Wultendorf (Gemeinde Staatz)

Wultendorf (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Wultendorf
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Staatz
Koordinaten 48° 39′ 51″ N, 16° 27′ 49″ Of1
Höhe 234 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 362 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 8,27 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05118
Katastralgemeindenummer 13052
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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362

Wultendorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Staatz im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich mit 362 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1965 war Wultendorf eine eigenständige Gemeinde.[2]

Geografie

Das südwestlich von Staatz gelegene Dorf wird von der Landesstraße L20 erschlossen und entwässert über den Waltendorfer Graben und den Egelseer Graben in den Hagendorfer Graben. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 190 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 91 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Staatz besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Staatz, Loosdorf, Hagenberg, Ernstbrunn und dem Magistrat Laa sowie den Pfarren Laa, Fallbach und der Propstei Staatz.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Wultendorf ein Bäcker, zwei Dachdecker, ein Fleischer, zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Sattler, ein Schmied, drei Schneider, drei Schuster, ein Tischler, eine Viktualienhändlerin, ein Wagner und ein Landwirt mit Ab-Hof-Verkauf ansässig.[5]

Mit 1. Jänner 1966 wurden im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Ameis, Enzersdorf bei Staatz, Ernsdorf bei Staatz, Waltersdorf bei Staatz und Wultendorf nach Staatz eingemeindet.[2]

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 264 (WultendorfInternet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 30, Sektion Stronsdorf, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,2 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 237.
Commons: Wultendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 14. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 1. Februar 2025. (LGBL. NÖ. Nr. 285/1965)
  3. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 426 (Wultendorf in der Google-Buchsuche).
  5. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 519