William Christian Symons
William Christian Symons (* 28. November 1845 in Vauxhall, London; † 4. September 1911 in Udimore bei Rye, East Sussex) war ein britischer Maler, Dekorationskünstler und Glasdesigner.[1]
Leben
William Christian Symons war der älteste Sohn von William Martyn Symons und Elizabeth White. Sein Vater stammte ursprünglich aus Cornwall und betrieb eine Druckerei in der Bridge Street in Vauxhall, London. William Christian Symons erhielt seine erste Schulbildung an einer Privatschule in Penzance und wurde anschließend relativ jung an der Lambeth School of Art aufgenommen, die zu dieser Zeit von John Charles Lewis Sparkes geleitet wurde. Im Jahr 1866 wurde er als Student an den Royal Academy Schools angenommen und gewann im selben Jahr eine Silbermedaille in der Antique School. Sein erstes Bild, das 1869 in einer Ausstellung der Royal Academy gezeigt wurde, war ein Porträt seiner Schwester.[1]
1870 konvertierte William Christian Symons zum römisch-katholischen Glauben. Anschließend begann er eine langjährige Zusammenarbeit mit der Glas- und Mosaikfirma Lavers, Barraud & Westlake, für die er Glasfenster entwarf. 1881 wurde er Mitglied der Royal Society of British Artists (RBA), aus der er 1888 gemeinsam mit James McNeill Whistler wieder austrat. William Christian Symons heiratete 1885 Cecilia Davenport in Hampstead. Aus der Ehe gingen neun Kinder hervor, darunter der Künstler Mark Lancelot Symons. Er arbeitete eine Zeit lang in der Küstenregion von Newlyn in Cornwall, war jedoch kein offizielles Mitglied der dortigen Künstlergruppe (Newlyn School). Später ließ er sich vorwiegend in Sussex nieder. William Christian Symons starb am 4. September 1911 in Udimore bei Rye (East Sussex).[1]
Werk
William Christian Symons war sowohl als Designer, insbesondere von Glasfenstern und Mosaiken für Kirchen, als auch als Maler in den Techniken Öl und Aquarell tätig. Sein malerisches Spektrum umfasst Porträts, Genreszenen, Landschafts- und Stillleben sowie Blumenbilder. Zu seinen bekanntesten dekorativen Arbeiten zählen die Mosaike in der Westminster Cathedral, darunter das Altargemälde St. Edmund blessing London in der Krypta, die Veronica-Tafel in der Sacred-Heart-Kapelle und die Darstellung der Blessed Joan of Arc im nördlichen Querschiff. Als Maler stellte er seine Werke in renommierten Institutionen wie der Royal Academy, dem New English Art Club, dem Royal Institute of Oil Painters und dem Royal Institute of Painters in Watercolours aus. In seinem Stil zeigen sich neben einer eigenständigen Bildsprache auch deutliche Einflüsse von Zeitgenossen wie John Singer Sargent und Hercules Brabazon Brabazon. Ein bekanntes Gemälde ist etwa The Little Squaw (Öl auf Holz), das sich im Besitz der Contemporary Art Society befindet und im Sunderland Museum & Winter Gardens ausgestellt wird. Nach seinem Tod im Jahr 1912 fand in der Goupil Gallery eine Gedenkausstellung statt, die zu einer Neubewertung seines Werks führte.[1]
Literatur
- Charlotte Benton: Life, Light and Colour: the rediscovery of William Christian Symons. Victoria Art Gallery, Bath, 1994.
- Rodney K. Engen: Dictionary of Victorian Wood Engravers. Dover, New York 1985.
- Walter Shaw Sparrow: William Christian Symons. In: The Art Journal, April 1890.
- Dictionary of National Biography, 1912 supplement: Symons, William Christian
- Emmanuel Bénézit: Dictionary of artists. Band 13: Sommer – Valverane. Paris, 2006.
- Bellmans Auktionen: The Symons Collection, Old Master, British and European Paintings, März 2023.
Weblinks
- Sammlung bei Bellmans Auktionen mit Werken und Biografie
- British Museum: Biografie William Christian Symons
- Cornwall Artists Index: William Christian Symons