Amtsgericht Liegnitz

Das Amtsgericht Liegnitz war ein preußisches Amtsgericht mit Sitz in Liegnitz in der Provinz Schlesien.

Geschichte

In Liegnitz bestand von 1849 bis 1879 das Kreisgericht Liegnitz. Das königlich preußische Amtsgericht Liegnitz wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 1879 als eines von acht Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Liegnitz im Bezirk des Oberlandesgerichtes Breslau gebildet. Der Sitz des Gerichtes war Liegnitz. Sein Gerichtsbezirk umfasste den Landkreis Liegnitz ohne den Teil, der dem Amtsgericht Naumburg am Queis zugeordnet war.[1] Am Gericht bestanden 1880 sechs Richterstellen. Das Amtsgericht war damit ein großes Amtsgericht im Landgerichtsbezirk. Gerichtstage wurden in Campern gehalten.[2]

Im Jahre 1945 wurde der Amtsgerichtsbezirk unter polnische Verwaltung gestellt, und die deutschen Einwohner wurden vertrieben. Damit endete auch die Geschichte des Amtsgerichtes Liegnitz.

Einzelnachweise

  1. Verordnung, betreffend die Bildung der Amtsgerichtsbezirke vom 5. Juli 1879, GS Nr. 30, S. 463, Digitalisat
  2. Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung. 1888, S. 402 online