Wincenty Niałek
Wincenty Niałek (* im 12. Jahrhundert; † 1232) war ab 1220 Erzbischof von Gnesen.
Leben
Wincenty Niałek wurde 1208 Kanzler am Hof des Herzogs Władysław III., den er mit Heinrich I. von Schlesien versöhnte, und war daher Gegenspieler des papsttreuen Gnesener Erzbischofs Heinrich Kietlitz. Dieser exkommunizierte ihn daher auf der Höhe des Investiturstreits im Jahre 1210. Er war ab spätestens 1211 verwitwet und schlug nach dem Tod seiner Frau die geistliche Laufbahn ein. Zwischen 1213 und 1216 versöhnte er sich mit dem Erzbischof und wurde Propst an dessen Hof. Nach dem Tod von Heinrich Kietlitz machte Papst Honorius III. zunächst den Krakauer Bischof Iwo Odrowąż 1219 zum Erzbischof von Gnesen. Dieser schlug das Amt jedoch letztendlich aus und unterstütze Wincenty Niałek als Kandidaten für das Amt des Erzbischofs, der sodann vom Domkapitel gewählt und schließlich auch vom Papst bestätigt wurde. Er nahm 1226 am Treffen der polnischen Herzöge in Gąsawa teil, bei dem Leszek I. ermordet wurde, sowie am darauffolgenden Treffen in Cienia 1228. In seiner Innenpolitik war er um den Ausgleich zwischen den polnischen Herzögen bemüht.
Siehe auch
Literatur
- Władysław Abraham, Organizacja Kościoła w Polsce do połowy wieku XII, Lwów 1890, S. 83 (polnisch).
- Kazimierz Śmigiel: Słownik biograficzny arcybiskupów gnieźnieńskich i prymasów Polski, Wydawn. WBP, 2002 (polnisch).
- Wojciech Kętrzyński: Studyja nad dokumentami XII wieku, Roczniki Akademii Umiejętności, Lwów 1891 (polnisch).
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Iwo Odrowąż | Erzbischof von Gnesen 1220–1232 | Pełka |