Wiesborn (Wüstung)

Koordinaten: 50° 11′ 28,8″ N, 8° 16′ 12,8″ O

Wiesborn (Wüstung)

Wiesborn ist eine Wüstung im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis und lag südlich von Idstein. Der Hof wurde 1355 erstmals erwähnt und ist bis 1633 nachgewiesen.

Lage und Geschichte

Der Hof lag etwa 3,5 Kilometer südlich der heutigen Idsteiner Altstadt kurz vor der Gemeindegrenze von Niedernhausen und knapp zwei Kilometer westlich des Idsteiner Ortsteils Dasbach. Dort liegt nahe der Wüstung die Quelle des Wörsbaches und das heutige Naturschutzgebiet Erlensumpf im Gerloh bei Idstein.[1]

Historische Namensformen sind überliefert aus dem Jahr 1355 als „Wiseborn“ dann 1424 als „Wießeborn“ bzw. 1563 „Wieseborn“, 1572 als „Wißborn“ sowie „Wisborn“ und noch einmal ohne genaue Datierung aus dem 16. Jahrhundert als „Wisporn“.[2] Weitere überlieferte Namensformen sind „Werseborn“, womit „Wörsborn“ gemeint ist.[3] Damit verweist der Name des Hofes auf die Lage nahe der Quelle des Baches (Born).

Zur Geschichte des Hofes liegen üblicherweise Rechtsurkunden aus dem 14. bis 16. Jahrhundert vor: In der Ersterwähnung aus dem Jahr 1355 ist belegt, dass Wiesborn im Teilungsvertrag der Linie Nassau-Idstein zugesprochen wurde. Knapp ein Jahrhundert später, 1438, vermachte die Gräfin Margarethe von Nassau-Idstein dem Stift Idstein 15 Gulden auf den Hof in Wiesborn für eine Messe im Stift. 1563 wird Wiesborn von Graf Philipp III. den Eheleuten Clas aus Gassenbach auf neun Jahre und 1572 auf weitere neun Jahre verschrieben. Im 16. Jahrhundert sollte der Hof von der Pfarrei in Wolfsbach seelsorgerisch betreut werden, was aber von näher gelegenen Kirche in Niederseelbach übernommen wurde.[2] In weiteren Quellen wird der Hof zudem für die Jahre 1520 sowie 1546 und letztmalig für das Jahr 1633 erwähnt.[3]

Einzelnachweise

  1. Kartographische Darstellung im Landegeschichtlichen Informationssystem Hessen, unter lagis-hessen.de
  2. a b Wiesborn (Wüstung), Rheingau-Taunus-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  3. a b Alt Idstein. Historisches Idstein