WinCDEmu
| WinCDEmu | |
|---|---|
| Basisdaten
| |
| Entwickler | Sysprogs UG |
| Erscheinungsjahr | 29. Juli 2008 |
| Aktuelle Version | 4.1[1] (29. Oktober 2015) |
| Betriebssystem | Windows |
| Programmiersprache | C++ |
| Kategorie | CD/DVD-Emulation |
| Lizenz | LGPL |
| deutschsprachig | ja |
| wincdemu.sysprogs.org | |
WinCDEmu ist ein Windows-Programm (32 sowie 64 Bit), um ein optisches Laufwerk zu emulieren. Das Programm wird seit 2008 von dem Russen Ivan Shcherbakov entwickelt. Die Quelltexte sind als Open Source unter der GNU Lesser General Public License (LGPL) frei verfügbar.
WinCDEmu unterstützt in Version 3.4 folgende Formate: ISO, CUE, IMG, BIN, NRG, MDF/MDS, CCD und RAW-Formate.[2] WinCDEmu ist Bestandteil der Opensource-DVD 13.0[3] und war Software-Tipp des Tages bei Computer Bild am 23. Dezember 2009.[4]
Technische Details
Wie andere Emulatoren dieser Art virtualisiert auch WinCDEmu optische Laufwerke (zum Beispiel für CDs oder DVDs). Dabei werden zuvor sogenannte Speicherabbilder der optischen Medien erstellt, um diese dann von der Festplatte in einem virtuellen Laufwerk wiederzugeben. WinCDEmu kann selbst solche Abbilder erstellen.[5] Nach der Installation von WinCDEmu genügt es, eine Datei in einem der unterstützten Formate doppelt anzuklicken, um sie als virtuelles Laufwerk zu „mounten“, das heißt als Laufwerk mit einem Buchstaben ansprechen zu können. Um CD/DVD-Abbilder wieder auszuwerfen, benötigt es kein System-Tray-Programm, sondern es genügt ein erneuter Doppelklick auf die betr. Datei, oder ein Rechtsklick auf das entsprechende Laufwerk und das Betätigen der Auswerfen-Funktion.[6]
Das virtuelle Laufwerk wird dabei so in das Betriebssystem eingebunden, dass es scheint, als ob sich ein zusätzliches Laufwerk im verwendeten Rechner befände. Für den Nutzer unterscheidet es sich in der Bedienung nicht von physischen Laufwerken. Besonders bei Notebooks kann dadurch Strom gespart werden, weil die Festplatte, auf der das virtuelle Laufwerk liegt, weniger Strom verbraucht als ein DVD-Laufwerk.[7]
Tests
Chip.de urteilt: „WinCDEmu ist der wohl einfachste Weg, eine Image-Datei zu mounten und auszuführen.“[8] Jon L. Jacobi von der amerikanischen Computerzeitschrift PC World meinte, dass die Software sein höchstes Lob erhalten habe, dass er die Software nach dem Test auch auf seinen Hauptsystemen einsetze. „As a matter of fact, WinCDEmu has received the highest form of praise I can dole out--it's made the leap from my VMs and test bed onto my main systems.“[9]
Nachfolge
Microsoft hat in Windows 8 eine Funktion zum direkten Verwenden von ISO-Dateien integriert, die sich seither per Doppelklick oder im Kontextmenüpunk „Bereitstellen“ als virtueller Laufwerksbuchstabe im System einbinden lassen.[10][11] Diese findet sich auch in den Nachfolgeversionen von Windows. Allein zum Einbinden von ISO-Dateien sind daher Hilfsprogramme wie WinCDEmu nicht mehr erforderlich,[12] obwohl fast alle Alternativen von Drittanbietern deutlich mehr Formate unterstützten und zusätzliche Funktionen bieten.
Weblinks
- wincdemu.sysprogs.org – Projekt Webseite
- sourceforge.net/projects/wincdemu/ – Webseite vom WinCDEmu auf SourceForge
- github.com/sysprogs/WinCDEmu – Quelltext auf GitHub
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ Release 4.1. 25. Januar 2019 (abgerufen am 26. Januar 2019).
- ↑ WinCDEmu. In: heise.de. Abgerufen am 3. Februar 2024.
- ↑ 420 freie Windows-Programme – Opensource-DVD 13.0 steht bereit: Die Hersteller der Opensource-DVD haben Version 13.0 mit vielen Updates zur Verfügung gestellt. ( vom 8. April 2010 im Internet Archive) auf tecchannel.de vom 30. Januar 2009
- ↑ WinCD Emu als Software-Tipp des Tages auf der Internetseite von Computer Bild im 23. Dezember 2009
- ↑ http://wincdemu.sysprogs.org/tutorials/create/
- ↑ Downloads – WinCDEmu ( vom 26. Mai 2012 auf WebCite), pcworld.com
- ↑ Emulatoren: WinCDEmu: Download auf netzwelt.de
- ↑ chip.de Fazit vom 28. Oktober 2010
- ↑ Jon L. Jacobi: Editorial Review of WinCDEmu 2.2. PC World, 2. Juni 2009, archiviert vom am 27. April 2012; abgerufen am 9. März 2011. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Sebastian Kuhbach: Wie kann ich eine ISO unter Windows 8 mounten? In: WinFuture. 11. Oktober 2012, abgerufen am 12. Oktober 2025: „Mit Windows 8 besteht die Möglichkeit, ISO-Dateien zu mounten und damit bereitzustellen. Bei Vorgänger-Betriebssystemen wie Windows 7 oder Vista musste man dafür noch ein Programm installieren. Mit Windows 8 wird nun jedoch endlich eine integrierte Funktion geliefert.“
- ↑ Anna Kalinowsky: ISO-Image unter Windows erstellen – so geht's. In: Heise online. 23. September 2024. Abgerufen am 12. Oktober 2025.; Zitat: „Die erstellten ISO-Dateien können unter Windows 10 und Windows 8 ohne zusätzliche Software direkt in das Dateisystem eingebunden werden. Klicken Sie das Abbild einfach mit der rechten Maustaste an und wählen Sie aus dem Kontextmenü den Befehl ‚Bereitstellen‘. Das ISO erscheint nun wie eine eingelegte DVD im Datei-Explorer von Windows. Unter Windows 7 benötigen Sie dazu eine separate Software, etwa das kostenlose WinCDEMU.“.
- ↑ Patrick Toschka: Daemon Tools: Die 3 Top-Alternativen. In: CHIP Online. 9. September 2018, abgerufen am 12. Oktober 2025: „Windows 8 als Daemon Tools Alternative; Wer mit dem Gedanken spielt, sich das derzeit aktuelle Betriebssystem von Microsoft zu kaufen, ist auf ein extra Programm für Virtuelle Laufwerke nicht mehr angewiesen. Unter Windows 8 können Sie durch einfachen Rechtsklick auf die entsprechende Datenträger-Abbilddatei ein virtuelles Laufwerk erstellen und nutzen.“