Wilhelm von Düring (Landrat)
Wilhelm Georg von Düring (* 31. März 1836 in Lüneburg; † 13. November 1907 in Hannover) war ein deutscher Verwaltungsjurist.
Herkunft
Seine Eltern waren der hannoverische Generalmajor Ernst von Düring (1788–1851) und dessen Ehefrau Karoline, geborene von Oeynhausen (1797–1870). Sein Onkel Georg Anton Dietrich von Düring (1780–1872) war hannoverische Generalleutnant.
Leben
Er studierte Rechtswissenschaften in Heidelberg, wo er Mitglied des Corps Vandalia war, und in Göttingen. 1859 wurde er Auditeur, 1864 Gerichtsassessor in Celle, später in Geestemünde. Ab 1866 war er Regierungsassessor im Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten und beim Oberpräsidium in Hannover. 1868 wurde er Hilfsarbeiter im Ministerium für Lauenburg in Berlin. 1870/71 nahm er als Kriegsfreiwilliger und zuletzt Sekondeleutnant im Garde-Kürassier-Regiment der Preußischen Armee am Krieg gegen Frankreich teil. 1872 wurde er Regierungsassessor in Potsdam. 1873 zunächst aus dem Staatsdienst ausgeschieden, trat er 1878 als Regierungsassessor wieder ein und wurde nach Posen versetzt. Düring wurde 1880 Regierungsrat, 1881 Amtshauptmann in Hann. Münden, 1884 Landrat im Landkreis Münden. 1895 erhielt er den Titel eines Geheimen Regierungsrats. 1899 wurde ihm der Abschied bewilligt. Er lebte zuletzt als Rittergutsbesitzer auf Eggerkamp und Gehren.
Familie
Er heiratete am 6. September 1871 in Berlin Klara von Gruner (1848–1924), die Tochter des Politikers Justus von Gruner.[1] Das Paar hatte einen Sohn und zwei Töchter:
- Ida (* 1872)
- Klara (* 1875)
- George (1877–1952) ⚭ 1900 Elisabeth von der Becke (1882–1957)
Literatur
- Die Mitglieder der Vandalia zu Heidelberg nach dem Stande vom 29. September 1935. Berlin 1936, S. 76.
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser 1901. Zweiter Jahrgang, S. 265. Digitalisat
Einzelnachweise
- ↑ Handbuch des preußischen Adels. Band 1, 1892, S. 178. (Digitalisat)