Kawasaki Z 900

Kawasaki

Kawasaki Z 900, Baujahr 2017
Z 900/Z 900 RS, seit 2017
Hersteller Kawasaki
Produktionszeitraum ab 2017
Klasse Motorrad
Bauart Naked Bike
Motordaten
4-Takt, Wassergekühlter Reihenvierzylinder, DOHC, 4 Ventile pro Zylinder, elek. Einspritzung, Euro 4 mit G-Kat
Hubraum 948 cm³
Leistung 92,2 / 125 bei 9500/min (Z 900) kW/PS
Drehmoment 98,6 bei 7700/min (Z 900) N m
Höchst­geschwin­digkeit 240[1] km/h
Getriebe 6-Gang
Antrieb Kettenantrieb, O-Ring-Kette
Bremsen 300 mm-Doppelscheibenbremse mit 4-Kolben-Festsätteln vorne
250 mm-Bremsscheibe 1-Kolben-Schwimmsattel hinten
ABS
Radstand 1450 (Z 900 ab 2020 1455)[1] mm
Maße (L × B × H, mm): 2.065 × 825 × 1.065
Sitzhöhe 79,5, ab 2020 82[1] cm
Vorgängermodell Z 800

Die Kawasaki Z 900 ist ein Naked Bike des japanischen Herstellers Kawasaki. Die Z 900 wird seit 2017 als Nachfolger der Kawasaki Z 800 gebaut.

Allgemeines

Die Z 900 ist im Marktsegment der gehobenen Mittelklasse positioniert, zwischen der Kawasaki Z 650 und der Kawasaki Z 1000. Kawasaki griff bei der Namensgebung auf die Kawasaki Z1 der 1970er Jahre zurück. Weiterhin gibt es von der Z 900 die technisch identische Classic-Version Z 900 RS, die sich ebenso an die Modelle aus den 70ern anlehnt. Ebenso wird sie in einer leistungsreduzierten Version mit 70 kW angeboten, um sie für Fahranfänger und Inhaber des A2-Führerscheins auf 35 kW drosseln zu können. Seit Markteinführung wurde die Z 900 auch als „Performance“-Ausführung angeboten, die mit einem Auspuff von Akrapovič und einer Soziussitzabdeckung aufgewertet ist. Sie gehört seit ihrer Modelleinführung zu den ersten 20 Modellen in der deutschen Zulassungsstatistik.[2]

Technik

Der Motor basiert nicht auf dem Vorgängermodell, sondern wurde von der Z 1000 abgeleitet. Die Zylinderbohrung wurde reduziert und eine andere Kurbelwelle verwendet. Der Rahmen ist nun in Gitterrohrbauweise ausgeführt und nutzt den Motor als tragendes Teil.[3] Weitere Maßnahmen wie ein geändertes Abgassystem und eine Hinterradführung aus Aluminium reduzieren das Gewicht um 21 Kilogramm gegenüber der Z 800. 2020 hat die Kawasaki Z 900 ein Facelift erhalten.[4] Seitdem hat sie ein TFT-Farbdisplay, vollumfänglich LED-Beleuchtung und vier Fahrmodi, von denen einer vom Fahrer konfiguriert werden kann. Der Rahmen erhielt einen größeren Radstand von 1455 mm und einen 7 mm längeren Nachlauf. Außerdem wurden die Serviceintervalle von 6000 auf 12000 km erhöht.[1] Für das Modelljahr 2025 gab es eine große Modellpflege. Die Z 900 hat nun eine 6-Achsen-IMU, wodurch nun ein schräglagenabhängiges ABS und eine bessere Traktionskontrolle integriert werden konnten. Zusätzlich gibt es jetzt einen Schaltautomat und ein Tempomat. Obligatorisch waren wieder viele kleine Änderungen an Motor, Fahrwerk, Bremsen und am Design.

Bei der Z 900 RS wurde der Rahmen unter anderem mit geringerem Nachlauf und 2 cm mehr Radstand modifiziert. Sie hat eine 10 kW geringere Motorleistung und eine um 1000/min geringere Höchstdrehzahl. Die Verdichtung beträgt 10,8 anstelle 11,8 : 1. Der erste Gang wurde kürzer, der sechste länger übersetzt, die Sekundärübersetzung hinten ist zwei Zähne länger.[5] Der Motor der RS erreicht das maximale Drehmoment von 99 Nm bei 6500/min und die Kraftübertragung ist mit einer Anti-Hopping-Kupplung ausgerüstet. Darüber hinaus wurde der Motorklang mit sogenanntem Sounddesign gestaltet. Mit zwei Personen und Gepäck wird bei zügiger Fahrweise ein Testverbrauch von 5,6 Liter/100 km genannt.[2]

Neuzulassungen in Deutschland

Die Z 900 stand bezüglich der Neuzulassungen in Deutschland mit etwa 3100 Maschinen 2018[6] und 2019 auf Platz drei[7] sowie 2020 mit über 3850[8] und 2021 mit fast 4000 Exemplaren sogar auf Platz zwei.[9][10] Von der Z 900 RS wurden 2018 über 1480,[6] 2019 und 2020[8] über 1.100 und 2021 860 Maschinen neu zugelassen.[9] 2022 waren es über 1200 Z 900 RS.[11]

Commons: Kawasaki Z 900 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c d Ingo Gach: Test: Kawasaki Z 900. In: heise.de. 19. Oktober 2020, abgerufen am 4. Januar 2023.
  2. a b Peter Ilg: Im Test: Kawasaki Z 900 RS. In: sueddeutsche.de. 12. August 2021, abgerufen am 3. Januar 2023.
  3. Peter Schönlaub: Kawasaki Z900 im Test: Machtwechsel! In: Modellnews. 1. Februar 2017. Auf Motorrad-Magazin.at, abgerufen am 17. September 2021.
  4. Stephan: Test: Kawasaki Z 900 (2020) (Baujahr 2020) – Der kleine, grüne Kobold in neuer Frische. In: Kawasaki Z 900 › Fahrbericht. 8. Juli 2020. Auf Motorradtest.de, abgerufen am 17. September 2021.
  5. Johannes Müller: Kawasaki Z 900 RS (2018) im Test: Echte Fahrmaschine im Retrolook. In: motorradonline.de. 1. Februar 2019, abgerufen am 3. Januar 2023.
  6. a b Dina Dervisevic: Motorrad-Neuzulassungen 2018: Die beliebtesten Bikes des vergangenen Jahres. In: motorradonline.de. 11. Januar 2019, abgerufen am 3. Januar 2023.
  7. Dina Dervisevic: Motorrad-Neuzulassungen Gesamtjahr 2019: Top 50 der beliebtesten Bikes in Deutschland. In: motorradonline.de. 16. Januar 2020, abgerufen am 3. Januar 2023.
  8. a b Dina Dervisevic: Motorrad-Neuzulassungen Gesamtjahr 2020: Das sind die 50 beliebtesten Bikes in Deutschland. In: motorradonline.de. 19. Januar 2021, abgerufen am 3. Januar 2023.
  9. a b Dina Dervisevic: Motorrad-Neuzulassungen Gesamtjahr 2021: Motorradmarkt in Deutschland im Minus. In: motorradonline.de. 19. Januar 2022, abgerufen am 3. Januar 2023.
  10. Dina Dervisevic: Motorrad-Neuzulassungen 2018: Die beliebtesten Bikes des vergangenen Jahres. In: motorradonline.de. 19. Februar 2019, abgerufen am 3. Januar 2023.
  11. Maik Schwarz: Motorrad-Neuzulassungen 2022: Die Top 50 Motorräder 2022 in Deutschland. In: motorradonline.de. 18. Januar 2023, abgerufen am 25. Januar 2023.