Wilsberg: Phantomtod

Folge 87 der Reihe Wilsberg
Titel Phantomtod
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Länge 89 Minuten
Produktions­unternehmen Warner Bros. ITVP
im Auftrag des ZDF
Regie Martin Enlen
Drehbuch Stefan Scheich
Musik Andreas Weidinger
Kamera Philipp Timme
Schnitt Monika Abspacher
Premiere 15. Nov. 2025 auf ZDF
Besetzung
Episodenliste

Phantomtod ist die 87. Folge der Fernsehfilmreihe Wilsberg. Die Folge ist seit dem 8. November 2025 in der ZDFmediathek verfügbar und wurde am 15. November 2025 im ZDF erstausgestrahlt.[1]

Handlung

Die Studentin Jana Haumann jobbt bei einem Technikunternehmen, das einen Sprachassistenten mit KI entwickelt hat. Auf einer Aufnahme des digitalen Assistenten will sie eine Mordankündigung gehört haben, doch der Laptop mit der Aufnahme wird ihr gestohlen. Sie wendet sich an Privatdetektiv Georg Wilsberg, wobei ihnen Kriminalhauptkommissarin Anna Springer ohne die Sprachaufnahme keine großen Chancen auf polizeiliche Ermittlungen einräumt. Kommissar Overbeck sieht indes in dem neuen KI-Kommissar KI-Ko die Chance, seine Ermittlungen zu verbessern.

Wilsberg beginnt im Technikunternehmen zu ermitteln, in dem Tessa Tilker gerade die Familiennachfolge von Chef Herrmann Rupert juristisch berät. Zwischen den Kindern Jens und Simone gibt es allerdings Spannungen, da sie andere Geschäftsideen haben. Wenig später ist der alte Rupert tot, er liegt erschlagen in seinem Büro. Aufgrund eines blutigen Fußabdrucks und der Aussagen von Simone wird Jana zur Hauptverdächtigen. Overbeck erhält von KI-Ko wichtige Informationen, da dieser sämtliche Vorschriften missachtet, mit denen Overbeck das System eigentlich hätte füttern sollen. Jana gesteht Wilsberg, dass sie in dem Unternehmen war, Rupert allerdings schon tot gewesen sei und sie eine Festplatte an sich genommen hätte, auf der sie die Aufnahme vermutet.

Jana versucht mithilfe von Merle die Festplatte zu entschlüsseln, wird aber wenig später verhaftet. Wilsberg findet mit Merle und Ekki heraus, dass der Influencer Schlagholz Unternehmen erpresst habe, indem er bei ausbleibender Zahlung deren Produkte schlecht bewertete. Anders bei Ruperts Unternehmen, das nach Einstellung der Zahlung keine schlechte Publicity erhielt. Merle findet auf der Festplatte eine Aufnahme, in der Rupert Schlagholz sagt, er habe den Erpressungsversuch aufgezeichnet und würde diesen veröffentlichen, wenn er das Produkt schlechtmache, und damit die Glaubwürdigkeit des Influencers zerstören. Die Polizei findet bei Schlagholz die Tatwaffe und verhaftet ihn.

Wilsberg zweifelt an der Schuld von Schlagholz, weil die Tatwaffe bei ihm so leicht gefunden werden konnte. Als er auf einem Tatortfoto einen In-Ear-Kopfhörer des Sprachassistenten erkennt, wird ihm klar, dass die Ermordung aufgezeichnet worden sein muss. Er stellt Jens, Simone und Mutter Ulrike damit zur Rede. Es stellt sich heraus, dass Ulrike ihren Mann erschlagen hat, weil dieser Simone das finanziell angeschlagene Unternehmen übertragen wollte. Jens hätte hingegen mit seinen Ideen mehr Geld erwirtschaftet und die Firma, die Ulrikes Vater aufgebaut hat, vor dem Ruin bewahrt.

Produktion

Die Dreharbeiten fanden in der Zeit vom 5. März 2024 bis zum 7. Mai 2024 in Köln, Münster und Umgebung in Nordrhein-Westfalen statt.[2]

Der Running Gag Bielefeld erscheint in der 84. Minute, als Kriminalrat Schaaf zu Overbeck sagt, er habe vor den Bielefelder Kollegen damit geprahlt, wie toll das Pilotprojekt KI-Kommisar (KI-Ko) laufe.

Im Abspann der Episode ist der Titel Don’t Stop von Fleetwood Mac aus dem Jahr 1977 zu hören.

Als Kulisse für die Aufnahmen der Firmenzentrale des Technologieunternehmen Rusono diente das Feierabendhaus Knapsack in Hürth-Knapsack.[3]

Rezeption

Kritiken

Die Redaktion der TV Spielfilm vergibt einen Daumen nach oben und schreibt zusammenfassend: „Schön schrullig und wahrhaft witzig: die Reihe in Topform!.“ Hierbei sei „Phantomtod“ eine der humorvollsten „Wilsberg“-Folgen in letzter Zeit. Insbesondere die Szenen als Wilsberg an mehreren Haustüren fragt, ob jemand eine Manuela töten möchte, kämen herrlich komisch daher. So würde man den Samstagabend gern verbringen.[4]

Oliver Armknecht vergibt in seiner Besprechung auf film-rezensionen.de insgesamt fünf von zehn Punkten. Insgesamt gebe es wenig Überraschendes, außer dass in dieser Folge nicht von Anfang an ein Mord aufgeklärt werden muss. Eine nette Abwechslung sei, dass anfangs sogar ein Mord verhindert werden soll. Auch wenn mit der KI ein aktuelles gesellschaftliches Thema angesprochen werde, was immerhin löblich sei, wirklich lustig sei es nicht, wenn der Kommissar mit seiner Laptopkollegin umherläuft. Das Szenario sei originell, allerdings sei die Umsetzung eher konventionell geraten.[5]

Einschaltquote

Die Wilsberg-Folge konnte bei der Erstausstrahlung 5,36 Millionen Zuschauer verzeichnen, was einen Marktanteil von 23,4 % für den Sender bedeutet.[6]

Einzelnachweise

  1. ZDF gibt Ausstrahlungstermin bekannt: Wann läuft der neue Wilsberg?, Westfälische Nachrichten, 24. Oktober 2025, abgerufen am 8. November 2025
  2. Wilsberg: Phantomtod bei crew united, abgerufen am 20. November 2025.
  3. Martin Kalitschke: Am Samstag im ZDF: So viel Münster steckt im neuen „Wilsberg“. In: wn.de. Westfälische Nachrichten, 14. November 2025, abgerufen am 11. Januar 2026.
  4. Wilsberg: Phantomtod. In: TV Spielfilm. Abgerufen am 20. November 2025.
  5. Oliver Armknecht: Wilsberg: Phantomtod. In: film-rezensionen.de. 15. November 2025, abgerufen am 20. November 2025.
  6. Mario Thunert: Primetime-Check Samstag, 15. November 2025. In: Quotenmeter.de. 16. November 2025, abgerufen am 20. November 2025.