Heinz Arnold Götze

Heinz Arnold Götze, auch Heinz-Arnold Götze, (* 12. Mai 1901 in Döbeln; † 24. April 1945 in Rijeka) war ein deutscher Architekt und Baubeamter.

Leben und Werk

Götze arbeitete nach seinem Studium an der Technischen Hochschule Dresden im Vorbereitungsdienst 1925–1926 beim Stadtbauamt in Halle (Saale) unter Stadtbaurat Wilhelm Jost, später als Mitarbeiter in den Architekturbüros von Friedrich Wagner-Poltrock in Chemnitz und Wilhelm Kröger in Hannover. Er legte das Staatsexamen ab (das ihn zur Führung des Titels Regierungsbaumeister a.D. berechtigte) und übte ab 1930 eine Lehrtätigkeit an der Staatsbauschule Dresden aus. Er war aber auch als Architekt selbständig tätig; sein Architekturbüro befand sich im Gebäude An der Kreuzkirche 1 am Altmarkt im Zentrum von Dresden. Der Besitzer des Gebäudes war der Architekt Willimartin Romberger, mit dem er mehrere Bauten in gemeinsamer Arbeit entwarf. Götze wohnte Ende der 1930er Jahre im Haus Mozartstraße 3.[1]

Das Gemeindehaus der Christuskirche in Dresden-Strehlen entstand 1935–1937 nach Götzes Plänen. Dazu war 1934 ein Architekturwettbewerb durchgeführt worden, in dem sein Entwurf gewann. Das Gemeindehaus war in seiner Architektur „heimatverbunden“ und dem „traditionellen ländlichen Bauen“ verpflichtet.[2] 1937 entwarf er mit Willimartin Romberger ein Musterhaus für ein HJ-Heim.[3] Zu seinen weiteren Bauten zählt das 1938 errichtete Krematorium in seiner Geburtsstadt Döbeln, Geyersbergerstraße 107.[4]

In der Zeit des Nationalsozialismus arbeitete Götze anscheinend im Staatsdienst des Freistaats Sachsen, er wird auch mit den Beamten-Diensträngen eines Finanz- und Baurats bzw. eines Oberbaurats erwähnt. Er war Mitglied der SA und beteiligte sich u. a. 1942 in Dresden an der Kunstausstellung der SA[5] und 1943 an der Großen Dresdner Kunstausstellung und der Ausstellung Soldat und Künstler.

Literatur

  • Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in deutschen Ausstellungen. Teil 1, 2000, S. 129.
  • Gernot Klatte u. a.: Dresden und seine Architekten. Strömungen und Tendenzen 1900–1970. Verlag der Kunst Dresden Ingwert Paulsen jr., Husum 2011, ISBN 978-3-86530-131-4, S. 19 f., S. 176.

Einzelnachweise

  1. Adressbuch der Landeshauptstadt Dresden, Freital-Radebeul, mit umliegenden 6 Städten und 24 Gemeinden, 1940, S. 229.
  2. Matthias Donath: Architektur in Dresden 1933–1945. Redaktions- und Verlagsgesellschaft Elbland, Meißen 2007, S. 41 f.
  3. Winfried Nerdinger (Hrsg.): Bauen im Nationalsozialismus. Bayern 1933–1945. München 1993, S. 153.
  4. Abbildung bei der Deutschen Fotothek
  5. Günter Gerstner: Künstler der SA stellen aus. In: Der SA-Führer, Jahrgang 1942, S. 28.