Wolfgang Lauenstein (Beamter)

Wolfgang Lauenstein (* in Plauen; † 16. Mai 1591 in Weimar) war ein Geheimsekretär u. a. der sächsischen Kurfürsten Friedrich dem Großmütigen und Johann Wilhelm von Sachsen.

Leben

Sein Sein Vater war der Fleischhacker Michael Lauenstein in Plauen.[1] Die Tochter des Johannes Schneidewein Elisabeth Schneidewein war mit ihm verheiratet. Johannes war Verwandter von Heinrich Schneidewein, dem sachsen-weimarischer Kanzler. Lauenstein errichtete 1588 ebenso wie der Kanzler eine Familienstiftung in Höhe von 2000 Gulden, die armen Studenten zugutekommen sollte.[2][3] Seine Wirkungszeit liegt etwa in der Zeit von 1545 bis 1570. Zunächst waren seine Geschäfte von denen des Antonius Pestel getrennt. Diese Trennung wurde 1549 aufgehoben.[4] Zu bemerken ist, dass Lauenstein nach der Schlacht von Mühlberg 1547 gefangen genommen wurde und dass für diesen von Moritz von Sachsen ein Lösegeld von 1000 Kronen vorgeschossen wurde. In Torgau geriet wiederum Lauenstein bei einem Besuch seiner Eltern in Gefangenschaft von Moritz. Erst 1550 kamen Ponickau und Lauenstein durch kaiserliches Reskript aus ihrer Gefangenschaft entlassen.[5]

Literatur

  • August Beck: Johann Friedrich der Mittlere, Weimar 1858, Bd. 2, S. 132.

Einzelnachweise

  1. Mitteldeutsche Familienkunde, Band 8, 1985, S. 412
  2. [1]
  3. Karl Große: Geschichte Leipzigs von der ältesten bis auf die neueste Zeit, Bd. 2, Leipzig 1898, S. 255.
  4. Beiträge zur neueren Geschichte Thüringens, Bd. 1, S. 184.
  5. Archiv für die sächsische Geschichte, Band 8, 1870, S. 58 f.