und Geschichte
Das Fachwerkhaus entstand nach einer Bauinschrift im Jahr 1708.[1] Die Stockschwelle des Wohnhauses ist mit Pyramidenbalkenköpfen und Schiffskehlen verziert. Die Aufteilung der Fenster ist unregelmäßig, der Eingang des Hauses befindet sich an der Seite der traufständigen Fassade.
1820 war Augustine Caroline Hoffmann Eigentümerin. Die Adressierung lautete zu diesem Zeitpunkt Unter dem Birnbaum 134. 1852 gehörte das Haus dem Zimmermann Christian Pomme. 1878, das Grundstück wurde nun unter Winkel 9 geführt, war Schneidermeister C. Pomme Eigentümer, 1899 der Weber Gröger. Der Drahtweber Gröger wurde 1910, das Haus wurde nun unter An der Kunst geführt, als Eigentümer genannt. 1935 dann der Invalide Gröger, 1950 Maria Blümecke.[2]
Im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt ist das Wohnhaus unter der Erfassungsnummer 094 45868 als Baudenkmal eingetragen.[3]
Literatur
- Karlheinz Wauer, Häuserbuch der Stadt Quedlinburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1950, C Das Stiftsgebiet, D Die Stadterweiterung 1820-1950, Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 59, Stiftung Stoye 2014, ISBN 978-3-93723023-8, Seite 22 f.
- Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 7: Falko Grubitzsch, unter Mitwirkung von Alois Bursy, Mathias Köhler, Winfried Korf, Sabine Oszmer, Peter Seyfried und Mario Titze: Landkreis Quedlinburg. Teilband 1: Stadt Quedlinburg. Fliegenkopf, Halle 1998, ISBN 3-910147-67-4, S. 62.
Einzelnachweise
- ↑ Hans-Hartmut Schauer, Quedlinburg, Fachwerkstatt/Weltkulturerbe, Verlag Bauwesen Berlin 1999, ISBN 3-345-00676-6, Seite 147
- ↑ Karlheinz Wauer, Häuserbuch der Stadt Quedlinburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1950, C Das Stiftsgebiet, D Die Stadterweiterung 1820-1950, Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 59, Stiftung Stoye 2014, ISBN 978-3-93723023-8, Seite 22 f.
- ↑ Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19.03.2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Seite 2137
Koordinaten: 51° 47′ 6,6″ N, 11° 8′ 10,5″ O