Willimartin Romberger
Willy Martin Romberger, genannt Willimartin Romberger, (* 19. Juli 1897 in Dresden; † 10. Januar 1978 in Bad Kissingen) war ein deutscher Architekt.
Leben und Werk
Romberger war ein Sohn des Maurers Friedrich Hermann Romberger und dessen Ehefrau Emma Auguste Romberger geborene Meusel. Er studierte an der Staatsbauschule Dresden und anschließend (vermutlich als Hospitant) an der Technischen Hochschule Dresden. Er war ab 1934 selbständig in Dresden tätig; sein Architekturbüro befand sich im Haus An der Kreuzkirche 1 am Altmarkt im Zentrum von Dresden. Er betrieb es gemeinsam mit dem Architekten Heinz Arnold Götze. Romberger arbeitete auch für die Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG und war bis 1939 am Bau der Großsiedlung Trachau in Dresden maßgeblich beteiligt.[1] 1937 entwarf er mit Götze ein Musterhaus für ein HJ-Heim.[2]
Sein Architektenbüro am Altmarkt wurde beim schweren Bombenangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 zerstört. Romberger verließ danach Dresden und baute sich in Frankfurt am Main eine neue Existenz auf. Hier arbeitete er in den 1960er Jahren mit Jost Eberhard Romberger zusammen. 1966 beteiligte er sich erfolgreich am Architekturwettbewerb zum Neubau der evangelisch-lutherischen Gethsemane-Gemeinde in Frankfurt am Main.[3] Er starb am 10. Januar 1978 in Bad Kissingen.[4]
Heute ist Romberger vor allem bekannt als Architekt des Pavillons der ehemaligen Viktoria-Apotheke an der Großen Bockenheimer Straße in der Frankfurter Innenstadt, den er gemeinsam mit G. A. Müller erbaute und der über eine Rundumverglasung mit Leichtmetallfenstern in Messingeloxal verfügt.
Literatur
- Biographische Notizen über den Architekten Willimartin Romberger Dresden. In: Deutsche Bauzeitung, 73. Jahrgang 1939, S. 212.
- Gernot Klatte u. a.: Dresden und seine Architekten. Strömungen und Tendenzen 1900–1970. Verlag der Kunst Dresden Ingwert Paulsen jr., Husum 2011, ISBN 978-3-86530-131-4, S. 218.
Weblinks
- Willimartin Romberger im Abschnitt Romang – Roy des Baugeschichtlichen Personenregisters, zuletzt abgerufen am 7. Oktober 2025
Einzelnachweise
- ↑ Walter Steglich: Die Großsiedlung Dresden-Trachau. Geschichte und Sanierung. (= Bauten der Moderne in Sachsen.) Sandstein Verlag, Dresden 2000.
- ↑ Winfried Nerdinger (Hrsg.): Bauen im Nationalsozialismus. Bayern 1933–1945. München 1993, S. 153.
- ↑ Das Münster, 19. Jahrgang 1966, S. 68.
- ↑ Sterbevermerk im Geburtseintrag, Stadtarchiv Dresden, 6.4.25 Geburtsregister/Geburtsanzeigen, Standesamt Dresden III, Geburt 1729/1897