Heinrich Kietlitz
Heinrich Kietlitz (* um 1150; † 1219) war ab 1199 Erzbischof von Gnesen.
Leben
Im Investiturstreit stellte er sich auf die Seite von Papst Innozenz III. Er drängte den weltlichen Einfluss auf die polnische Kirche zurück. Er exkommunizierte den Herzog Władysław III. und den Bischof von Posen Arnold II, der Partei für den Herzog ergriffen hatte. 1210 verzichteten die Herzöge Leszek I., Konrad I. und Władysław Odonic auf das Spolienrecht. 1212 organisierte er eine Heidenmission im Pruzzenland unter der Führung von Bischof Christian von Preußen. 1216 nahm er am Vierten Laterankonzil teil. Nach dem Tod des Papstes Innozenz III. 1216 verlor er an Einfluss. Der Bischof von Płock Gedko Sasinowic brachte Kritik an ihm beim neuen Papst Honorius III. an, was zu einer päpstlichen Rüge führte. Heinrich zog sich daraufhin aus dem politischen Leben in Polen zurück und es kam unter den Piasten zu einer Machtumverteilung.
Siehe auch
Literatur
- Władysław Abraham, Organizacja Kościoła w Polsce do połowy wieku XII, Lwów 1890, S. 83 (polnisch).
- Kazimierz Śmigiel: Słownik biograficzny arcybiskupów gnieźnieńskich i prymasów Polski, Wydawn. WBP, 2002 (polnisch).
- Wojciech Kętrzyński: Studyja nad dokumentami XII wieku, Roczniki Akademii Umiejętności, Lwów 1891 (polnisch).
- Antoni Gąsiorowski, Jerzy Topolski [red.]: Wielkopolski Słownik Biograficzny. Warszawa-Poznań: Państwowe Wydawnictwo Naukowe, 1981, S. 278. ISBN 83-01-02722-3 (polnisch).
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Peter | Erzbischof von Gnesen 1199–1219 | Iwo Odrowąż |