Werning (Gemeinde Payerbach)

Werning (Dorf)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Neunkirchen (NK), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Neunkirchen
Pol. Gemeinde Payerbach
Koordinaten 47° 41′ 42″ N, 15° 52′ 35″ Of1
Höhe 500 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 81 (1. Jän. 2025)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 05243
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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81

BW

Werning ist eine Ortschaft in der Marktgemeinde Payerbach im Bezirk Neunkirchen in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 81 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Geografie

Das kleine Dorf nordöstlich oberhalb von Payerbach befindet sich am Ausgang des Werninggrabens an der Nordflanke des Gahns und ist über Nebenstraßen erreichbar. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 64 Adressen.[2]

Am Grillenberg (805 m ü. A.), einem Berg nordöstlich von Werning, wurde früher Eisenerz geschürft.

Geschichte

Die hiesigen Bauern waren Gebirgsbauern, die sich bloß mit dem Feldbau befassten, wofür sie aber nur über wenig Ackerboden verfügten, berichtete Schweickhardt im 19. Jahrhundert. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 13 Häusern genannt, das nach Payerbach eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Reichenau besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Neunkirchen ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Reichenau, Pottschach, Seebenstein, Stixenstein und Wartenstein.[3]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Werning eine Fuhrwerkerin, ein Gärtner, eine Gemischtwarenhändlerin und ein Landwirt mit Direktvertrieb ansässig.[4]

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 7. Band: St. Valentin bis Zwölfaxing. Mechitaristen, Wien 1833, S. 170 (WerningInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 103, Sektion Reichenau, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 7,1 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 261.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 386 (Werning in der Google-Buchsuche).
  4. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 499