Waltersdorf bei Staatz

Waltersdorf bei Staatz (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Waltersdorf
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Mistelbach (MI), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Mistelbach
Pol. Gemeinde Staatz
Koordinaten 48° 39′ 38″ N, 16° 31′ 1″ Of1
Höhe 238 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 158 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 5,75 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05117
Katastralgemeindenummer 13049

Ortsansicht mit Kapelle
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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158

Waltersdorf bei Staatz ist eine Ortschaft und als Waltersdorf eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Staatz im Bezirk Mistelbach in Niederösterreich. Die Ortschaft umfasst 158 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1] Bis Ende 1965 bildete der Ort eine selbständige Ortsgemeinde.[2]

Geografie

Das Dorf befindet sich südöstlich von Staatz und wird vom Waltersdorfer Graben durchflossen, der knapp oberhalb entspringt. Erreichbar ist der Ort über die Landesstraße L3068, die zugleich die Staatzer Straße mit der Poysdorfer Straße verbindet. Am 1. April 2020 zählte die Ortschaft 105 Adressen.[3]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 53 Häusern genannt, das nach Staatz eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Staatz besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten der Herrschaft und der Propstei Staatz.[4]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Waltersdorf zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, eine Milchgenossenschaft, ein Schmied, ein Schuster und drei Viktualienhändler ansässig.[5]

Mit 1. Jänner 1966 wurden im Zuge der Niederösterreichischen Kommunalstrukturverbesserung die bis dahin selbständigen Gemeinden Ameis, Enzersdorf bei Staatz, Ernsdorf bei Staatz, Waltersdorf bei Staatz und Wultendorf nach Staatz eingemeindet.[2]

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 156 (WaltersdorfInternet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 31, Sektion Mistelbach, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,3 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 236.
Commons: Waltersdorf bei Staatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. a b Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 14. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 1. Februar 2025. (LGBL. NÖ. Nr. 285/1965)
  3. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  4. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 362 (Waltersdorf in der Google-Buchsuche).
  5. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 492