Warder (Kreis Rendsburg-Eckernförde)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 54° 13′ N, 9° 53′ O | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Rendsburg-Eckernförde | |
| Amt: | Nortorfer Land | |
| Höhe: | 28 m ü. NHN | |
| Fläche: | 8,71 km² | |
| Einwohner: | 700 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 80 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 24646 | |
| Vorwahlen: | 04329, 04392 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RD, ECK | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 58 168 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Niedernstraße 6 24646 Nortorf | |
| Website: | www.warder.de | |
| Bürgermeister: | Thorsten Schneider (BfW) | |
| Lage der Gemeinde Warder im Kreis Rendsburg-Eckernförde | ||
Warder ist eine Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.
Geografie
Warder liegt im Nordwesten des Landschaftsraums Ostholsteinisches Hügel- und Seenland[2] zwischen Neumünster (südlich), Rendsburg (nordwestlich) und Kiel (nordöstlich) am Rande des Naturpark Westensee am Wardersee und am Brahmsee.
Alt Mühlendorf und Seehof liegen im Gemeindegebiet.[3]
Geschichte
In Warder standen mehrere Hünengräber, deren Steine in der Vergangenheit jedoch zerkleinert und zum Hausbau eingesetzt wurden.
Warder bestand ursprünglich aus zwei separaten Siedlungen, die 1442 als Grotenwerdere und Lutkenwerder erwähnt wurden. Das Dorf Lutkenwerder wurde jedoch vermutlich im 16. Jahrhundert aufgegeben und seine genaue Lage ist heute unbekannt.
Es wird angenommen, dass sich in Alt-Mühlendorf mindestens seit der Ersterwähnung des Orts 1271 eine Wassermühle befindet. Anfangs wurde die Wassermühle Alt-Mühlendorf als Getreide- und Lohemühle genutzt, heute wird sie zur Elektrizitätserzeugung aus Wasserkraft genutzt. Lohe wurde aus Eichenrinde gewonnen und zum Gerben von Leder eingesetzt.
Warder wurde im Rahmen des Wettbewerbs Unser Dorf soll schöner werden ausgezeichnet.
Politik
Gemeindevertretung
Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt neun Sitze vergeben. Diese fielen erneut alle an die Allgemeine Wählergemeinschaft – Bürger für Warder. Die Wahlbeteiligung betrug 52,9 %.[4]
Wappen
Blasonierung: „Über blau-silbernen Wellen in Blau ein mit einem blauen Steingrab belegter silberner Hügel. In den Oberecken jeweils ein siebenspeichiges silbernes Mühlrad.“[5]
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Tourismus und Naherholung sind zu bedeutenden Einnahmequellen geworden. An beiden Seen im Gemeindegebiet sind ausgedehnte Wochenendhausgebiete entstanden. Seit 1877 besteht eine Fischbrutanstalt in der Gemeinde.
Ab dem Abfluss der Mühlenau aus dem Wardersee besteht das NATURA 2000-Schutzgebiet FFH-Gebiet Wehrau und Mühlenau, das am Nord-Ostsee-Kanal in Osterrönfeld endet.
Durch das Gemeindegebiet führt die Bundesautobahn 7 in Schleswig-Holstein. Westlich des Dorfes besteht über die Landesstraße 48 Zufahrt an der Autobahnanschlussstelle Nr. 10.
Sehenswürdigkeiten
In der Liste der Kulturdenkmale in Warder (Kreis Rendsburg-Eckernförde) stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.
- Tierpark Arche Warder, Tierpark für seltene Nutztierrassen
- Steinpark Warder des Bildhauers Ben Siebenrock
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2024 (XLSX-Datei); (Hilfe dazu).
- ↑ Liste: Zuordnung der Gemeinden zu den Naturräumen. S. 10 format=PDF, abgerufen am 29. Dezember 2025.
- ↑ Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 10: Timmaspe - Ziethen. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2008, ISBN 978-3-926055-92-7, S. 159 (dnb.de [abgerufen am 9. August 2020]).
- ↑ wahlen-sh.de
- ↑ Die kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein spricht von der Darstellung abweichend von achtspeichigen Mühlrädern