Allmen und Herr Weynfeldt

Allmen und Herr Weynfeldt ist ein 2024 erschienener Roman des Schriftstellers Martin Suter und der siebte Band der Allmen-Reihe. Das Werk ist im Diogenes Verlag erschienen. Kurz nach Erscheinen startete das Buch auf der Spiegel-Bestsellerliste auf Platz 3[1] und belegte im April 2024 zwischenzeitlich Platz 2 der Liste.[2] In der Schweizer Jahresbestsellerliste 2024 lag es in der Kategorie Belletristik auf Platz 4.[3]

Handlung

Johann Friedrich von Allmen lernt in einer Bar den kultivierten Kunstsammler Adrian Weynfeldt kennen, eine bereits aus Suters Roman Der letzte Weynfeldt bekannte Figur – der Beginn einer neuen Freundschaft. Kurz darauf stellt Weynfeldt fest, dass ein wertvolles Bild (vielleicht ein Picasso) aus seiner Sammlung verschwunden ist und bittet Allmen als Kunstdetektiv um Hilfe. Allmen vermutet den Täter im exklusiven Freundeskreis Weynfeldts. Doch ob Architekt, Maler, Filmemacher oder Kunstbuchhändlerin: niemand gibt einen Diebstahl zu. Kurz darauf wird die Kunstbuchhändlerin Karin Winter tot in ihrer Buchhandlung aufgefunden; sie hatte Allmen angekündigt, reden zu wollen. Aus dem Kunstdiebstahl wird Allmens erster Mordfall, in dem er zwischen Schein und Sein der feinen Zürcher Gesellschaft ermitteln muss.

Rezeption

Allmen und Herr Weynfeldt wurde von der Kritik unterschiedlich aufgefasst. Während Harald Eggebrecht für die Süddeutsche Zeitung von einem „feinen Krimi“ mit „fedrigem Witz“ sprach,[4] nannte Jens Dirksen das Werk für die Westdeutsche Allgemeine Zeitung „enttäuschend“, auch wegen des etwas absehbaren Plots.[5] Hedwig Kainberger bemerkte in den Salzburger Nachrichten, dem Krimi versage „die Spannung“.[6] Zwar habe der Roman „keine schnellen Schnitte, keine Spannung, die einem den Atem nimmt“, dennoch bleibe das in Allmen und Herr Weynfeldt zu erkennende Dialogtalent Suters „konkurrenzlos“, bemerkte Nora Zukker für den Tagesanzeiger.[7]

Der Roman stand auf der Longlist des Schweizer Krimipreises 2025.[8]

Textausgaben

  • Martin Suter: Allmen und Herr Weynfeldt. Diogenes Verlag, Zürich 2024, 224 Seiten, ISBN 978-3-257-07279-2.

Einzelnachweise

  1. Martin Suters neuer Krimi „Allmen und Herr Weynfeldt“ steigt in Bestsellerliste ein. In: 24books.de. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
  2. Spiegel-Bestseller - Belletristik. In: Der Spiegel. Nr. 15/2024, 6. April 2024, S. 113.
  3. Die am besten verkauften Bücher 2024 – und welches Thema besonders interessierte. In: Watson.ch. 3. Januar 2025, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  4. Harald Eggebrecht: Vorsicht vor dem Tiefsinn. In: Süddeutsche Zeitung. 8. April 2024, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  5. Jens Dirksen: Enttäuschend: Martin Suters „Allmen und Herr Weynfeldt“. In: Westdeutsche Allgemeine Zeitung. 20. März 2024, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  6. Hedwig Kainberger: Roman von Martin Suter: Allmen und Weynfeldt versagen die Spannung. In: Salzburger Nachrichten. 2. April 2024, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  7. Nora Zukker: Und dann verliert María zwischen Margaritas und Martini-Oliven die Geduld. In: Tagesanzeiger. 26. März 2024, abgerufen am 2. Dezember 2025.
  8. Allmen und Herr Weynfeldt von Martin Suter. In: Diogenes Verlag. Abgerufen am 2. Dezember 2025.