Schinkel (Gemeinde)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 54° 21′ N, 9° 57′ O | |
| Bundesland: | Schleswig-Holstein | |
| Kreis: | Rendsburg-Eckernförde | |
| Amt: | Dänischer Wohld | |
| Höhe: | 17 m ü. NHN | |
| Fläche: | 10,21 km² | |
| Einwohner: | 1051 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 103 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 24214 | |
| Vorwahl: | 04346 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RD, ECK | |
| Gemeindeschlüssel: | 01 0 58 142 | |
| Adresse der Amtsverwaltung: | Karl-Kolbe-Platz 1 24214 Gettorf | |
| Website: | www.gemeindeschinkel.de | |
| Bürgermeisterin: | Sandra Möller (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Schinkel im Kreis Rendsburg-Eckernförde | ||
Schinkel ist eine Gemeinde am Nord-Ostsee-Kanal im Kreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein.
Geografie und Verkehr
Schinkel liegt etwa 15 km westlich von Kiel am Nordufer des Nord-Ostsee-Kanals. Nordöstlich verläuft die Bundesstraße 76 von Kiel nach Eckernförde.
Politik
Gemeindevertretung, Bürgermeisterin
Bei der Kommunalwahl am 14. Mai 2023 wurden insgesamt elf Sitze vergeben. Die CDU erhielt fünf Sitze, die Ökologische Interessengemeinschaft Schinkel vier Sitze und die SPD zwei Sitze. Sandra Möller (CDU) löste Sabine Axmann-Bruckmüller (CDU) als Bürgermeisterin ab, die nicht wieder kandidierte.
Wappen
Blasonierung: „In Silber unter einem blauen Wellenbalken ein flacher, erhöhter blauer Sparren, der die Giebelseite eines roten steinernen Hauses einschließt mit Treppengiebel, drei gotischen Fenstern im Dachgeschoss, das mittlere höher, und einem spitzgiebeligen Vorhaus.“[3]
Wirtschaft
Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt.
In Schinkel gibt es eine Vollkornbäckerei, eine Arztpraxis, einige handwerkliche Betriebe und einige Hofläden, in denen Landwirte ihre Produkte direkt vermarkten. Dienstags findet ein kleiner Wochenmarkt statt. Die Bäckerei und mehrere Höfe sind in der Solidarischen Landwirtschaft Schinkeler Höfe organisiert.[4]
Daneben gibt es mehrere Reitställe im Dorf, deren Angebote sich an Freizeit- und Sportreiter richten.
Eine Besonderheit ist eine im Dorfzentrum gelegene Maschinenwerkstatt, die auf die Wiederherstellung historischer Nutz- und Baufahrzeuge spezialisiert ist und dafür über entsprechend große Werkzeugmaschinen verfügt.[5]
Sehenswürdigkeiten
Kulturdenkmale
In der Liste der Kulturdenkmale in Schinkel (Gemeinde) stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.
Gut Rosenkranz
Das Gut Rosenkranz hieß bis 1828 Gut Schinkel. 1289 wurde die Burg Schinkel erstmals erwähnt, im Besitz eines gleichnamigen Rittergeschlechts, das zu den Equites Originarii gehörte und wappengleich mit den Herren von Sehestedt war. Im 16. Jahrhundert kam das Gut in den Besitz der Rantzau, die neben der Grundherrschaft eine Gutswirtschaft begründeten und neue Hofgebäude anlegten; auf der Rantzau-Tafel von 1587 ist die Burg noch in alter Form aufgeführt. 1618 gelangte Schinkel in den Besitz der Rumohr, Mitte des 17. Jahrhunderts der Ahlefeldt, die anstelle der alten Wasserburg ein Herrenhaus errichteten, vermutlich ein Fachwerkgebäude. Von 1727 bis 1782 folgten die Brockdorff, dann Familie Bruyn, die 1791 ein neues Herrenhaus errichtete. 1828 erwarb Robert Weber (1798–1876) das Gut Schinkel und 1845 das Gut Rathmannsdorf in Felm. Er hatte Axeline von Rosenkrantz aus alter dänischer Familie geheiratet, mit ihrem Erbteil finanzierte das Ehepaar die Gutskäufe. Er wurde zum Freiherrn Weber von Rosenkrantz erhoben und benannte das Gut Schinkel in Rosenkrantz um. Von 1890 bis 1900 ließen die Weber von Rosenkrantz das Herrenhaus großzügig umbauen, ein Torhaus und neue Wirtschaftsgebäude errichten.[6] Im Torhaus befinden sich zwei Glocken von 1531/41. Durch Heirat gelangte das Gut in den Besitz der Freiherren von Münchhausen aus Neuhaus-Leitzkau, die es bis heute führen. Der offizielle Ortsname wurde in der NS-Zeit in Rosenkranz (ohne t) eingedeutscht, die Betriebsgesellschaft führt jedoch die Firmenbezeichnung Gut Rosenkrantz.[7] Seit 1989 wird auf dem Gut ökologische Landwirtschaft betrieben. Die Handelsgesellschaft für Naturprodukte Gut Rosenkrantz hat ihren Sitz in Neumünster.[8]
Im Landschaftsgarten hinter dem Herrenhaus befinden sich Reste des alten Eiderkanals.[9]
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Torhaus
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Gutshaus Rosenkranz
Weblinks
- Webseite der Gemeinde Schinkel
Literatur
- Deert Lafrenz: Gutshöfe und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, Michael Imhof Verlag, Petersberg 2015, 2. Auflage, ISBN 978-3-86568-971-9, S. 485
Einzelnachweise
- ↑ Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2024 (XLSX-Datei); (Hilfe dazu).
- ↑ wahlen-sh.de
- ↑ Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
- ↑ Schinkeler Höfe – Solidarische Landwirtschaft. Abgerufen am 2. Oktober 2024 (deutsch).
- ↑ https://www.maschinenwerkstatt-kruse.de/
- ↑ Hubertus Neuschäffer: Schleswig-Holsteins Schlösser und Herrenhäuser, Husum 1989, S. 240
- ↑ Gut Rosenkrantz, Webseite
- ↑ http://www.gut-rosenkrantz.de/unternehmen.html
- ↑ Georg Dehio: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Begründet vom Tag für Denkmalpflege 1900, Fortgeführt von Ernst Gall, Bearbeitet von Johannes Habich, Christoph Timm (Hamburg) und Lutz Wilde (Lübeck), Aktualisiert von Susanne Grötz und Klaus Jan Philipp (Hamburg) und Lutz Wilde (Schleswig-Holstein), 2009, Deutscher Kunstverlag München Berlin, 3. Auflage, ISBN 978-3-422-03120-3, S. 827