An der Kunst 11 (Quedlinburg)

Das Haus An der Kunst 11 ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt.

Lage

Es befindet sich im Stadtgebiet südlich des Quedlinburger Schlossberges und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Südlich grenzt das gleichfalls denkmalgeschützte Haus An der Kunst 12 an.

Architektur und Geschichte

Die Entstehung des Fachwerkhauses ist nach einer Bauinschrift auf das Jahr 1681 datiert. Als tatsächliches Baujahr wird jedoch auch das Jahr 1687 für möglich gehalten.[1] Andere Angaben nennen das Jahr 1684. Es gibt Vermutungen, dass Hans Rühle als Baumeister wirkte. Bauherr war wohl Christoph Dobberitz. Das Haus wurde unter der Adressierung Unter dem Birnbaum geführt.[2]

Das Wohnhaus wurde später in einigen Details verändert. An der Stockschwelle finden sich jedoch Pyramidenbalkenköpfe und Schiffskehlen. Darüber hinaus besteht der Rest eines profilierten Brüstungsholzes und Fußbänder.

1820 gehört das jetzt als Unter dem Birnbaum 149 geführte Haus dem Fischer Johann Joachim Dobberitz. Der Arbeiter Georg Schultze war 1852 Eigentümer. Das Grundstück hatte nun die Adresse Im Winkel. 1878 war der Handelsmann E. Schimmel Eigentümer des Hauses Winkel 11, 1899 dann die Witwe Schmitz. Sie war auch noch 1910 Eigentümerin, des nun unter An der Kunst geführten Hauses. 1935 und 1950 gehörte es Sophie Wegener.

Im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt ist das Wohnhaus unter der Erfassungsnummer 094 45869 als Baudenkmal eingetragen.[3]

Literatur

  • Karlheinz Wauer, Häuserbuch der Stadt Quedlinburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1950, C Das Stiftsgebiet, D Die Stadterweiterung 1820-1950, Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 59, Stiftung Stoye 2014, ISBN 978-3-93723023-8, Seite 23.
  • Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 7: Falko Grubitzsch, unter Mitwirkung von Alois Bursy, Mathias Köhler, Winfried Korf, Sabine Oszmer, Peter Seyfried und Mario Titze: Landkreis Quedlinburg. Teilband 1: Stadt Quedlinburg. Fliegenkopf, Halle 1998, ISBN 3-910147-67-4, S. 62.

Einzelnachweise

  1. Hans-Hartmut Schauer, Quedlinburg, Fachwerkstatt/Weltkulturerbe, Verlag Bauwesen Berlin 1999, ISBN 3-345-00676-6, Seite 146
  2. Karlheinz Wauer, Häuserbuch der Stadt Quedlinburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1950, C Das Stiftsgebiet, D Die Stadterweiterung 1820-1950, Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 59, Stiftung Stoye 2014, ISBN 978-3-93723023-8, Seite 23
  3. Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19.03.2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Seite 2137

Koordinaten: 51° 47′ 6,6″ N, 11° 8′ 9,7″ O