An der Kunst 8 (Quedlinburg)
Das Haus An der Kunst 8 ist ein denkmalgeschütztes Gebäude in der Stadt Quedlinburg in Sachsen-Anhalt.
Lage
Es befindet sich im Stadtgebiet südlich des Quedlinburger Schlossberges und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Unmittelbar westlich grenzt das gleichfalls denkmalgeschützte Haus An der Kunst 9 an.
Architektur und Geschichte
Das kleine Fachwerkhaus entstand nach einer am Gebäude befindlichen Inschrift im Jahr 1734 und umfasst in der Breite nur fünf Gebinde. Als Verzierungen sichtbar sind Pyramidenbalkenköpfe und eine profilierte Stockschwelle. Die Inschrift verweist mit den Buchstaben M.J.A.T.Z.M auf den Zimmermeister Joachim Trost als Baumeister.[1] Andere benennen ihn als Johann Andreas Trost.[2] Bauherren waren Johann Michael und Anna Catharina Toberitz, auf die die Inschrift JOHANN MICHAEL TOBERITZ ANNA CATRINA TOBERITZEN verweist. Das Haus wurde unter der Anschrift Unter dem Birnbaum geführt.
1820 war die Witwe von Heinrich Pommens, Sophie geborene Längebartel Eigentümerin. Die Adresse lautete Unter dem Birnbaum 133. 1852 wurde dann Müller Haake als Eigentümer genannt. 1878, die Adresse lautete nun Winkel 8, war Günther Müller aus Blankenburg (Harz) Eigentümer, 1899 die Witwe Kleie. Schon unter der Adressierung An der Kunst gehörte es dann 1910 Frau Fischer, 1935 Marie Fischer und 1950 Irma Wyszyelski.[3]
Das leerstehende Gebäude ist sanierungsbedürftig (Stand 2012).
Im Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt ist das Wohnhaus unter der Erfassungsnummer 094 45867 als Baudenkmal eingetragen.[4]
Literatur
- Karlheinz Wauer, Häuserbuch der Stadt Quedlinburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1950, C Das Stiftsgebiet, D Die Stadterweiterung 1820-1950, Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 59, Stiftung Stoye 2014, ISBN 978-3-93723023-8, Seite 22.
- Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt. Band 7: Falko Grubitzsch, unter Mitwirkung von Alois Bursy, Mathias Köhler, Winfried Korf, Sabine Oszmer, Peter Seyfried und Mario Titze: Landkreis Quedlinburg. Teilband 1: Stadt Quedlinburg. Fliegenkopf, Halle 1998, ISBN 3-910147-67-4, S. 62.
Einzelnachweise
- ↑ Hans-Hartmut Schauer: Das städtebauliche Denkmal Quedlinburg und seine Fachwerkbauten, Verlag für Bauwesen Berlin 1990, ISBN 3-345-00233-7, S. 73
- ↑ Karlheinz Wauer, Häuserbuch der Stadt Quedlinburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1950, C Das Stiftsgebiet, D Die Stadterweiterung 1820-1950, Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 59, Stiftung Stoye 2014, ISBN 978-3-93723023-8, Seite 22
- ↑ Karlheinz Wauer, Häuserbuch der Stadt Quedlinburg von der Mitte des 16. Jahrhunderts bis zum Jahre 1950, C Das Stiftsgebiet, D Die Stadterweiterung 1820-1950, Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 59, Stiftung Stoye 2014, ISBN 978-3-93723023-8, Seite 22
- ↑ Kleine Anfrage und Antwort Olaf Meister (Bündnis 90/Die Grünen), Prof. Dr. Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen), Kultusministerium 19.03.2015 Drucksache 6/3905 (KA 6/8670) Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt, Seite 2137
Koordinaten: 51° 47′ 6,6″ N, 11° 8′ 10,6″ O